25 Jahre: Contact Software feiert mit Anwendern

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Rund 250 Teilnehmer kamen zur Anwenderkonferenz „Open World“ (17. und 18. Juni in Bremen) des PLM- und Projektmanagement-Softwarehauses Contact. Neben dem neuen Release CIM Database 11 und Neuerungen zu kollaborativen Entwicklung stand der 25. Geburtstags des Unternehmens Contact Software auf der Tagesordnung.
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Rund 250 Teilnehmer kamen zur Anwenderkonferenz „Open World“ (17. und 18. Juni in Bremen) des PLM- und Projektmanagement-Softwarehauses Contact. Neben dem neuen Release CIM Database 11 und Neuerungen zu kollaborativen Entwicklung stand der 25. Geburtstags des Unternehmens Contact Software auf der Tagesordnung.

Contact selbst hielt sich mit Rückschauen zurück und stellte lieber neue Techniken und Zukunftspläne in den Vordergrund. Um Rückschau kümmerten sich langjährige Anwender, wie Dietmar Fillinger von der Stuttgarter Straßenbahnen AG, einer der ersten großen Kunden von Contact. Er erinnerte an die Zeit, als manche Unternehmen noch zweimal überlegen mussten, ob das junge Bremer Softwarehaus überhaupt eine Zukunft habe. Eigentlich hatte man sich für ein anderes System eines damaligen Platzhirschen entschieden, nach einiger Zeit und einem drohendem Scheitern des Projektes kam Contact zum Zug. Eine gute Entscheidung, wie Fillinger unterstrich, gehöre das kleine Unternehmen von Damals heute doch zu den Großen in der Branche.

Zudem sprach Prof. Alfred Katzenbach, der bis 2013 im Daimler-Konzern das Thema PLM verantwortete, schilderte den technologischen Wandel der letzten Jahrzehnte hin zu immer Software in den Produkten und zeigte auf, dass auch das PLM hier mithelfen kann, die Software, Mechanik und Elektronik in der Entwicklung näher zueinander zu bringen. Das Plenum schloss Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer ab und sprach über die Veränderungen, die sich in Zukunft durch Industrie 4.0 und die Digitalisierung der Produkte ergeben: „Wir dürfen nicht nur die Fabrik betrachten. Um Losgröße 1 produzieren zu können, muss sich auch die Entwicklung individualisieren.“

Komponentenarchitektur und Eco-System

„Die Vernetzung cyberphysischer Systeme über das Internet ist ein wichtiger Treiber für die Komplexität“, sagte Geschäftsführer Zachries in seiner Keynote. „Mechatronische Produkte mit hohem Softwareanteil werden zum Standard. Das müssen wir als PLM-Hersteller durch agile Lösungen unterstützen.“

Zudem beleuchtete Zachries zu diesem Anwendertreffen die Komponenten-Architektur unter den Contact Produkten näher. Deren Entwicklung ist bereits seit einigen Jahren im Gange. Nun hat das Kind mit „Contact Elements“ auch einen Namen. Mit Elements glaubt das Unternehmen das Deployment von neuen Elementen in Bestandslösungen und die Konfiguration spezifischer Produkte und Lösungen für spezielle Zielgruppen stark zu vereinfachen. Zachries hob auch eine Art Eco-System hervor, das sich bereits rund um Contact Elements bildet. Kunden selbst und auch Software-Drittanbieter können sehr einfach eigene Lösungen in diese Plattform und damit in die Contact-Produkte integrieren.

Aktuelle Beispiele für den Einsatz von Contact Elements sind die Datenmanagementlösung E³EDM für das E-CAD-System E³.series des japanischen Software-Herstellers Zuken oder das Angebot des CAE-Spezialisten ISKO Engineers für das Simulationsdatenmanagement. Partner spielen auch für die Internationalisierungsstrategie des Unternehmens eine wichtige Rolle. Contact baut sein Partnernetzwerk kontinuierlich aus und setzt aktuell Schwerpunkte in Asien.

Peter Bilello von CIMdata, ein Kenner der globalen PLM-Szene, bescheinigte Contact denn auch, mit Elements die richtige Strategie zu haben: „PLM has to evolve to a platform to be successful in the future.“ Wesentliches Merkmal der Contact-Plattform, die auf Standards und Open Source-Komponenten aufsetzt, sei ihre Offenheit und Skalierbarkeit.

Visual PLM

Contact hat die Komponentenarchitektur mit dem Ziel entwickelt, die Release-Zyklen von Plattform und Anwendungen unabhängig voneinander zu machen und Innovationen schneller in den Markt zu tragen, wie Entwicklungsleiter Frank Patz-Brockmann erklärt. Wesentliche Neuerung der aktuellen Version 2015 von Elements ist die strategische Ausrichtung auf HTML5 und die Web-Technologie. So soll das webbasierte User Interface mittelfristig den Windows-Client vollständig ersetzen und Anwendern noch bessere Möglichkeiten der Navigation, Exploration und Interaktion bieten.

