3D-Modell für TGA-Planung und Facility Management

Building Information Modeling

Wenn man aus einer Hand Immobilien plant, entwickelt und betreibt, ist es selbstverständlich, dass ein Informationsmodell dem Flächen- und Facility Management dienen soll. Genauso selbstverständlich ist, dass keine in der Planung entstandene Information in einem Mülleimer landen darf. Mittlerweile haben sich Softwarelösungen etabliert, die BIM als eine ganzheitliche Methode für die Entwicklung von Immobilien ermöglichen.

01 2017

AUTOCAD & Inventor Magazin 01/2017

Digital von Anfang an

Liebe Leser,

die Veranstalter der Messe BAU ziehen ein ausgesprochen positives Resümee: mehr als 250.000 Besucher machten sich in diesem Jahr auf den Weg nach München, mit 2.120 Ausstellern waren die Hallen zumal noch nie so gut ausgelastet. Was die Softwarelösungen angeht, stand wieder die digitale 3D-Modellierung im gesamten Bauprozess auf der Agenda, und dafür lassen sich, wie sich zeigte, auch VR-Verfahren gut einspannen. So präsentierte das Fraunhofer Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO ein Konzept, das BIM und virtuelle Realität miteinander verbindet. Die Projektbeteiligten können den Planungsstand somit gleichsam erleben, ohne dass es umständlicher Erklärungen bedürfte.

Abseits der Messehallen jedoch bläst dem Baugewerbe der Wind auch einmal entgegen. Um mehr als zehn Prozent ist etwa der Wirtschaftsbau im vergangenen November in Jahresfrist eingebrochen, und die politischen Unwägbarkeiten trüben die Stimmung. Auch der Flughafen Berlin und andere Großprojekte geben wieder zu reden, und kaum gutes.

Was tun? Zwar wird die Digitalisierung gegen planerische Fehlsteuerungen und die politische Lage erst einmal wenig ausrichten können. Aber sie hilft, Kosten zu sparen und Prozesse schneller zu machen. Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur will denn auch mit einem Masterplan Bauen 4.0 den Einsatz digitaler Planungsmethoden im Rahmen von BIM beschleunigen. Für weitere Pilotprojekte in der Infrastruktur stehen nun Mittel in Höhe von 30 Millionen Euro bereit. Ein nationales BIM-Kompetenzzentrum soll zudem alle Entwicklungen unter seine Fittiche nehmen. Eine BIM-Cloud könnte schließlich den Zugang zu Eigenschaften und Materialien gerade für die kleineren Architekturbüros vereinfachen.

Aufregende Zeiten, und so nimmt die Digitalisierung im Bauwesen auch bei uns in dieser Ausgabe einen herausragenden Platz ein. Was die entsprechenden Entwicklungen für Ingenieure im Hochbau bedeuten oder wie das 3D-Modell neue Geschäftsmodelle initiiert, erfahren Sie in unserem Schwerpunkt ab Seite 52.

Viel Spaß mit der neuen Ausgabe!

Andreas Müller, leitender Redakteur

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