Keine Gefahr durch Wölfe, Kutter und Mischmaschinen

Die Firma Laska im österreichischen Traun bei Linz ist Spezialist für die moderne Fertigungstechnologie für Fleischverarbeitungsbetriebe. Das Familienunternehmen in vierter Generation beschäftigt rund 100 Mitarbeiter. Gegründet als Fleischereibedarfshandel wurde die Sparte „Fleischereimaschinen“ erfolgreich aufgebaut. Nach der Einführung von Handwerksmaschinen spezialisierte sich Laska auf die Produktion von Großmaschinen für die Industrie. „Wir stellen zukunftsorientierte Produkte her, die am Markt von morgen bestehen können“, lautet die Devise bei Laska. Ein Motto, dem Laska seit mehr als 125 Jahren mit hochwertiger Fertigungstechnologie gerecht wird.

Unter dem Familien- und Markennamen LASKA produziert das Unternehmen nicht nur qualitativ hochwertige Kutter, Wölfe und Mischmaschinen – alle in rostfreiem Edelstahl ausgeführt – sondern auch individuell geplante Produktionslinien. Diese bestehen aus Verarbeitungsmaschinen, verbunden über Arbeitstische, Förderbänder, Förderschnecken, Standardisierungsanlagen mit automatischer Gewichtskontrolle, Einrichtungen zur Gewürz- und Wasserdosierung sowie Förderanlagen zu den Füllstationen.

Leistungsstark und sicher

 Die Leistungsfähigkeit der Laska-Produkte ist eines ihrer wichtigsten Merkmale. Doch auch für den sicheren Umgang mit den Verarbeitungsmaschinen muss gesorgt sein. Christian Gruberbauer, verantwortlich für den Bereich Elektrotechnik, erklärt: „Unsere Kunden legen ihr Augenmerk in erster Linie auf den zuverlässigen Produktionsprozess. Daher haben wir die Aufgabe, die Maschinen so sicher wie möglich zu gestalten, ohne dabei die Produktion zu stören. Dazu gehört vor allem, die Eingriffsmöglichkeiten zu den Werkzeugen und bewegten Teilen abzusichern.“

Das heißt: Wenn bei den Fleischereimaschinen oder -anlagen Schutztüren, Schleusen oder Klappen geöffnet sind und der Bediener ins Messer greifen könnte, muss die Maschine stillstehen. Ein Wiederanlaufen muss ebenso sicher verhindert werden. Zu groß ist die Gefahr, dass er sich schwerste Schnittwunden, Quetschungen oder Verbrennungen zuziehen könnte. Das sichere Abschalten der Maschine lässt sich entweder mechanisch, etwa über Rollenschalter, lösen, die allerdings verschmutzungs- und störanfällig sind, oder auf sichere und saubere Weise über berührungslose Sicherheitssensoren.

Um die in den neuen Sicherheitsnormen festgelegten Anforderungen (bei den Fleischereimaschinen die Sicherheitsklasse SIL 3/PL e) zu erfüllen, steht dem Maschinenhersteller Laska unter anderem die elobau GmbH zur Seite, für die Sicherheitstechnik seit langem ein wichtiger Unternehmensbereich ist. Denn bereits in den 70er Jahren hat das Leutkircher Unternehmen berührungslose Sicherheitsschalter im Maschinen- und Anlagenbau eingeführt. Damit war elobau weltweit der erste Anbieter, der im Sicherheitsbereich elektromechanische Komponenten durch Reed-Kontakte und codierte Magnete ersetzt hat. Durch stetige Weiterentwicklung ist ein sehr umfangreiches Programm unterschiedlicher Sensoren, Schnittstellen und Auswertegeräte entstanden, das für nahezu jede Problemstellung die optimale Lösung bietet. Das Prinzip dieser berührungslosen Sicherheitsschalter: Sie arbeiten mit einem magnetisch betätigten Sensor, der durch eine Auswerteeinheit überwacht wird. Je nach System können bis zu 40 Sensoren mit einer Auswertung überwacht werden. Die Überwachung von nachgeschalteten Schützen ist bei fast allen Modellen möglich. Auch für Nothalt-Taster und Zwei-Hand-Bedienungen ist bei einigen Modellen ein zusätzlicher separater Schaltkreis vorhanden. Diese Systeme gewährleisten eine hohe Risikominimierung und sind vom TÜV approbiert.

Berührungsloses Prinzip dem mechanischen überlegen

Christian Gruberbauer kennt elobau schon lange: „Seit über zehn Jahren setzen wir erfolgreich die berührungslosen Sicherheitsschalter von elobau ein. Vorher hatten wir mechanische Sicherheitseinrichtungen genutzt, die allerdings mit Nachteilen, zum Beispiel mechanischer Verschleiß, Verschmutzungsanfälligkeit und kleinen Einbautoleranzen behaftet waren. Die berührungslose Betätigung mit Sicherheitsauswertung ist dagegen eine optimale Lösung, da sie schaltsicher und leicht zu reinigen ist. Daher nutzen wir sie, um abnehmbare Abdeckungen zu sichern, ohne die die Maschinen nicht betrieben werden dürfen.“

So kommen elobau-Sensoren und -Auswertegeräte unter anderem bei Wölfen zum Einsatz. Dort überwachen sie, ob der Gegenlagerflansch für die Zubringerschnecke montiert ist. Auch für die Trogüberwachung werden sie verwendet: Ein Stößelschalter prüft an jeder der vier Ecken des Troges, ob sich jemand oder etwas über den Trogrand lehnt und sich daher im Gefahrenbereich befindet. Die Überwachung erfolgt über eine elobau-Auswerteeinheit, ein für den Maschinenbediener wichtiges Instrument, mit dem er Fehlermeldungen schnell erkennen und zuordnen kann.

