Additive Fertigung: Bauteile und Produktionsdaten stets im Blick

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Zu den Funktionen eines neuen Inventarverzeichnisses für die additive Fertigung gehören zentralisierte Dateiverwaltung und Speichern von Teilespezifikationen und Produktionsanforderungen.
Inventarverzeichnis für additive FertigungQuelle: 3Yourmind

3Yourmind, Anbieter von Softwarelösungen für die additive Fertigung (AM), stellt ein digitales Inventarverzeichnis vor. Mit dieser Erweiterung der 3Yourmind-Workflow-Software können AM-Experten und Ingenieure ihren digitalen Bestand an AM-fähigen Teilen und Produktionsdaten zentralisieren.

3D-Dateien stehen jetzt in einer digitalen AM-Bestandsliste unternehmensweit zur Verfügung und gelangen mit einem einzigen Klick in die Produktion. Das ist ein Schritt in Richtung einer verteilten Fertigung und soll im Vergleich zu einem physischen Komponentenlager einiges an Kosten sparen helfen.

Digitales Inventarverzeichnis für additive Fertigung

Seit mehr als fünf Jahren arbeitet 3Yourmind eng mit den AM-Anwendern wie Volkswagen, GKN, EOS und Continental zusammen, um die branchenspezifische Software zu entwickeln. Durch die Zusammenarbeit mit versierten Anwendern kann 3Yourmind die Anforderungen aus der Praxis aufgreifen und eine stabile, standardisierte Software entwickeln, die sich flexibel und skalierbar an die AM-Produktion anpasst.

In den letzten zwölf Monaten ist das AM-Auftragsvolumen der 3Yourmind-Kunden erheblich gewachsen. Nach Interviews vor Ort durch das Produktteam wurde festgestellt, dass die Zentralisierung von AM-Dateien und Auftragsdaten in einer einzigen durchsuchbaren Datenbank den Kunden den größten Nutzen bringen würde. Dies ist heute das digitale AM-Inventarverzeichnis von 3Yourmind.

Die Hauptfunktionen des AM-Inventarverzeichnisses konzentrieren sich auf die Lösung der häufigsten Anforderungen der AM-Produktion.

  • zentralisierte AM-Dateiverwaltung;
  • Speichern von Teilespezifikationen und Produktionsanforderungen;
  • Sichtbarkeit der 3D-Modellversionierung;
  • vereinfachte Nachbestellung mit den gespeicherten Material- und Technologieauswahlen.

Wertschöpfendes Befüllen des AM-Inventarverzeichnisses

Es reicht jedoch nicht aus, nur Dateien zu speichern. 3Yourmind will digitale AM-Lagerbestände mit  serienreifen Teilen füllen. Das Unternehmen begann 2015 damit, direkte Verbindungen zu allen führenden CAD-Systemen herzustellen, um den Transfer von CAD-Software zur Teilefertigung zu vereinfachen. Dabei stellte sich schnell heraus, dass der Wissensstand über die Vorbereitung von Dateien für den 3D-Druck noch sehr gering ist.

Im Jahr 2017 hat 3Yourmind das Inventaranalysemodul seiner AM Part Identifier-Software eingeführt, um anhand vorhandener Teiledaten wichtige Anwendungsfälle zu ermitteln. 2018 wurde das Modul „Anwendungsfallorientierte Überprüfung und Sammlung“ hinzugefügt, um neue Ideen für AM-Teile von Mitarbeitern von Unternehmen wie der Deutschen Bahn zu validieren. Dies erwies sich als besonders nützlich für die Katalogisierung von Ersatzteilen.

Jetzt im Jahr 2019 bringt 3Yourmind dieses neue Modul auf den Markt. Aus der Auftragsverwaltungssoftware werden automatisiert die Teile direkt in das digitale Inventarverzeichnis übergeführt und für die zukünftige Produktion gespeichert. Das AM-Inventar kann auch direkt von AM-Experten und Konstrukteuren mit Teilen bestückt werden, um ein Ein-Klick-Bestellsystem bereitzustellen, das die Produktionsanforderungen, die Technologie und die Materialauswahl umfasst.

Die Bestellung von AM-Teilen über die Schnittstelle

3Yourmind hat mit drei Kunden ein weiteres Pilotprogramm gestartet, um an der nächsten Entwicklungsphase für das Digitale Inventarverzeichnis zu arbeiten. Der nächste angeforderte Anwendungsfall besteht darin, AM-Aufträge aus dem AM-Bestand mit einem vorhandenen ERP-System (Enterprise Resource Planning) zu platzieren. Bereits seit fünf Jahren ermöglicht die 3Yourmind-API die sofortige Bestellung. Jetzt wird die Schnittstelle erweitert, damit externe Systeme auf die Artikel im digitalen Inventarverzeichnis zugreifen können, die wiederum Daten sammeln und über kundenspezifische Managementsysteme verwalten.

