21.09.2016 – Kategorie: Fertigung & Prototyping, Hardware & IT, Management

3D-Druck-Lösungen für Industrie und Bildung

MakerBot, Anbieter im Bereich des Desktop-3D-Drucks, kündigte neue 3D-Druck-Lösungen an, die sich verstärkt an den gestiegenen Bedürfnissen von Industrie und Bildung orientieren. Diese sollen Ingenieuren und Designern einen schnelleren und effektiveren Weg zur Ideengenerierung eröffnen. Andererseits könnten Pädagogen von der verbesserten Möglichkeit profitieren, 3D-Druck in den Unterricht zu integrieren und die Problemlösungsfähigkeiten zu fördern.

MakerBot, Anbieter im Bereich des Desktop-3D-Drucks, kündigte neue 3D-Druck-Lösungen an, die sich verstärkt an den gestiegenen Bedürfnissen von Industrie und Bildung orientieren. Diese sollen Ingenieuren und Designern einen schnelleren und effektiveren Weg zur Ideengenerierung eröffnen. Andererseits könnten Pädagogen von der verbesserten Möglichkeit profitieren, 3D-Druck in den Unterricht zu integrieren und die Problemlösungsfähigkeiten zu fördern.

Die neuen Anwendungen MakerBot Print und Mobile sind so konzipiert, dass Fachleute den MakerBot leicht in ihren Prozess integrieren können. Pädagogen unterstützen sie in der Heranführung von Schülern an das Thema 3D-Druck. Diese Anwendungen helfen dabei, den Prozess der Druckvorbereitung zu optimieren, Zeit zu sparen und höherwertige Drucke zu erstellen. Der neue MakerBot Replicator+ und Replicator Mini+ wurden mit dem Ziel eines verbesserten Druckergebnisses überarbeitet und getestet — das bedeutet schnellere, einfachere und zuverlässigere Drucke mit einem größeren Bauvolumen. Mit dem Slate Gray Tough PLA Filament Bundle können Ingenieure strapazierfähigere und bruchfestere Prototypen und Vorrichtungen erstellen. Für Pädagogen bringt MakerBot Thingiverse Education heraus, wo sie verschiedene, von Pädagogen entwickelte Lehrinhalte zu 3D-Druck entdecken können. 

„In den vergangenen Jahren haben wir hier bei MakerBot einen kulturellen Wandel durchlaufen, in dem Zuhören und Verständnis für die Bedürfnisse unserer Kunden die Eckpfeiler unseres Unternehmens wurden. Als Ergebnis haben wir ein eingehenderes Verständnis für die gestiegenen Bedürfnisse von Fachleuten und Pädagogen gewonnen, welches unseren Produktentwicklungsprozess inspiriert hat“, sagte Jonathan Jaglom, CEO von MakerBot. „Unsere neuen Lösungen für Fachleute und Pädagogen basieren auf dem Feedback, das sich darauf bezieht, wie wir den iterativen Designprozess beschleunigen und optimieren und den Unterricht mit einem Desktop 3D-Drucker einfacher und effektiver gestalten können.

Vernetzte 3D-Drucklösungen

Die Einbindung des Desktop 3D-Drucks in ihren Design-Prozess kann herausfordernd und zeitaufwändig sein. Aus diesem Grund hat der Anbieter vernetzte 3D-Drucklösungen entwickelt, die den Prozess vereinfachen sollen. Die neue Version von MakerBot Mobile führt den Benutzer Schritt für Schritt intuitiv durch die Erst-Einrichtung des Druckers. Sobald alles läuft, hilft die neue MakerBot Print Software dabei, die 3D-Druckerfahrung bei jeglichen Arbeitsschritten zu optimieren. Beispielsweise ermöglicht[1] dies den Import von gängigen CAD-Dateien[2] und Baugruppen. Diese neue Funktion eliminiert die Notwendigkeit für STL-Dateien und könnte zu Zeiteinsparungen führen, indem die Anzahl der für jede Iteration zu verwaltenden Dateien reduziert werden. Benutzer können nun auch 3D-Dateien sowie mehrere Bauplatten in Projekten verwalten sowie Projektdateien einfach als Anhang versenden und mit anderen zusammenarbeiten. Das Speichern von Informationen als komplette Projektdatei anstelle von einzelnen Modell-Dateien ermöglicht es Benutzern, die Druck- sowie Bauplatteneinstellungen von einem oder mehreren Designs als eine Datei zu speichern.

MakerBot Print verspricht auch den Prozess der Druckvorbereitung zu verbessern, Zeit zu sparen und Nutzern zu helfen, qualitativ hochwertige Ergebnisse zu erzielen. Die neue automatische Positionierungfunktion positioniert Objekte automatisch über mehrere Bauplatten hinweg, sodass sie gleichzeitig oder nacheinander gedruckt werden. Mit dynamischen Druckeinstellungen[3] können Benutzer die Einstellungen wie Schichtauflösung oder Füllung für jedes einzelne Modell auf der Bauplatte ändern und Druckzeit einsparen, indem sie Modelle mit unterscheidlichen Druckeinstellungen gleichzeitig drucken. Eine neue Druckvorschau-Option ermöglicht Benutzern die Überprüfung des Smart-Extruder+-Pfades, um mögliche Anpassung vor Druckbeginn vorzunehmen. Benutzer können entweder jede einzelne Schicht überprüfen oder eine animierte Videovorschau abspielen, um die Platzierung von Supportmaterial zu sichten sowie die Druckbarkeit kleinster Details zu überprüfen.

