Materialdatenlösung für additive Fertigung

Granta Design hat heute die Veröffentlichung von GRANTA MI:Additive Manufacturing, einer neuen Software-Lösung für die Verarbeitung von Werkstoffdaten bei der Entwicklung additiv gefertigter Bauteile, bekannt gegeben. MI:Additive Manufacturing umfasst bewährte Industriepraktiken für die Verwaltung wichtiger Material- und Prozessinformationen in diesem Gebiet und baut auf Grantas Erfahrung aus verschiedenen Additive Manufacturing Projekten auf.

Die Software unterstützt Fertigungsunternehmen dabei:

  • ihre Investitionen und ihr geistiges Eigentum in der Forschung im Bereich additive Fertigung zu schützen.
  • eine Wissensdatenbank aufzubauen, die eine Voraussetzung für ein besseres Verständnis des additiven Fertigungsprozesses darstellt.
  • die Zeit zur Marktreife neuer Produkte zu reduzieren, indem unnötige Arbeiten vermieden und wertvolle Einblicke gewonnen werden.
  • additive hergestellte Bauteile zu qualifizieren und zu zertifizieren.

Die additive Fertigung ('3D-Druck') ist gerade für die Produktion geometrisch komplexer Bauteile eine vielversprechende Technik, die optimale Kosten und eine maximierte Produktleistung garantiert. Sie wird in verschiedenen Industriebereichen, darunter die Luft- und Raumfahrt, die Automobilindustrie und die Medizinbranche, eingesetzt. Um dieses Potential voll auszuschöpfen, wurden in den letzten Jahren signifikante Investitionen in Forschungs- und Entwicklungsprogramme getätigt. Diese Arbeit erzeugt jedoch auch enorme Datenmengen zur Struktur, den Eigenschaften und den Prozessen der involvierten Werkstoffe. Bis jetzt hat es noch kein einfach zu implementierendes System gegeben, mit dem diese Daten erfasst werden können und mit dem sichergestellt ist, dass sie innerhalb der betroffenen Bereiche: Werkstofflieferanten, F&E, Komponentendesign, Simulation und Produktion, effektiv genutzt werden können. MI:Additive Manufacturing ist eine Softwarelösung, die auf der branchenführenden GRANTA MI Materialinformations-Managementsoftware basiert und alle relevanten Daten erfasst, diese nachvollziehbar verarbeitet und sie allen, entsprechend autorisierten Nutzern zur Verfügung stellt. Das System ermöglicht darüber hinaus eine vollständige Rückverfolgbarkeit der Daten.

Ein typischer MI:Additive Manufacturing Arbeitsablauf beginnt mit dem Import von Logfiles direkt aus den additiven Fertigungsanlagen. Das System speichert Prozesskenngrößen, extrahiert aufgezeichnete Daten für bestimmte Bauarten, verlinkt diese Information mit den Lieferantendaten aller Materialchargen, die für die Teileherstellung benötigt wurden und erfasst Versuchs- und Prüfergebnisse. Diese Daten können als Grundlage für statistische Analysen genutzt werden, um mechanische Eigenschaften zu bestimmen, welche dann in Simulations-Software exportiert werden. Die Ergebnisse werden erfasst, um so das Komponentendesign und die Produktion zu optimieren. MI:Additive Manufacturing erhöht die Effizienz bei vielen der individualisierten Aufgaben bei der additiven Fertigung und unterstützt die Zusammenarbeit und den Wissensaustausch.

Im Zentrum von MI:Additive Manufacturing steht die Datenstruktur bzw. das Datenbankschema, das die im System zu erfassenden Datentypen, ihre Wechselbeziehungen und ihre Verarbeitungsoptionen definiert. Diese branchenführende Technologie wird mit den GRANTA MI Materialinformations-Managementwerkzeugen, die sich für die Verwaltung von Werkstoffdaten in zahlreichen Implementierungen bei führenden Technologieunternehmen weltweit bewährt haben, kombiniert.

Eines der Projekte zur additiven Fertigung, an dem Granta beteiligt war, ist AMAZE, eine internationale Zusammenarbeit von 28 Unternehmen und Forschungseinrichtungen, aus der die Entwicklung einer schnellen Produktion fehlerfreier, additiv hergestellter Metallkomponenten hervorgegangen ist. Die Granta Technologie erfasst Erkenntnisse über Werkstoffe, Prozesse und Eigenschaften und ermöglicht die sichere, gemeinsame Nutzung dieser Erkenntnisse. Dies ermöglicht den effizienten Vergleich von Daten, eine Erweiterung des Produktionswissens, eine Verfeinerung der Prozesse, die Integration von Simulationsaktivitäten und eine bessere Koordination des gesamten F&E Programms. Die in diesem Projekt gesammelten Erfahrungen haben die Entwicklung des neuen Softwarepaketes unterstützt.

„MI:Additive Manufacturing kombiniert unsere Kernkompetenz im Materialinformationsmanagement mit den praktischen Erkenntnissen aus Daten der additiven Fertigung, die wir aus unseren Gemeinschaftsprojekten und der Arbeit mit einigen unserer wichtigsten Kunden gewonnen haben“, kommentierte Dr. Patrick Coulter, Chief Operating Officer bei Granta Design. „Das Großartige daran ist, dass es uns diese Erfahrung ermöglichen wird, vielen weiteren Kunden zu helfen, die Interesse an additiver Fertigung geäußert und uns nach einer Lösung für ihr Datenmanagement in diesem Bereich gefragt haben.“

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