3D-Sensorsystem erkennt Insassen und Objekte im Fahrzeuginnenraum

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on xing
Share on whatsapp
Share on email
Share on print

3D-Sensorsystem erkennt Insassen und Objekte im Fahrzeuginnenraum

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on xing
Share on whatsapp
Share on email
Share on print

ZF entwickelt derzeit ein 3D-Beobachtungssystem für Fahrzeuginnenräume, das Fahrzeuginsassen dreidimensional erkennen und klassifizieren kann. Es bestimmt ihre Größe, Lage und Position und stellt fest, ob sie das Fahrzeug über das Lenkrad aktiv kontrollieren und ob sie die automatisierten Fahrfunktionen überwachen. All dies sind wesentliche Daten, um erweiterte Sicherheits- und automatisierte Fahrfunktionen zu unterstützen.

zf_3d-sensorik_02

ZF entwickelt derzeit ein 3D-Beobachtungssystem für Fahrzeuginnenräume, das Fahrzeuginsassen dreidimensional erkennen und klassifizieren kann. Es bestimmt ihre Größe, Lage und Position und stellt fest, ob sie das Fahrzeug über das Lenkrad aktiv kontrollieren und ob sie die automatisierten Fahrfunktionen überwachen. All dies sind wesentliche Daten, um erweiterte Sicherheits- und automatisierte Fahrfunktionen zu unterstützen.

ZF ist bekannt als einer der weltweit führenden Hersteller von nach vorn gerichteten Kameras zur Objekt- und Umgebungserkennung. Seit über zehn Jahren entwickelt das Unternehmen auch Kameras für die Innenraumbeobachtung. Aufgrund des Trends zu erweiterter Sicherheit und automatisierten Fahrzeugen wächst das Interesse an Kameratechnologie für das Fahrzeuginnere. ZF entwickelt nun ein Kamerasystem für die dreidimensionale Beobachtung des Fahrzeuginnenraums, das eine breite Palette an potenziellen Anwendungen für Sicherheit, Komfort und automatisiertes Fahren unterstützt.

Paradebeispiel ist die Sensorik zur Positionsbestimmung der Insassen. Im Sitz installierte Sensoren werden bereits verwendet, um zu bestimmen, ob und mit welcher Kraft Airbag und Gurtstraffer eingesetzt werden sollten. Ein Beobachtungssystem für den Innenraum mit 3D-Kameras kann diese Information in Echtzeit um die Größe, Position und Haltung der Insassen ergänzen, einschließlich dem Erkennen abweichender Sitzpositionen wie beispielsweise der Liegeposition. All diese Informationen tragen dazu bei, das Energiemanagement vor oder während eines Aufpralls individuell auf die Insassen abzustimmen. Die 3D-Kamera kann zusätzliche Information liefern, ob ein Insasse oder Gegenstand sich in einer bestimmten Position befindet, und kann so bei der Entscheidung helfen, ob bei einem drohenden Aufprall des Fahrzeugs adaptive Sicherheitsfunktionen für Insassen eingesetzt werden müssen und wenn ja, welche. Die Kamera bietet eine Ergänzung zu bestehenden Gurtschlosssensoren und überprüft visuell, ob der Insasse korrekt angeschnallt ist. Falls das nicht der Fall ist, kann ein Hinweis ausgegeben werden oder das System ergreift andere Maßnahmen.

Insassensensorik kann auch äußert wertvoll sein, falls zum Beispiel kleine Kinder allein im Fahrzeug gelassen worden sein sollten und es dann zu Notfällen aufgrund extremer Temperaturen kommen sollte. Hier kann das Beobachtungssystem im Innenraum so kalibriert werden, dass es die Anwesenheit eines Kindes erkennt und Notfallmaßnahmen auslöst: zum Beispiel ein automatischer Anruf auf dem Mobiltelefon des Fahrzeuginhabers, das Absenken der Innenraumtemperatur durch Öffnen der elektrischen Fenster oder des Schiebedachs, ein Auslösen der Hupe und Warnblinkanlage, damit Umstehende Hilfe leisten können, oder ein Notruf an Rettungsdienste, damit sie bei der Rettung des Kindes helfen können.

