Systemlösungen für den 3D-Druck

BASF, LSS und Farsoon entwickeln gemeinsam Lösungen für Selektives Lasersintern und damit gedruckte 3D-Bauteile /Neues Material zeichnet sich durch hohe Festigkeit und Hitzestabilität aus: BASF, ein Chemieunternehmen, Farsoon Hi-tech, ein Hersteller industrieller 3D-Druckmaschinen für Selektives Lasersintern, sowie Laser-Sinter-Service (LSS), ein Service-Dienstleister für Anlagen zur Additiven Schichtfertigung, bieten gemeinsam ein Gesamtpaket aus Material, Drucker, Technologie und Service für den 3D-Druck an, das individuell auf verschiedene Kundenanforderungen zugeschnitten werden kann. Die Partner präsentieren ihr Angebot auf dem „formnext“-Messestand der Firma LSS (E81, Halle 3.1). Die Fachmesse findet noch bis 20. November 2015 in Frankfurt statt.

Die Herstellung individuell geformter Teile aus Kunststoff mit Hilfe der so genannten additiven Schichtfertigung über ein 3D-Druck-Verfahren gewinnt in der Industrie zunehmend an Bedeutung. Eine Methode in diesem Bereich ist das Lasersintern. Dabei zeichnet ein Laser anhand eines dreidimensionalen Bauplans die Form eines Objekts in ein Pulver, zum Beispiel Polyamid. Das vom Laser getroffene Material schmilzt. So wird nach und nach das gewünschte 3D-Objekt schichtweise aufgebaut.

Bisher werden viele komplexe Kunststoffteile mit dem Spritzgussverfahren hergestellt. Demgegenüber bietet der 3D-Druck entscheidende Vorteile: geringere Kosten bei der Produktion von Kleinserien sowie einen deutlich geringeren Zeitaufwand, da keine Gießform erforderlich ist. Dadurch  können Teilehersteller unter anderem viel schneller und individueller auf Kundenwünsche eingehen.

Die aktuell auf dem Markt angebotenen Materialien genügen allerdings nicht den hohen Anforderungen an industrielle Anwendungen funktioneller Bauteile, wenn es um Beständigkeit bei Dauergebrauch oder mechanische und chemische Beanspruchung geht. Das gilt besonders für form- und gewichtsoptimierte Bauteile in der Luftfahrt-, Automobil-, und Konsumgüterbranche.

“Wir bieten eine offene Plattform, auf der Materialien aller Hersteller verwendet werden können“, erklärt Guido Elbrecht, Geschäftsführer von LSS. „Des Weiteren ist unsere Zusammenarbeit mit BASF und Farsoon offen für potenzielle Kunden, gemeinsam Lösungen zu finden, bei denen Material, Maschine und Prozess exakt auf die funktionalen Anwendungen abgestimmt sind.“ LSS unterstützt seine Kunden durch Beratung, technische Lösungen und Dienstleistungen für generative Fertigungsverfahren. Mit seiner Erfahrung gewährleistet LSS eine erfolgreiche Umsetzung und Fertigung von Kundenanwendungen, bei denen ein neues Material, Polyamid-6, von BASF auf 3D-Druckern von Farsoon eingesetzt wird.

In der Zusammenarbeit hat BASF ein Polyamid-6 Pulver für Lasersinter-Prozesse entwickelt, das gemeinsam mit Partnern und Kunden für spezifische Anwendungen angepasst werden kann. Objekte aus diesem innovativen Material zeichnen sich dabei durch eine höhere Festigkeit und Hitzestabilität aus als Objekte aus dem bisher verwendeten Polyamid-12. „Wir wollen den Kunden Materialien anbieten, die auf Grund ihrer Verarbeitungseigenschaften und in Kombination mit der Maschine von Farsoon besser zur Serienproduktion zum Beispiel von funktionellen Bauteilen geeignet sind“, erklärt Dr. Dirk Simon, Business Director Innovation Business Unit 3D-Printing. „Außerdem zeichnet sich unser Material durch eine gute Recyclingfähigkeit aus.“

“Farsoon hat eng mit BASF und LSS zusammengearbeitet, um ein Gesamtpaket zu entwickeln”, sagt Dr. Xu Xiaoshu, Vorstandsvorsitzender von Farsoon. “Unsere Erfahrung in der Entwicklung von Lasersinter-Systemen und Materialverarbeitung kombiniert mit der Erfahrung der BASF in der Materialentwicklung hat zum Bau eines sehr robusten Druckers geführt, der für ein breites Spektrum an Anwendungen und Materialien geeignet ist.“

 

Bild: Das Herz der BASF-Gruppe ist die BASF SE mit ihrem Stammwerk in Ludwigshafen am Rhein. Mit etwa 250 Produktionsbetrieben, vielen hundert Labors, Technika, Werkstätten und Büros ist es der größte zusammenhängende Chemiekomplex der Welt. Quelle: BASF SE

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