MakerBot Print und die neue MakerBot Mobile App unterstützen verschiedene Büro- oder Klassenzimmer-Setups, die auf der Fernüberwachung und Druckfähigkeiten aufbauen. Einzelne Benutzer und kleine bis große Organisationen haben nun die Flexibilität, mehrere 3D-Drucker außerhalb des Büros oder der Schule, in verschiedenen Gebäuden oder sogar in verschiedenen Teilen der Welt durch Live-Kamerabilder und durch den Status des Drucks zu kontrollieren und zu überwachen. MakerBot Print und eine aktualisierte Version von MakerBot Mobile sind ab sofort verfügbar.

Festeres Material und robustere Konstruktion

Der neue MakerBot Replicator+ und Replicator Mini+ wurden mit dem Ziel eines verbesserten Druckergebnisses überarbeitet und getestet – dies bedeutet schnellere, einfachere und zuverlässigere Drucke mit größerem Bauvolumen. Beide Drucker verfügen durch festeres Material und robustere Konstruktion über verbesserte Verfahrachsen und liefern konsistente und vorhersagbare Druckergebnisse. Die neuen 3D-Drucker von MakerBot durchliefen im Lauf der Entwicklung eine mehr als 380’000 stündige Überprüfung[4] der Druck- und Teilkomponenten, um eine zuverlässige, qualitativ hochwertige Leistung zu gewährleisten. Während dieses Prozesses arbeitete MakerBot eng mit Stratasys zusammen, um neue, konsistente Abläufe für verbesserte Druckqualität, Überprüfung der Produktlebensdauer und Validierung der Testergbenisse zu gewährleisten.

Der neue MakerBot Replicator+ und Replicator Mini+ sind schneller und leiser als ihre Vorgänger und verfügen über ein größeres Bauvolumen, um größere Modelle oder mehrere Drucke gleichzeitig zu erstellen. Der MakerBot Replicator+ ist nach Angabe des Herstellers rund 30 Prozent schneller, hat einen 25 Prozent größeren Bauraum und ist 27 Prozent leiser als der Vorgänger aus der 5. Generation. Der MakerBot Replicator Mini+ ist danach rund 10 Prozent schneller[5], hat eine 28 Prozent größeren Bauraum und ist 58 Prozent leiser als der MakerBot Replicator Mini Compact 3D-Drucker. Beide Geräte sind mit einem austauschbaren MakerBot Smart Extruder+ ausgestattet, der entwickelt und getestet wurde, um eine gesteigerte Druckleistung über einen längeren Zeitraum hinweg zu erzielen.

Berechenbarkeit und Präzision

In puncto 3D-Druck legen Designer und Ingenieure großen Wert auf Berechenbarkeit und Genauigkeit der Drucke im Vergleich zum digitalen Modell. In dieser Hinsicht sollen die beiden Geräte mehrere Aspekte der Druckqualität verbessern helfen, einschließlich Druckgenauigkeit, Oberflächenstruktur und reduziertem Bauteilverzug. Diese Verbesserung der Druckqualität wurde durch die neu konzipierte Hardware ermöglicht, einschließlich der Verfahrachsen, Bauplatte und Extruderschlitten (nur für Replicator+) in Kombination mit fein abgestimmter Firmware und neuen Software-Parameter-Werkzeugen. Der MakerBot Replicator+ verfügt auch über eine flexible Bauplatte, sodass größere Drucke durch leichtes Biegen der Platte einfach entfernt werden können. Die neue Bauplatten-Oberfläche, die bei beiden neuen Druckern enthalten ist, sorgt dafür, dass Drucke auch ohne blaue Haftfolie noch besser haften, was zu einer verbesserten Zuverlässigkeit und reduziertem Verzug führt. Überarbeitete Rafts und Stützmaterialien lassen sich einfacher herausbrechen und man erhält bei gedruckten Modellen eine saubere Oberfläche.

Das Design-Team von Canary, das am schnellsten wachsenden Startup-Unternehmen für Haussicherheit, hat eine zeitlang MakerBot 3D-Drucker verwendet und vor kurzem die Chance, die neuen Lösungen für Fachleute zu testen. „Der Einsatz eines MakerBot Desktop 3D-Druckers verhalf uns, die Entwicklung der neuen Canary Flex durch mehrere Iterationsdurchläufe zu beschleunigen“, sagte James Krause, Director of Industrial Design bei Canary. „Wir waren begeistert, den neue MakerBot Replicator+ zu testen und bemerkten sofort den schnelleren Workflow, sowie die immense Verbesserung der Druckqualität und Geschwindigkeit.“

Die Preisempfehlung des Herstellers liegt für den MakerBot Replicator+ bei 2’499 und beim MakerBot Replicator Mini+ bei 1’299.- Euro. Beide Produkte sind ab sofort verfügbar. MakerBot bietet bis zum 31. Oktober 2016 den MakerBot Replicator+ zu einem Einführungspreis von 1’999 Euro und den MakerBot Replicator Mini+ zu 999 Euro (*zzgl. gesetzl. MwSt.) an.