Durch die zunehmende Ausstattung von Fahrzeugen mit automatisierten Funktionen können intelligent vernetzte Sensoren im Innenraum mit einem solchen System erkennen, ob sich die Hände des Fahrers am Lenkrad befinden und er das Fahrzeug aktiv steuert und ob er seinen Blick auf die Straße richtet und das Fahrzeug überwacht. Gleichzeitig können sie feststellen, ob die Sicherheitsgurte vorschriftsmäßig genutzt werden. Das System kann anzeigen, dass der Fahrer sich im automatisierten Modus befindet und eine Warnung auslösen, wenn eine potenzielle Notfallsituation erkannt wird.

„Die visuellen Daten aus dem Fahrzeuginneren können in vielerlei Hinsicht äußerst wertvoll sein“, sagt Norbert Kagerer, Entwicklungsleiter der ZF-Division Passive Sicherheitstechnik. „Die Entwicklung unseres 3D-Beobachtungssystems für den Innenraum führt zu verbesserter Sicherheit und erhöhtem Bedienkomfort. Darüber hinaus unterstützt es die Entwicklung hin zu automatisierten Fahrzeugen.“

Das Beobachtungssystem für den Innenraum wird voraussichtlich Ende 2021 serienreif sein.

Bild:  Das 3D-Beobachtungssystem von ZF kann Fahrzeuginsassen und Objekte im Innenraum erkennen und die Insassen auf Vorder- und Rücksitzen klassifizieren. Foto: ZF

Share on facebook
Facebook
Share on twitter
Twitter
Share on linkedin
LinkedIn
Share on xing
XING
Share on whatsapp
WhatsApp
Share on email
E-Mail
Share on print
Drucken

Ihre Meinung zum Artikel

Abonnieren
Benachrichtige mich bei
guest
0 Comments
Inline Feedbacks
View all comments

Andere Leser haben sich auch für die folgenden Artikel interessiert

Die 1993 gegründete LTK Lineartechnik Korb GmbH ist spezialisiert auf Produkte und Dienstleistungen in der Linear-, Maschinen- und Handhabungstechnik. Seit 2019 baut LTK seine Marktposition massiv aus. Was das Unternehmen künftig anders macht, darüber haben wir mit Ephraim Schwegler gesprochen, der seit 2017 das Familienunternehmen in 2. Generation leitet. Alles wollte er noch nicht verraten.

Vielgestaltig und zahlreich sind nicht nur die Spannaufgaben in der Fertigungstechnik, sondern auch die hierfür angebotenen Elemente und Systeme: Wichtig bei der Auswahl von geeigneten Spannmitteln sind vor allem die Betriebssicherheit, die Wirtschaftlichkeit, die Bedienfreundlichkeit und natürlich die technischen Daten. Was noch zu beachten ist und welche Vorteile hydraulische Systeme bieten können.

Redaktionsbrief

Tragen Sie sich zu unserem Redaktionsbrief ein, um auf dem Laufenden zu bleiben.

Wir wollen immer besser werden!

Deshalb fragen wir SIE, was Sie wollen!

Nehmen Sie an unserer Umfrage teil, und helfen Sie uns noch besser zu werden!

zur Umfrage

Aktuelle Ausgabe

Topthema: Fabrikplanung mit Augmented Reality

Zukunftstechnologie in der täglichen Arbeit

Mehr erfahren

Tragen Sie sich jetzt kostenlos und unverbindlich ein, um keinen Artikel mehr zu verpassen!

* Jederzeit kündbar

Entdecken Sie weitere Magazine

Schön, dass Sie sich auch für weitere Fachmagazine unseres Verlages interessieren.

Unsere Fachtitel beleuchten viele Aspekte der Digitalen Transformation entlang der Wertschöpfungskette und sprechen damit unterschiedliche Leserzielgruppen an.