28.04.2021 – Kategorie: Fertigung & Prototyping

3D-Druck-Anwendungen: Wo Nutzer Potenziale und Probleme sehen

3D-Druck-AnwendungenQuelle: FrameStockFootages/Shutterstock.com

In der siebten Ausgabe des Reports „The State of 3D Printing“ vom 3D-Druck-Dienstleister Sculpteo äußern sich 1’900 Anwender zum aktuellen Stand und zur Zukunft additiver Technologien.

  • Die Nutzung des 3D-Drucks nimmt weltweit zu, aber wie sehen die Nutzer des 3D-Drucks auf den verschiedene Kontinenten die Zukunft dieser Technologie?
  • Damit beschäftigt sich der Report „The State of 3D Printing“, durchgeführt vom 3D-Druck-Dienstleister Sculpteo.
  • Der diesjährige Bericht fasst die Ansichten von mehr als 1’900 Befragten aus der ganzen Welt zu 3D-Druck-Anwendungen zusammen.

Die siebte Ausgabe des Reports „The State of 3D Printing“ zu aktuellen Trends bei 3D-Druck-Anwendungen ist die bislang internationalste: Anwendern aus 86 verschiedenen Ländern sind mit ihren Antworten vertreten. Die Befragten sind hauptsächlich CEOs, Forscher oder Teil eines F&E-Teams, wobei 60 Prozent der 3D-Druckanwender einen technischen Hintergrund vorweisen können. 66 % der Anwender haben mehr als drei Jahre Erfahrung mit 3D-Druck-Anwendungen und additiver Fertigung. Die Themen des Reports sind:

  • Wie wird der 3D-Druck eingesetzt?
  • Was ist die Sicht auf den 3D-Druck?
  • Geschäftsstrategie für 3D-Druck
  • Der ROI des 3D-Drucks
  • Die Wertschöpfung
  • Strategie-Entwicklung
  • COVID-19 und 3D-Druck

3D-Druck-Anwendungen gewinnen in der Fertigung an Fahrt. Sie werden nun als echtes Produktionsverfahren angesehen. 49 Prozent der Power-User (Anwender des 3D-Drucks im beruflichen Kontext mit erheblichen Investitionen und Erfahrung im Umgang mit der Technologie) geben an, dass sie den 3D-Druck schon für die Großserienproduktion einsetzen. 3D-Druck kommt zunehmend für mechanische Endverbraucherteile und Konsumgüter zum Einsatz. Auch der Werkzeugbau entwickelt sich zu einer wichtigen Anwendung.

3D-Druck-Anwendungen gleichen Defizite der traditionellen Fertigung aus

Im vergangenen Jahr rückte mit der Corona-Krise die 3D-Druckindustrie ins Rampenlicht. Der Bedarf nach neuen medizinaltechnischen Produkten ließ sich auch mit neuen 3D-Drucklösungen schnell und flexibel abdecken. Der 3D-Druck konnte hier die Defizite in der traditionellen Fertigung ausgleichen. Immerhin 30 Prozent der Unternehmen konstatieren eine Zunahme der 3D-Druckaktivitäten als Reaktion auf die Pandemie.

Damit die Branche über diese Notlage hinaus wachsen kann, müssten nach Ansicht der Befragten drei Hürden überwunden werden, die die Akzeptanz der additiven Technologien einschränken. Sie sehen niedrigere Einstiegskosten, zuverlässigere Technologien und eine größere Materialvielfalt als entscheidend für das Wachstum von 3D-Druck-Anwendungen in der Fertigung an.

Zunahme von Inhouse-Lösungen

Schon 52 Prozent der Befragten nutzten den 3D-Druck für mechanische Endverbrauchsteile und 27 % für Konsumgüter. Das zeige, so die Verfasser, wie weit sich Technologien, Materialien und Nachbearbeitungslösungen bereits entwickelt haben. Der Punkt sei erreicht, an dem sich 3D-gedruckte Teile nicht mehr von solchen unterscheiden ließen, die im Spritzguss entstanden seien.

Die Verfasser des Reports konstatieren eine Zunahme von Desktop-3D-Drucktechnologien als Inhouse-Lösungen. Aufwändigere Technologien wie SLS und MJF werden
nach wie vor hauptsächlich durch externe Dienstleister genutzt.

Qualitätskontrolle und Nachbearbeitung sind wichtige Herausforderungen

Wichtige Herausforderungen bei 3D-Druck-Anwendungen bleiben die Qualitätskontrolle (53 Prozent der Befragten), die Nachbearbeitung (42 Prozent) und die Datenaufbereitung (33 Prozent) Gerade Unternehmen, die additive Fertigung für anspruchsvollere Projekte einsetzen, erwarten mehr Konsistenz und Wiederholbarkeit in der Qualität der Teile. Auch Möglichkeiten für eine skalierbare Nachbearbeitung sind dort besonders gefragt.

Zugang zum kompletten Report: https://www.sculpteo.com/en/ebooks/state-of-3d-printing-report-2021/

Erfahren Sie hier mehr über die Ergebnisse der Studie „The State of 3D Printing“ im vergangenen Jahr.

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