Anlagenbau: Vom Fließbild zur fertigen Anlage

An der diesjährigen ACHEMA in Frankfurt am Main wird ISD in Halle 9.2 am Stand B28 vertreten sein. Besucher der Leitmesse für die Prozessindustrie erhalten auf dem Messestand an verschiedenen Demo-Punkten einen umfassenden Einblick in die optimale CAD-Lösung für die Prozesskette im Anlagenbau: vom 2D-Fließbild als Planungsgrundlage, über den 3D-Aufstellungs- und Rohrleitungsplan bis hin zur automatischen Ableitung der Rohrleitungsisometrie und sämtlicher Fertigungsunterlagen.

Schritt 1: Das Verfahrensfließbild

HiCAD R&I-Schemata sind 2D-Fließbilder und die ideale Planungsgrundlage für Anlagenbauprojekte. Zur Prozessplanung stehen umfangreiche Symbolbibliotheken zur Verfügung - mit wahlweiser Kennzeichnung nach DIN oder KKS. Und auch individuelle firmenspezifische Bibliotheken lassen sich über den integrierten Symboleditor komfortabel aufbauen. Frei definierbare Verbindungen für Rohr, Antrieb und Signal erhöhen die Übersichtlichkeit des Schemas. Listen zur Vorkalkulation, Bestelllisten, die Übergabe per DXF/DWG-Schnittstelle und die Kopplung zum Aufstellungsplan werten das R&I-Schema aus.

Schritt 2: Das Anlagenbau-Layout

In HiCAD lassen sich Bauteile direkt aus dem R&I-Schema übernehmen und per Drag&Drop im 3D-Aufstellungsplan platzieren. Realistische Leitkantenzugverläufe mit Gefälle liefern zwischen den Anschlusspunkten der Komponenten korrekte Rohrlängen. Die Belegung mit Rohrbauteilen bei aktivierter Flansch- und /Reduzierungsautomatik automatisiert die Generierung der Rohrleitung und die Berücksichtigung von Dichtung, Schweißnahtspalt und Zubehör sorgt für korrekte Stücklistenpositionen. Auch bauseitig vorgegebene Kundenobjekte lassen sich einlesen, umwandeln und um firmenspezifische Komponenten ergänzen.

Schritt 3: Die Werkstattzeichnung

Zur Übergabe der Konstruktionsdaten an die Fertigung lassen sich in HiCAD die Werkstattzeichnungen aller Rohrleitungen auf Knopfdruck erstellen, als Rohrleitungsisometrie oder Rohrplan - auf Wunsch auch individuell konfiguriert. Editierbare Schweißnahtlisten, automatische Bemaßung und Beschriftung oder firmenspezifische 2D-Legenden über die Katalogfunktion komplettieren die Zeichnung. Über komfortable Reporting Tools lässt sich der Aufstellungsplan weiter auswerten, z.B. zu Materialauszügen, Bestelllisten oder Preiskalkulationen. Die sofortige Verfügbarkeit aller Unterlagen verkürzt die Planungszeiten erheblich.

Schritt 4: Die Berechnung/Analyse

Der Datenaustausch mit Dritten ist über die verschiedensten Schnittstellen sicher und transparent möglich. So können Sie beispielsweise die Planung an den Architekten zurückgeben oder die Daten direkt aus HiCAD an das CAE System ROHR2 der Firma SIGMA übergeben - ideal zur statischen und dynamischen Analyse komplexer Rohrleitungssysteme. Die 3D-Darstellung erleichtert den Fachkräften in der Fertigung die Montage. Und zur besseren Argumentation in Kundengesprächen stellen Sie die 3D-Konstruktion fotorealistisch dar - auch als 3D-PDF - oder leiten daraus die Montagesimulation ab.

Zentrale Datenverwaltung mit PDM

Das HELiOS-Produktdatenmanagement steuert die Verwaltung aller fertigungstechnischen Unterlagen, wie Werkstattzeichnungen und Stücklisten, in den aktuellen Änderungsständen. Durch die Bereitstellung von Teileverwendungsnachweisen wird dabei die Optimierung der Teilevielfalt in Ihrem Unternehmen unterstützt. Darüber hinaus organisiert HELiOS die firmenweite Ablage der auftragsbezogenen Dokumente. Gleichzeitig regelt HELiOS die Zugriffsrechte auf alle Objekte und stellt über ständig aktualisiert ToDo Listen die zügige Durchleitung der zu prüfenden Unterlagen durch Ihr Unternehmen sicher.

Ein Ausblick auf aktuelle und kommende Neuheiten im Anlagenbau

Bei der Verschraubung von Flanschpaaren lässt sich auch im Anlagenbau der Detaillierungsgrad einstellen. Der Einbau kann pro Flanschpaar oder für die komplette Rohrleitung erfolgen. Die Option wird auch beim automatischen Belegen von Leitkantenzügen angeboten. Der Zubehörsatz wird dabei an die Isometrie und die HELiOS-Produktstruktur übergeben.

Zum Bauteilbestand gehört jetzt auch das Jacob-Rohrsystem als Bördel-Rohrsystem mit Spannringverbindung. Der Einbau kann automatisch oder interaktiv erfolgen. Das Handling des Varianteneditors wird komfortabler. Mittelfristig wird das neue Kennzeichnungssystem RDS-PP (Reference Designation System for Power Plants) eingeführt. Durch diese einheitliche Kennzeichnung werden Fehler/Missverständnisse vermieden und die Anlagensicherheit erhöht.

 

R&I-Schema mit zugehörigem Aufstellungsplan (Bild: Sela Maschinen GmbH)

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