Erstes Beispiel für das neue Web User Interface ist ein neues Angebot für Anwender, die sich im PLM-Datenbestand beauskunften wollen. Anwenderkreise wie etwa Mitarbeiter in der Fertigung oder Manager sollen damit jederzeit sehr schnell und ohne besondere Vorkenntnisse auf die gewünschte Information zugreifen können.

Eins der Highlight der neuen Version ist das webfähige, hoch performante 3D Spatial Connect, das als Web-Plug-In auch bereits jetzt ab CIM DATABASE 10.1 allen Anwendern im Windows-Client zur Verfügung steht. Das Plug-In unterstützt – unabhängig vom CAD-System – die visuelle Interaktion mit den 3D-Modellen direkt im PLM-Kontext und zeichnet sich durch enge Verzahnung mit den typischen Aufgaben der Fachanwender aus. Die neue Visualisierungslösung soll in alle relevanten Anwendungen einfließen; für den mBOM Manager und das Variantenmanagement in CIM Database PLM ist dies bereits umgesetzt.

Eine für viele Branchen wichtige Neuerung ist auch das zusammen mit dem Medizintechnik-Hersteller Olympus Surgical Technologies entwickelte digitale Signaturverfahren, das den zunehmend strengen Compliance-Anforderungen Rechnung trägt. Es ergänzt das bereits bisher sehr leistungsfähige Dokumentenmanagement und kann darüber hinaus auch für reine Datenobjekte wie etwa Anforderungen oder Produktstrukturen eingesetzt werden.

Multi-Projektmanagement und -CAD-Datenmanagement

Das Unternehmen hat auch das Multi-Projektmanagement weiterentwickelt. Dies soll das Management des Produktportfolios für die Führungsebene erleichtern und gleichzeitig die Projektabwicklung besser unterstützen. Dass Projektmanagement-Lösungen generell mehr für die Projektmitarbeiter selbst tun müssten, unterstrich Dr. Mey Mark Meyer, Mitherausgeber der BARC-Studie „Project Management Software Systems“. Als Beispiel nannte er das Aufgabenmanagement (Task Management) als tragende Säule der Projektarbeit. Das neue Multi-Projektmanagement und viele weitere Neuerungen stehen nun in integriert in CIM Database 11 als auch in der Project Office Version 4.0 zur Verfügung, die die ausgewählte Funktionen der Elements Plattform in einem dedizierten Produktangebot für das Projekt- und Prozessmanagement bündelt.

Contact investierte zudem kontinuierlich in seine innovative CAD-Datenmanagement-Technologie Workspaces, die ausgewählte „Classic-Kopplungen“ ersetzen wird. Für den Umstieg auf die vorgestellte Version 3.7 des Workspace-Managers sprechen gute Gründe wie die optimale Datenorganisation, die gute Unterstützung des Work in Progress und eine dedizierte Migrationsunterstützung. Das Unternehmen gab zudem einen Blick ins „Labor“. Unter dem mit einem Augenzwinkern versehenen Motto „Faster than light“ sollen zukünftig vor allem sehr große Baugruppen von einer noch einmal substanziellen Performance-Steigerung profitieren, so dass der Ladevorgang durch das CAD-System selbst nur noch der entscheidende Performance-Indikator sein wird.

Das beste aus der Praxis

Insgesamt standen in diesem Jahr über 40 Keynotes und Vorträge auf dem Programm, darunter viele spannende Kundenbeiträge. So hat Sumitomo Electric Bordnetze auf Basis von CIM Database PLM ein standortübergreifendes Änderungsmanagement aufgebaut, durch das allein 2014 etwa 12.000 Änderungsmeldungen geschleust wurden. Das PLM-System ist zentraler Baustein für die ISO 27001-Zertifizierung. Die SGF Süddeutsche Gelenkscheibenfabrik hat ihre unternehmensweite PLM-Installation um ein System zur Beauftragung von Musterteilen sowie zur Steuerung von Prüfabläufen erweitert. Um den Configure-to-Order-Prozess besser zu unterstützen, synchronisiert Tieflader-Hersteller Faymonville Konstruktions- und Fertigungsstücklisten mit dem neuen mBOM Manager des PLM-Systems. MKN, Spezialist für Großküchentechnik, sichert seine starke Expansion im internationalen Markt durch die Umstellung auf Workspaces ab.

Die DB Fernverkehrs AG nutzt Project Office im aktuellen ICE 3 Redesign-Projekt. Einer der wesentlichen Gründe für die Wahl von Contacts Projektmanagement-Lösung war das integrierte leistungsfähige Dokumentenmanagement. Eberspächer Exhaust Technology hat auf Basis der gleichen Software ein umfassendes Programm-Management aufgebaut, das für einen höheren Reifegrad in den frühen Projektphasen sorgt und den Aufwand beim Übergang in die Serie reduziert. Der Spezialist für hydraulische Antriebe und Steuerungen Weber Hydraulik setzt ebenso wie das mittelständische Ingenieurbüro HLS auf die Lösung, um die Abwicklung globaler Projekte zu optimieren.

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