Wie beim Pilotprogramm für das agile MES sind die Teilnehmer wieder Power-User aus verschiedenen Branchen, die ausgewählt wurden, um eine Vielzahl von Anwendungsfällen während des Entwicklungsprozesses sicherzustellen. Die Teilnahme am  Programm ist noch offen.

Additive Fertigung: Anwendungsfälle für das Teileverzeichnis

AM-Bestände, welche die verteilte additive Fertigung rationalisieren, sind ein wichtiger Schritt in Richtung Serienproduktion. Das AM-Inventarverzeichnis speichert optimierte 3D-Dateien, Produktionsanforderungen und Auftragsauswahl, um sicherzustellen, dass die Teile jedes Mal auf die gleiche Weise hergestellt werden. Die Zeitersparnis ist erheblich, da die endgültigen Produktionsdaten in einem einzigen validierten System aufbewahrt werden. Dies ist besonders wichtig, wenn neue Mitarbeiter für die additive Fertigung in das Team aufgenommen werden.

In naher Zukunft wird 3Yourmind damit beginnen, die Produktion von externen Systemen anzustoßen, sodass beim Start der AM-Produktion noch weniger Fehler auftreten können. Die AM Inventarverzeichnisse für das Ersatzteilmanagement werden von Ingenieuren erstellt, die 3D-Modelle von Teilen erstellen, welche zuvor für die konventionelle Fertigung entwickelt wurden. Die Vorbereitung und die ersten Produktionstests können vollständig im digitalen Inventarverzeichnis von 3Yourmind verwaltet werden, um über die gesamte Wertschöpfungskette zu kommunizieren und Dateiversionen zu verfolgen.

Wenn die Technologie-, Material- und Produktionseinstellungen abgeschlossen sind, kann das Teil mit einem einzigen Klick bestellt werden, sobald das Teil von jemandem benötigt wird, der Zugriff auf dieses Teil hat. Dies soll Lagerkosten, Logistikkosten und Ausfallzeiten reduzieren, indem Konstruktionsteile für additive Fertigung in verteilter Produktion hergestellt werden, die sofort mit dem nächstgelegenen verfügbaren 3D-Drucker in die Produktion eingespeist werden können.

Struktur für die Verwaltung von Werkzeuganwendungen

Herkömmliche Werkzeugformen können zwischen 10’000 und 100’000 US-Dollar kosten und erfordern oft wochenlange Produktionszeiten.  Mithilfe eines digitalen AM-Inventarverzeichnisses lässt sich die Entwicklung von Formen mithilfe der 3D-Dateiversionierung iterativ verwalten. 3D-Druckformen mit Prototypen können normalerweise an einem einzigen Tag hergestellt und getestet werden, verglichen mit sechs bis acht Wochen bei herkömmlicher Herstellung. 3D-Druckobjekte können zunehmend auch für kleinere Serien in den endgültigen Formenanwendungen eingesetzt werden. Produktionslinien, für die spezielle Vorrichtungen und Vorrichtungen erforderlich sind, können ebenfalls über ein zentrales  AM-Inventarverzeichnis darauf zugreifen. Der Anbieter geht davon aus, dass diese 3D-Dateien zunehmend vom ursprünglichen  Konstrukteur zusammen mit dem Teil erstellt werden, um die Serienproduktion bei Bedarf reibungsloser zu gestalten.

Wiederkehrende Bestellung gedruckter Teile

Manchmal sind die zu lösenden Probleme noch grundlegender. Die additive Fertigung ist immer noch eine Domäne manueller Arbeit, einschließlich benutzerdefinierter Excel-Arbeitsblätter,  freigegebener Ordner mit Teilen und gedruckten Papieren zur Produktionsüberwachung. Durch das Verschieben wichtiger 3D-Dateien, Teileanforderungen und Bestellinformationen in ein durchsuchbares Online-Inventarverzeichnis wird in einer Produktionsumgebung Zeit gespart, sobald ein Teil einige Wochen oder Monate später erneut benötigt wird. Aus dem digitalen Bestand wird die Kommunikation zwischen dem Produktionsingenieur und dem Auftragsmanager zusammen mit der Auswahl und der Dokumentation zur Qualitätssicherung gespeichert. Dies ermöglicht es allen beteiligten Parteien, sich viel schneller zu bewegen, sobald ein Auftrag noch einmal ausgeführt wird.

Weitere Informationen: https://www.3yourmind.com/

Hier erfahren Sie mehr über Prozesssicherheit im Metall-3D-Druck.

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