3D-Printing-Cluster: Neue Geschäftsmodelle für Start-ups

UnternehmerTUM, das Strascheg Center for Entrepreneurship und die EOS GmbH wollen mit der zukunftsweisenden industriellen 3D-Printing-Technologie  neue Geschäftsmodelle und innovative Start-ups auf den Weg bringen. Zu diesem Zweck haben die Center gemeinsam mit EOS das 3D-Printing Cluster gegründet. Ziel ist es, Akteure aus ganz Deutschland interdisziplinär miteinander zu vernetzen.

„3D-Druck wird unsere Welt verändern“ - Ökonomen erwarten eine industrielle Revolution durch den 3D-Druck. Barack Obama betonte in seiner ‚State of the Union‘ Rede im Februar 2013 die hohe gesellschaftliche Relevanz des Themas 3D-Druck. Er sieht darin einen Lösungsansatz, mit dem Produktionsschritte in der Industrie aus Niedriglohnländern ins eigene Land zurückgeholt werden können.Auch in Deutschland, einer der weltweit führenden Industrienationen, ist die Bedeutung der neuen 3D-Druck Technologien erkannt. Das von Münchner Unternehmen und Gründerzentren initiierte 3D-Printing Cluster will Anwendungen im Bereich der Additiven Fertigung nun noch schneller voranbringen und ein starkes Netzwerk aus interdisziplinären Akteuren aufbauen. Ziel des Clusters ist es, wichtige Innovationstreiber aus Wissenschaft, etablierten Unternehmen und Start-ups so zusammenzubringen, dass sie disruptive Möglichkeiten der 3D-Printing Technologie für Wirtschaft und Gesellschaft nutzen können.

Dr. Helmut Schönberger, Geschäftsführer bei UnternehmerTUM dazu: „An der TU München forschen Wissenschaftler an neuen 3D-Printing Technologien und innovativen Anwendungen. Hieraus sind bereits herausragende Unternehmensgründungen entstanden. UnternehmerTUM will mit den Clusteraktivitäten dazu beitragen, dass noch mehr wachstumsstarke Start-ups im Bereich 3D-Printing auf den Weg gebracht werden.“

„Additive Fertigung bietet uns die Chance, Marktzugang und Geschäftsmodelle wieder neu zu erfinden. Auch für drängende gesellschaftliche Probleme in Bereichen wie Public Health oder Katastrophenmanagement können Lösungen viel schneller und günstiger bereitgestellt werden. Der Stellenwert von Teamwork, den unsere Innovationsforschung bereits hervorhebt, wird mit Anwendungen dieser Technologie weiter ansteigen“ so Prof. Dr. Klaus Sailer, Geschäftsführer des SCE.

Nikolai Zaepernick, Head of Strategy and Business Development bei EOS ergänzt: “Start-ups, die eine Anwendung auf Basis der industriellen 3D-Druck-Fertigungstechnologie von EOS in den Mittelpunkt ihrer Gründerideen stellen, sind für uns ein wichtiger Partner bei der weiteren Marktentwicklung. EOS begleitet bereits über viele Jahre Start-up Unternehmen. Dazu gehört unter anderem auch Shapeways, die sich in wenigen Jahren zu sehr erfolgreichen Playern im Umfeld der Additiven Fertigung entwickelt haben. Sie lernen sehr schnell und setzten unsere innovative Technologie dafür ein, nachhaltige Produkte mit hohem Kundennutzen zu schaffen. Sie loten kontinuierlich Grenzen aus und treiben auch uns immer wieder zu Höchstleistungen an. Im Rahmen des 3D Printing Clusters können wir schnell die vielversprechendsten Gründungen identifizieren und sie optimal mit dem unterstützen, was sie bei ihren ersten Schritten am Markt am nötigsten für ihre weitere Entwicklung brauchen.“

Das zukunftsorientierte Cluster widmet sich der Additiven Fertigung auf verschiedenen Ebenen – die  Aktivitätsschwerpunkte sind:

  • Start-up Unterstützung: Aus dem Netzwerk heraus sollen neue unternehmerische Projekte initiiert werden, die schrittweise zu Unternehmensgründungen führen können. Die beiden Entrepreneurship Center, EOS sowie weitere Netzwerkpartnern fördern diese Teams auf ihrem Weg zum erfolgversprechenden Start-up.
  • Aus- und Weiterbildung: Im Zentrum der Clusteraktivitäten wird zudem der Ausbau der Ausbildungsmöglichkeiten  stehen. Auszubildende, Studierende und Fachkräfte sollen in Fortbildungen und Trainings schrittweise mit den neuen Werkzeugen und Möglichkeiten der Spitzentechnologie vertraut gemacht werden. In der neuen Prototypen-Werkstatt TechShop werden dazu ab 2015 eigene Kurse angeboten. Zudem haben die Teilnehmer mit der neuen Infrastruktur die Möglichkeit, eigene Projekte umzusetzen und von einander zu lernen.
  • Kommunikation und Vernetzung: Mit Veranstaltungen wie einem jährlichen Clustertreffen und regelmäßigen „Pitch Sessions“, auf denen Innovatoren und Start-ups ihre Projekte präsentieren, wird das Netzwerk gestärkt. Außerdem sollen offene Marktplätze geschaffen werden, in dem Know-how wie Datenbank für Materialien ausgetauscht, Ressourcen wie Fertigungskapazitäten geteilt sowie neue Standards diskutiert und definieren werden.
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