Das Japanische „National Institute for Materials Science“ erweitert den Zugriff auf ein halbes Jahrhundert Metallforschung: Granta Design Ltd., ein Unternehmen im Bereich Materialdateninformationssysteme, gibt heute eine Vereinbarung mit dem japanischen National Institute for Materials Science (NIMS) bekannt. Gegenstand der Vereinbarung ist der Zugriff auf die umfangreichen Metallkennwertdaten des NIMS. Der branchenführende Datenpool des NIMS ist das Ergebnis vieler Jahre kontinuierlichen Testens von Metallwerkstoffen, darunter Stähle, wie Kohlenstoffstahl, niedriglegierte Stähle, Stähle mit hohem Chromanteil und austenitische Edelstähle, sowie eine große Auswahl an Legierungen, wie Eisen-, Nickel- und Kobaltlegierungen. Die Daten umfassen die numerischen Rohdaten der detaillierten Kriechmessungen und Ermüdungskennwerte, die für Materialingenieure bei Sicherheitsfragen und langfristigen Zuverlässigkeitsbetrachtungen im Energiesektor äußerst wichtig sind.
Das NIMS ist weltweit für seine Expertise über das Langzeitverhalten metallischer Materialien bekannt. Das Langzeitverhalten dieser Materialien ist für Kraftwerke und Produktionsanlagen ein entscheidender Faktor. Die Daten des NIMS sind daher beim Design, der Wartung und der Instandsetzung dieser Anlagen von großer Bedeutung.
Das National Institute for Metals wurde 1956 gegründet, die Ergebnisse der in 50 Jahren erlangten Forschungsdaten waren jedoch bisher nur allgemein, in Form von veröffentlichten Diagrammen und Tabellen, erhältlich. Anwender werden nun erstmals auch in der Lage sein, auf die zugrundeliegenden numerischen Rohdaten zuzugreifen. Dabei werden die Daten über das Materialdateninformationssystem GRANTA MI verfügbar sein, das dem Anwender mittels Webbrowser einen einfachen Zugriff für seine Computer Aided Engineering (CAE) Anwendung ermöglicht, um die Daten zu durchsuchen, sie darzustellen und anzuwenden.
Das NIMS hat unabhängige Studien zu Verbreitungsmethoden durchgeführt, die eine aktivere Nutzung der wertvollen Daten ermöglicht. Unter der jetzigen Vereinbarung wird das NIMS Granta Kriech- und Ermüdungskennwerte bereitstellen. Der erweiterte Zugriff auf diese Daten wird es Ingenieuren weltweit ermöglichen bei der Entwicklung, Wartung und Instandhaltung von Anlagen einen erheblichen gesellschaftlichen Beitrag zu Sicherheit, Verlässlichkeit und Nachhaltigkeit zu leisten.
Die NIMS Daten werden im Laufe des Jahres 2012 als GRANTA MI Datenmodul verfügbar gemacht. Die Installation von GRANTA MI auf einem Firmennetzwerk bietet darüber hinaus einen schnellen, eingebundenen und unternehmensweiten Zugriff auf interne und andere Referenzdaten, die den NIMS Datensatz ergänzen.
„Ich erwarte, dass diese Vereinbarung eine erweiterte Nutzung der Daten ermöglichen wird, die das NIMS in seinem großen Tätigkeitsbereich, vom Energiesektor bis hin zu Transportausrüstungen und
-strukturen, zusammengetragen hat“, erläuterte Dr. Toshio Ogata, Station Director of the Materials Information Station bei NIMS.
„Diese Vereinbarung ist eine großartige Neuigkeit für alle, die Materialkennwerte für die Entwicklung und Wartung von Energie- und Produktionsanlagen benötigen“, fügte Dr. Patrick Coulter, CEO bei Granta, hinzu. „Wir sind sehr erfreut mit dem NIMS zusammen zu arbeiten und den Anwendern so diese branchenführende Quelle von Materialinformationen auf breiter Basis zur Verfügung stellen und die wertvollen Kriech- und Ermüdungsdaten unserem umfangreichen Portfolio an Kennwerten für Metalle, Legierungen und andere Materialien hinzufügen zu können.“
Bild: Die Daten des NIMS werden über das Materialdateninformationssystem GRANTA MI verfügbar sein
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