3DVIA Composer unterstützt technische Dokumentation

Seit über 45 Jahren entwickelt und baut der Maschinenbauer AUMA Riester GmbH & Co. KG elektrische Stellantriebe und Armaturengetriebe und zählt heute zu den international führenden Herstellern der Branche. Das Unternehmen beschäftigt weltweit 2'000 Mitarbeiter, 1'350 allein in Deutschland, 700 davon sind in der Zentrale im süddeutschen Müllheim tätig. AUMA-Stellantriebe werden in Rohrleitungen prozesstechnischer Anlagen wie Kraft- und Wasserwerken, in der Wasseraufbereitung, in Schleusen, Meerwasserentsalzungsanlagen, in der Öl- und Gasindustrie usw. eingesetzt.

Hohe Anforderung an technische Dokumentation

Auf der ganzen Welt steuern und regeln Stellantriebe von AUMA durch Rohrleitungen fließende Ströme. Auch ohne dass der Anwender vor Ort ist, können damit die Leitungen geschlossen, geöffnet und exakte Durchflussmengen eingestellt werden. Kunden des süddeutschen Unternehmens sind Firmen, die ihre Armaturen zusammen mit den Stellantrieben als automatisierte Armatur schwerpunktmäßig für Anwendungen verkaufen, die hohen Sicherheitsanforderungen unterliegen. Aufgrund der erklärungsbedürftigen Produkte sind die Anforderungen an sämtliche technische Dokumentationen äußerst hoch. Schließlich sollen Betriebsanleitungen, Datenblätter und Produktbroschüren das Spektrum und die Funktionsweise der Stellantriebe auf einfache Weise verdeutlichen.

Um die Stellantriebe optimal zu erläutern, verwendet AUMA in technischen Dokumentationen zahlreiche Illustrationen. Dazu griff man in der Vergangenheit auf unterschiedliche Daten zu, zum Beispiel CAD-Dateien, Fotos oder in Grafikprogrammen selbst erstellte Zeichnungen. Michael Herbstritt, technischer Redakteur bei AUMA, erklärt: „Wegen der verschiedenen Illustrationstechnologien und Darstellungsmethoden war ein einheitliches und durchgängiges Erscheinungsbild unserer Dokumentationen und Broschüren nicht gegeben.“ Daher suchte man zur Aufbereitung von 3D-Daten – die Stellantriebe werden mit Autodesk Inventor konstruiert –, ein entsprechendes System.

Auf der Tekom-Jahrestagung in Wiesbaden wurde Michael Herbstritt bei der Karlsruher Transcat PLM auf den 3DVIA Composer von Dassault Systèmes aufmerksam. Nach einer eingehenden Marktrecherche und einer darauf folgenden Evaluierung des 3DVIA Composer entschied sich AUMA, das System einzusetzen.

Effiziente Aufbereitung von 3D-Daten

Der 3DVIA Composer ermöglicht eine effiziente Aufbereitung von 3D-CAD-Daten für technische Dokumentationen, die Ableitung technischer Illustrationen aus 3D-CAD-Modellen und das 3D-Publishing. Nicht nur für die Erstellung von technischer Dokumentation für Vertrieb, Marketing, Arbeitsvorbereitung und Fertigung, sondern auch in der Kommunikation mit Geschäftspartnern, zur Erstellung elektronischer Handbücher für diverse Dokumentationen, Web-Galerien, Kataloge, Powerpoint- und Produktpräsentationen und in DMS/EDM/PDM-Systemen lässt sich das System einsetzen.

Dabei können Benutzer auch ohne technische Vorkenntnisse oder das Wissen um CAD hochwertige Illustrationen und interaktive 3D-Animationen für die Produktkommunikation anfertigen. Der 3DVIA Composer beruht auf einer schlanken und offenen XML-Architektur. Als intuitive und leicht erlernbare Anwendung stellt er die ideale Ergänzung zu Microsoft Office, PDF- und HTML-Content-Systemen dar – also zu Systemen, die in der Anwendung bereits vertraut sind.

