Wohlers Associates und Materialise: Kurs für Additive Fertigung

Wohlers Associates, Inc., ein Consulting-Unternehmen, das sich auf additive Fertigung und 3D-Druck spezialisiert, hat einen dreitägigen Lehrgang zur Konstruktion für die additive Fertigung angekündigt (DfAM). In Zusammenarbeit mit Materialise, einem Anbieter von 3D-Drucksoftware und –Dienstleistungen, findet dieser vom 31. Mai bis 2. Juni 2017 im Hauptsitz von Materialise in Löwen, Belgien, statt.

Wohlers hat mit einigem Erfolg bereits zwei Mal einen ähnlichen Lehrgang für das NASA Marshall Space Flight Center angeboten. Terry Wohlers sagt: „Konstrukteure, Ingenieure und Manager, die etwas darüber erfahren wollen, wie Produkte für die additive Fertigung zu konstruieren sind, werden von mehr als 55 Jahren kombinierter Expertise bei Materialise und Wohlers Associates profitieren.“

Gewicht einsparen durch Topologie-Optimierung

Im Lehrgang werden Experten über die Methoden des DfAM referieren, beispielsweise über die Konsolidierung vieler Bauteile in eine kleinere Anzahl davon. Das kann zu erheblichen Einsparungen bei Kosten, Prozessen, Teileanzahl, Zusammenbau, Arbeit, Vorräten und Zertifizierungsdokumentation führen. Zudem wird der Lehrgang auch die Topologie-Optimierung umfassen, ein Verfahren, die Mathematik entscheiden zu lassen, wo Material zu platzieren ist, um das Verhältnis von Festigkeit zu Gewicht zu optimieren. So entstehen organische und „bionische“ Strukturen, die den Materialeinsatz und das Gewicht bis zu 60 Prozent reduzieren können, ohne dass dabei Abstriche an der Festigkeit in Kauf genommen werden müssten.

Das Bild zeigt einen Ventilblock für die Störklappe (Spoiler) eines Airbus A380, eine Vorrichtung am Flügel, die abbremst oder den Sinkflug einleiten hilft. Die Version links wurde konventionell gefertigt, die auf der rechten Seite wurde mit Designmethoden für die additive Fertigung neu konstruiert und schließlich additiv hergestellt. Sie kam kürzlich beim A380 im Flugbetrieb zum Einsatz. Die additiv gefertigte Version wog 55 Prozent weniger, ein enormer Nutzen bei der Fertigung von Flugzeugen.

Die Teilnehmer werden praktische Erfahrungen sammeln können, indem sie Teile im CAD und mit speziellen Tools für die additive Fertigung konstruieren. Einige der Konstruktionen werden auf der Ausrüstung von Materialise basieren, so dass die Teilnehmer die Ergebnisse prüfen können. Das 3D-Scannen für die maßgeschneiderte Produktentwicklung wird als Übung, die bei den NASA-Konstrukteuren gut ankam, auch mit aufgenommen.

Dr. Olaf Diegel, Associate Consultant, wird als Kursleiter fungieren. Er kann mit Erfahrungen sowohl in der konventionellen Konstruktion und Fertigung als auch in der additiven Fertigung und entsprechenden Konstruktionsverfahren aufwarten.

 

Bild: Ventilblock für die Störklappe eines Airbus A380, eine Vorrichtung am Flügel, die abbremst oder den Sinkflug einleiten hilft. Die Version links wurde konventionell gefertigt, die auf der rechten Seite wurde mit Designmethoden für die additive Fertigung neu konstruiert und schließlich additiv hergestellt. Sie kam kürzlich beim A380 im Flugbetrieb zum Einsatz. Die additiv gefertigte Version wog 55 Prozent weniger, ein enormer Nutzen bei der Fertigung von Flugzeugen. Quelle: Airbus

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