Permanent wird bei Laska die Sicherheitstechnik auf Verbesserungsmöglichkeiten durchdacht. Christian Gruberbauer gibt auch dafür ein Beispiel: „Beim Schneidsatzdeckel des Feinstzerkleinerers war bislang ein Rohrschalter verbaut. Da dieser Sensor im endproduktnahen Bereich sitzt, haben wir uns entschlossen, auf die Edelstahlausführung von Sensor und Magnet umzustellen.“

Gefordert: Schaltsicherheit und Widerstandsfähigkeit

Der Elektrotechniker resümiert: „Wir haben in den letzten Jahren viele Produkte getestet und festgestellt, dass sich die elobau-Sicherheitstechnik durch hohe Qualität und Funktionssicherheit auszeichnet. Der Lebensmittelbereich stellt hohe Anforderungen an die Hygiene. Daraus resultieren extreme Bedingungen, die auch den Sensoren einiges an Widerstandskraft abfordern. Denn einige von ihnen sind dem Hochdruckreiniger und aggressiven Reinigungsmitteln direkt ausgesetzt. Langfristig können diesen Gegebenheiten vor allem Edelstahl und widerstandsfähige Kunststoffe trotzen, weshalb wir für unsere Anlagen und Komponenten weitgehend solche Materialien verwenden.“

Für die Sensoren heißt das: Schutzart IP 67 – IP 69K ist Pflicht. Ebenso eine hohe Schaltsicherheit. Denn selbst bei Verschmutzung und Korrosion muss die Auswertung aktiv sein beziehungsweise sicher abschalten, wenn die Einflüsse zu groß werden. Als zusätzliches Argument für die elobau-Sicherheitsschalter hebt Gruberbauer hervor, dass der Betätiger-Magnet codiert ist. Das mache eine sicherheitsgefährdende Manipulation durch den Maschinenbediener sehr schwierig.

Die elobau-Sensoren haben aber noch weitere Vorteile zu bieten, zum Beispiel die leichte Montage und Inbetriebnahme. Es genügt am Türrahmen eine einfache Vorrichtung mit Bohrung, in die die Maschinensicherheitssensoren eingeschraubt werden können. Auch die Versatzwerte zwischen Magnet und Sensor spielen eine wichtige Rolle fürs einfache und zuverlässige Justieren. Sie können je nach Ausführung bis zu ± 4 Millimeter betragen, um immer noch eine sichere Schaltfunktion zu gewährleisten. (anm) 

Info: Sensor und Auswerteeinheit in einem Gehäuse

Zu den jüngsten elobau-Entwicklungen im Bereich Sicherheitstechnik zählt die Kompakteinheit 171 K. B1, die Sensor und Auswerteeinheit in einem Gehäuse vereint. Sie bietet sich besonders für den Einsatz an kleinen Maschinen und Anlagen an. Ihre Vorteile liegen vor allem in der geringen Größe des Rundgehäuses, das mit 80 Millimetern Länge und einem M30-Durchmesser rund 40 Prozent kleiner ausfällt als bei bisherigen Modellen. Dadurch bestehen für die Kompakteinheit wesentlich bessere Montagemöglichkeiten. Zudem eignet sie sich durch den hohen Bedämpfungsabstand von 7 Millimetern besonders zur Schutztür- und Klappenüberwachung. Die integrierte Auswerteelektronik bietet einen direkten, potentialfreien Kontrollausgang und einen Sicherheitsausgang, der mit bis zu 250 V AC/30V DC/2,5 A/625 VA/75 W beaufschlagt werden kann. Die Betriebsspannung beträgt 24 V bei 50 mA Stromaufnahme. Auch eine 230-V-Version steht zur Verfügung. Die zweifarbige LED der Kompakteinheit signalisiert Funktionsbereitschaft oder Störung. Das Gerät wird der Sicherheitsklasse SIL 2 zugerechnet. Es entspricht der Kategorie 3 nach EN 954-1 und der Schutzklasse IP 67.

  • Gefrorene Fleischblöcke werden in Laska-Wölfen mühelos zerkleinert.
  • Mischwolf mit Deckel, Trichtersicherung und geöffneter überwachter Schutztür.
  • Auch die Schneckenlagerung des Fleischwolfs wird mit einem elobau-Magnetschalter abgesichert.
  • Trogüberwachung: Ein Stößelschalter prüft an jeder der vier Ecken des Troges, ob sich jemand oder etwas über den Trogrand lehnt und sich daher im Gefahrenbereich befindet.
  • Beim Schneidsatzdeckel des Feinstzerkleinerers war bislang ein Rohrschalter verbaut. Da dieser Sensor im endproduktnahen Bereich sitzt, hat Laska auf die Edelstahlausführung von Sensor und Magnet umgestellt.
  • Die elobau-Sensoren erlauben eine einfache Montage und Inbetriebnahme. Es genügt am Türrahmen eine Vorrichtung mit Bohrung, in die die Maschinensicherheitssensoren eingeschraubt werden können.
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