174 Kilometer mit dem Fahrrad durch Salzburg

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Die Stadt Salzburg bemüht sich, dem Image der fahrradfreundlichsten Stadt Österreichs, in der etwa ein Fünftel der Stadtbevölkerung regelmäßig mit dem Rad unterwegs ist, gerecht zu werden. Wichtiger Bestandteil der Förderpolitik ist ein möglichst umfassendes Informations- und Serviceangebot für AlltagsradfahrerInnen, SchülerInnen, Studierende, SeniorInnen und potenzielle UmsteigerInnen. In diesem Zusammenhang konnte Anfang Juli das innovative, online-Routingportal „Radlkarte Salzburg“ veröffentlicht werden.

Im Auftrag des Magistrats Salzburg wurde das Projekt in Kooperation mit der Firma TraffiCon GmbH und dem Salzburger Zentrum für Geoinformatik (Z_GIS), das an der Universität Salzburg als interdisziplinäres Kompetenzzentrum eingerichtet ist, durchgeführt werden. Die Radlkarte ist auf der Homepage der Stadt unter www.stadt-salzburg.at/radlkarte zu finden.

Besonders beim innerstädtischen Radverkehr ist für viele RadfahrerInnen die Frage nach der „sichersten“, das heißt möglichst risikoarmen Verbindung zwischen Ausgangs- und Zielpunkt wesentlich bei der Routenwahl. Mit der „Radlkarte Salzburg“ wurde erstmals ein Routeninformationssystem ausschließlich für RadfahrerInnen konzipiert, das bei der Routenberechnung das Gefährdungspotential und die Bedürfnisse von RadfahrerInnen explizit berücksichtigt. Die Bedienbarkeit des Fahrradroutings ist einfach und intuitiv: Start-, Ziel- und mögliche Zwischenpunkte werden entweder textlich eingegeben oder mit Symbolen in der Karte festgelegt. Die Routenempfehlungen werden anschließend automatisch generiert und in der Karte unmittelbar grafisch dargestellt. Dabei hat der/die NutzerIn die Möglichkeit zwischen der schnellsten und der empfohlenen Route zu wählen. Die empfohlene Route baut auf einer Vielzahl von Informationen zur Infrastruktur (Radweg), Verkehrsstärke und Beschilderung auf. Damit wird gewährleistet, dass die empfohlenen Routen vor allem für den/die sicherheitsbewusste/n RadfahrerIn möglichst optimal sind. Ein Umstand, der vor allem für Schulkinder oder SeniorInnen von großer Wichtigkeit ist.

Unter Einsatz innovativer Methoden der Geoinformatik konnten die Salzburger Wissenschaftler des Zentrums für Geoinformatik (Z_GIS) aus sämtlichen straßenbezogenen Daten eine bisher einzigartige Anwendung zur Fahrradroutenplanung umsetzen. Als ergänzende, für RadfahrerInnen relevante Information wurden besonders wichtige Punkte in die Anwendung integriert: Rad-Selfservice-Stationen, Radgaragen oder Haltestellen von Bus und S-Bahn sind durch einen Klick auf das gewünschte Symbol abrufbar. Für das Jahr 2013 sind auch ein entsprechendes Handy-App sowie eine regionale Erweiterung in Planung.

 Bild Z_GIS – Zentrum für Geoinformatik: Routenplaner “Radlkarte Salzburg”.

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