Filamente

Der Hersteller bringt auch ein neues Slate Gray Tough PLA Filament Bundle auf den Markt, mit dem Profis strapazierfähigere und bruchfestere Prototypen und Vorrichtungen erstellen könnten, die Zeit und Geld in der Prüfung einsparen. Das neue Bundle besteht aus drei Spulen MakerBot Slate Gray Tough PLA Filament und dem Tough PLA Smart-Extruder+. MakerBot Tough PLA vereint die besten Eigenschaften von PLA und ABS Filament: Es soll so robust wie ABS mit ähnlicher Zug-, Druck- und Biegefestigkeit sein und genauso einfach und zuverlässig wie PLA drucken. Es ist so konzipiert, dass es bis zum Bruch strapazierfähiger ist, ähnlich wie ABS. Aufgund dieser Eigenschaften eignet es sich besonders für funktionale Prototypen und den Prototypenbau von Werkzeug und Vorrichtungen. MakerBot Tough PLA wurde getestet und optimiert, um zuverlässig und einfach mit dem Tough PLA Smart-Extruder+ zu drucken. Die Preisempfehlung für das Slate Gray Tough PLA Filament Bundle liegt bei 379 € (zzgl. gesetzl. MwSt.). Es ist ab sofort verfügbar.

„Das neue MakerBot Tough PLA ist für Funktionsdrucke bestens geeignet. Wir verwenden es vor allem für Prototypenteile und Vorrichtungen zum Testen von Produktzyklen“, sagte Mack Mor, Senior Product Engineer bei OXO, die das MakerBot Tough PLA über die vergangenen Monaten bereits testet haben. „Die Flexibilität ist entscheidend für Bauteile, die nicht brechen, sogar mit dünnen Elementen die normalerweise problematisch sein würden. Die Haftung der Zwischenschichten ist stark, aber der Raft kann sehr einfach entfernt werden. Das Material gleitet auch gut, sodass es sich auch für Schnapphaken eignet.“

Um Ingenieuren und Designern zu helfen, ihre Prototypen zu optimieren, wird MakerBot auch Schritt-für-Schritt-Anleitungen auf den Markt bringen. Diese erklären die verschiedenen Techniken wie Kleben, Schleifen, Lackieren, Vakuumformen, Gewindeeinsätze und Silikon-Spritzguss.

Thingiverse Education

Thingiverse Education ist eine neue Plattform, die es Lehrenden ermöglicht, sich miteinander zu verbinden, bewährte Verfahrensweisen zu erlernen sowie Wissen auszutauschen. Die Plattform bietet bereits mehr als 100 Unterrichtspläne an, die von anderen Pädagogen erstellt und von den Bildungs- und Lehrplanexperten bei MakerBot überprüft wurden. Pädagogen können Unterrichtspläne nach Thema, Klassenstufen und Niveau filtern und, im Sinne von Thingiverse, angepasst an die spezifischen Lernziele mischen. „Wir glauben, dass die Einführung von 3D-Druck in der Schule nur dann erfolgreich sein kann, wenn die Technologie die Ziele des Lehrers ergänzt“, sagte Drew Lentz, MakerBot Learning Manager. „Mit einem neuen Bereich auf Thingiverse, der sich dem Lehrinhalt widmet, können sich Lehrer in einer großen Gemeinschaft von Pädagogen engagieren, um Unterrichtspläne und Ressourcen sowie mehr Möglichkeiten für den Einsatz von 3D-Druck im Unterricht als je zuvor zu finden.“

 

[1] Nur für Windows-Geräte. Mac-User können STL-Baugruppen importieren

[2] Folgende Dateiformate warden unterstützt: MakerBot (.makerbot), STL (.stl), SolidWorks (.sldprt, .sldasm), InventorOBJ (.ipt, .iam), IGES (.iges, .igs), STEP AP203/214 (.step, .stp), CATIA (.CATPart, .CATProduct), Wavefront Object (.obj), Unigraphics/NX (.prt), Solid Edge (.par, .asm), ProE/Creo (.prt, .prt., .asm, .asm.), VRML (.wrl), Parasolid (.x_t, .x_b)

[3] Die Dynamic Print Settings Features sollen in rund einem Monat verfügbar sein.

[4] Diese Zahl umfasst das Testen des MakerBot Replicator+, MakerBot Replicator Mini+, Smart Extruder+ sowie anderer Komponenten.

[5] Diese Zahl basiert auf internen Tests von MakerBot. Die Druckgeschwindigkeit variiert je nach Geometrie des Bauteils.

 


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