Fabrikplanung in der 4. industriellen Revolution

AURON GMBH lud zu Infotag: Experten von der RWTH Aachen, der Zimmermann & Meixner 3D‐Welt, der IWL AG und der Autodesk GmbH präsentierten am 25. März beim Info‐Tag der Markdorfer AURON GmbH Strategien und Praxisbeispiele und zeigten auf, wie der Innovationssprung der „Industrie 4.0“ zu meistern ist und welche Chancen er bietet.

Wir sind mitten in der 4. Industriellen Revolution – mit dieser Feststellung eröffnete Michael Schwab, einer der vier Geschäftsführer der AURON GmbH aus Markdorf, den Info‐Tag. Als wesentliche Aspekte von „Industrie 4.0“ hob er hervor: den effizienten Umgang mit unseren Ressourcen, die effizientere Gestaltung von Arbeitsabläufen und die Optimierung von Planung und Facility Management durch die Verzahnung der realen und der virtuellen Welt.

Als erster Referent erläuterte Dip.‐Wirt.‐Ing. Matthias Backs vom Laboratory for Machine Tools and Production Engineering der RWTH Aachen, wie effiziente Fabrikplanung heute geht: „Das Grundmodell, mit dem wir arbeiten, ist die Informationsvernetzung; darauf baut alles auf. Weil das Unternehmensumfeld von heute kurzfristige Agilität erfordert, stehen nicht mehr starre Zeitpläne, sondern Informationen im Mittelpunkt der Planung. Dadurch können viele Beteiligte parallel in die Fabrikplanung eingebunden werden, so dass sich Zeit und Kosten drastisch reduzieren lassen.“

Nach der Mittagspause, die die ca. 50 Teilnehmer, unter ihnen Fabrikplaner von Weltmarktführern, zu intensiven Fachdiskussionen nutzten, zeigte Dipl.‐Ing. (FH) Benjamin Sattes, Geschäftsführer der Zimmermann & Meixner 3D‐Welt, wie durch 3D‐Laserscanner und Spezialdrohnen bestehende Gebäude digital vermessen werden können. Diese Daten bilden dann die Grundlage für eine zukunftsorientierte Gebäudeplanung. Sehr praxisbezogen wurde es beim Vortrag von Timo Kreuter von der IWL AG. Er stellte eine Brownfield‐Optimierung vor, bei der trotz umfangreicher Erweiterungen um ein Wareneingangsgebäude und eine Lagerhalle die Produktivität um 11 Prozent gesteigert werden konnte.

Zum Schluss beeindruckte Dipl.‐Ing. (FH) Daniel Lutz von der Autodesk GmbH die Zuhörer mit einer Demonstration, wie sich mit den Modulen der Autodesk Factory Design Suite eine zeit‐ und kostensparende Fabrikplanung umsetzen lässt. „Über die Fabrikplanung lassen sich viele Stellhebel beeinflussen, bis hin zu Lieferzeiten und Kundenzufriedenheit“ – fasste Michael Schwab am Ende eines informativen Tages das Thema zusammen.

 

Bild: Matthias Backs von der RWTH Aachen erläutert die Möglichkeiten der Fabrikplanung am Fabrikplanungstisch.

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