3D-Scanning — erschwinglich für alle

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Trotz steigender Nachfrage sind 3D-Scanner derzeit entweder teuer oder liefern verhältnismäßig schlechte Daten. Mit einer Software, die Kameras und Projektoren in 3D-Scanner verwandelt, soll sich das ändern.
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3Digify – DFKI-Technologie bringt neues Spin-off auf den Weg: Trotz steigender Nachfrage sind 3D-Scanner derzeit entweder außerordentlich teuer oder liefern verhältnismäßig schlechte Daten. „3Digify Technologies“, die jüngste Ausgründung des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI) und der Technischen Universität (TU) Kaiserslautern hat eine neue Software „3Digify“ entwickelt, die handelsübliche Kameras und Projektoren in leistungsstarke 3D-Scanner verwandelt. Preis-Leistungsverhältnis und Flexibilität eines mit 3Digify zusammengestellten Systems sollen hochwertige 3D-Scantechnik erstmals für jeden erschwinglich machen. Das Unternehmen präsentiert seine neuen Technologien ab 14. März 2016 auf der CeBIT in Hannover. Zeitgleich startet es eine Crowdfunding-Kampagne, mit dem Ziel einen Teil der neuen Technologien des Unternehmens der Allgemeinheit als quelloffene Software (Open Source) kostenlos zur Verfügung zu stellen.

Durch die steigende Verfügbarkeit von 3D-Druckern und die Möglichkeit 3D-Modelle im Web zu veröffentlichen oder sie auf mobilen Endgeräten wiederzugeben, steigt der Bedarf an Technologien zur 3D-Digitalisierung seit einigen Jahren stark an. Wissenschaftler des DFKI-Forschungsbereichs Erweiterte Realität haben diesen Trend frühzeitig erkannt: Seit 2009 wurden unter der Leitung von Prof. Didier Stricker, Wissenschaftlicher Direktor am DFKI und Professor für Informatik an der TU Kaiserslautern, mehrere neuartige 3D-Scanner entwickelt. Die Ergebnisse dieser Forschung werden durch das im Januar 2016 gegründete Spin-off 3Digify Technologies weiterentwickelt und vermarktet.

3Digify verfolgt konsequent das Ziel, hochwertige Scantechnologie für jeden verfügbar zu machen. Die Firma bietet Plug-and-Play Software an, die vom Anwender bereitgestellte Kameras und Projektoren (Beamer) in leistungsfähige 3D-Scanner verwandelt. Durch die Auswahl entsprechender Geräte kann der Anwender sowohl Preis als auch Leistung des Systems selbst bestimmen. Da 3Digify 3D-Punkte pro Kamerapixel rekonstruiert, sind Auflösung und Qualität der Kameras maßgeblich für die Güte des 3D-Scans verantwortlich. Mit Webcams und einem Beamer der unteren Leistungsklasse lässt sich ein System bereits ab 150 Euro realisieren. Spiegelreflexkameras aus dem Einsteigersegment bieten für etwa 1500 Euro eine Lösung, welche die Qualität vieler bereits am Markt verfügbarer Systeme übertrifft – zu einem Bruchteil der Kosten.

Um die Weiterentwicklung der Software zu finanzieren und das Marktvolumen korrekt einzuschätzen, führt 3Digify Technologies ab 14. März 2016 eine Crowdfunding-Kampagne bei Kickstarter durch: https://www.kickstarter.com/projects/3digify/3digify-build-your-own-professional-3d-scanner

Sollte die Kampagne erfolgreich verlaufen, würde die Erfassung der Geometrie, das heißt die Vermessung von Objekten, kostenlos angeboten. Sind weitere Daten wie beispielsweise die Farbe des Objektes gewünscht, können Anwender für ca. 40 Euro im Monat Zugang zu allen Funktionen des Programms abonnieren.

Teile der Software sollen außerdem quelloffen angeboten werden. So ist es für Endanwender möglich, die Abläufe des Programms zu verändern, 3D-Scanning in eigenen Anwendungen zu verwenden oder exotische Kameras selbst zu integrieren. Dieses Open-Source-Konzept wird auch für optionale Peripherie wie beispielsweise Drehteller gelten: Quellcode, Baupläne und Bauteile zum Ausdrucken in 3D können zukünftig unter www.3digify.com heruntergeladen werden. 3Digify findet sich auf der CeBIT 2016 am Rheinland-Pfalz Gemeinschaftsstand (14.-18.03.2016, Halle 6, Stand C17) und auf der Hannovermesse 2016 (25.-29.04.2016).

Als Karrieresprungbrett für junge Wissenschaftler in Führungspositionen in der Industrie oder in die Selbstständigkeit fördert das DFKI die Ausgründung von Unternehmen gezielt, wodurch bereits über 1’700 hochqualifizierte Arbeitsplätze entstanden sind.

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