Vorgehensweise

Heute erstellen drei technische Redakteure sowie Kollegen des Schulungsteams mit zwei Floating-Lizenzen des 3DVIA Composer die Dokumentation für Vertrieb und Marketing, Betriebsanleitungen und Schulungsunterlagen. Auch in PowerPoint-Präsentationen finden sich zahlreiche mit dem Composer bearbeitete Illustrationen. Die wichtigsten Broschüren werden in bis zu 15 Sprachen erstellt. Insgesamt existieren 250 verschiedene Broschürenversionen und bei den Betriebsanleitungen sind es noch wesentlich mehr.

Mit dem 3DVIA Composer Zeit sparen

Heute ist AUMA erstmalig in der Lage, ein durchgängiges Erscheinungsbild bei den Illustrationen in allen Dokumenten zu erzielen, da jedes Bauteil in der gleichen Perspektive darstellbar ist – teilweise sogar fotorealistisch. Michael Herbstritt erläutert die Vorgehensweise: „Der Kunde kann die Stellantriebe individuell in speziellen Gerätekonfigurationen und für unterschiedliche Einbausituationen bestellen. Diese so genannten Montagepositionen basieren auf dem Prinzip, die Hauptgerätekomponenten um mehrfach 90 Grad gegeneinander verdreht zusammenbauen zu können.“

Früher wurden die relevanten Geräte zusammengeschraubt, ausgeleuchtet und fotografiert. Nach Änderung der Montagekonfiguration um 90 Grad wiederholte man die gesamte Prozedur noch einmal. Die Fotos spielte man auf den Rechner und bearbeitete sie so lange mit einem Bildbearbeitungsprogramm, bis das gewünschte Ergebnis vorlag. Heute dagegen lädt sich die technische Redaktion die 3D-Daten im Step-Format in den Composer. Dazu hat die technische Redaktion sämtliche Grundkomponenten gespeichert oder erhält diese von der Konstruktionsabteilung. Dann setzt die Redaktion die Daten entsprechend zusammen und erstellt eine Ansicht. Nach Drehung der Komponente um 90 Grad erstellt man die nächste Ansicht. Für alle Geräte ist eine Beleuchtungssituation definiert, die auf jeder Illustration gleich ist. „Für Tätigkeiten wie diese benötigten wir früher bis zu zwei Tage, jetzt ist es in zwei Stunden erledigt“, erklärt Michael Herbstritt. „Außerdem müssen wir uns die Exponate nicht mehr besorgen. Das war jedes Mal ein enormer Zeitaufwand.“

Mit Hilfe des 3DVIA Composers kann die technische Redaktion heute Dokumentationen in unterschiedlichen Sprachen genauso wie Betriebs-, Montage- und Service-Anleitungen bedeutend schneller erstellen und liefern. Durch die Betreuung des Karlsruher Systemhauses erhält AUMA sowohl Lizenzen als auch Service aus einer Hand. Michael Herbstritt: „Transcat PLM bildet bei uns die technischen Redakteure in 3DVIA Composer aus und berät auch zu den Einsatzmöglichkeiten des Tools. Sollten wir einmal eine Frage haben, was sehr selten vorkommt, ist immer jemand erreichbar.“ (anm)

Weitere Informationen: www.transcat-plm.com und www.auma.com

  • Die Broschüre zeigt die Montagepositionen. Für diese Darstellungen sind statt zwei Tagen wie vor der Einführung von 3DVIA Composer nur noch zwei Stunden Arbeitszeit notwendig. Bild: AUMA Riester GmbH & Co.KG
  • Schnittstellen in der Broschüre. Bild: AUMA Riester GmbH & Co. KG.
  • Modulares Design im Detail. Jedes Bauteil ist in der gleichen Perspektive darstellbar, teilweise sogar fotorealistisch. Bild: AUMA Riester GmbH & Co.KG
  • Montagepositionen: Die Hauptgerätekomponenten können um mehrfach 90 Grad gegeneinander verdreht zusammengebaut werden. Bild: AUMA Riester GmbH & Co. KG
  • Schnittstellen im Detail. Bild: AUMA Riester GmbH & Co. KG
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