Additive Fertigung: Drohnen aus dem Chemputer

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Wissenschaftler und Konstrukteure von BAE Systems und der University of Glasgow haben die Vision, dass auf besondere Missionen spezialisierte Drohnen in großen Laboratorien mittels chemischer Reaktionen quasi herangezüchtet werden können. Das soll dann die Entwicklungsprozesse soweit beschleunigen, dass maßgeschneiderte Fluggeräte in Wochen und nicht mehr in Jahren entstünden.
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Vor der diesjährigen Farnborough International Airshow haben Ingenieure und Wissenschaftler von BAE Systems und der University of Glasgow ihre aktuellen Gedanken zu militärischen Flugsystemen und der Frage umrissen, wie diese in Zukunft konstruiert und gefertigt werden könnten. Die Ideen sind gemeinschaftlich als Bestandteil vom Open-Innovation-Ansatz von BAE Systems entstanden. Technologie und wissenschaftliche Denkansätze werden geteilt, was bedeutet, dass große und etablierte Unternehmen mit Hochschulen und kleinen Technologie-Start-ups zusammenarbeiten.

Für dieses Jahrhundert haben Wissenschaftler und Konstrukteure die Vision, dass auf besondere militärische Missionen spezialisierte unbemannte Flugsysteme (UAVs, Drohnen) in großen Laboratorien mittels chemischer Reaktionen herangezüchtet werden können und damit die Entwicklungsprozesse soweit beschleunigt würden, dass maßgeschneiderte Fluggeräte in Wochen und nicht mehr in Jahren entstünden.

Eine völlig neue Maschine namens Chemputer könnte nach den Vorstellungen der Wissenschaftler mit hochspezialisierten chemischen Prozessen dazu beitragen, Drohnen gleichsam mitsamt einigen ihrer komplexen elektronischen Systemev wachsen zu lassen, denkbarerweise auf der molekularen Ebene beginnend. Das einzigartige neue Verfahren könnte nachhaltige Werkstoffe verwenden und militärische Einsätze überall dort unterstützen, wo eine Vielzahl kleiner Drohnen in Kombination mit Technologien für einen bestimmten Zweck schnell benötigt werden würde. Es ließe sich außerdem einsetzen, um multifunktionale Bauteile für die bemannte Luftfahrt herzustellen.

Professor Nick Colosimo, BAE Systems Global Engineering Fellow, sagt: „Die Welt der militärischen und zivilen Luftfahrt entwickelt sich ständig weiter und es war spannend, mit Wissenschaftlern und Ingenieuren außerhalb BAE Systems zusammenzuarbeiten, und ins Auge zu fassen, wie einige einmalige britische Technologien die militärischen Bedrohungen der Zukunft meistern helfen könnten.“

Regius Professor Lee Cronin an der University of Glasgow, und Founding Scientific Director der Cronin Group PLC, fügt hinzu: „Das sind aufregende Zeiten in der Entwicklung der Chemie.“ Man habe Möglichkeiten entwickelt, die chemischen Eigenschaften der Werkstoffe zu digitalisieren und hoffe, irgendwann einmal komplexe Objekte in einer Maschine von Grund auf zusammenzubauen und das mit wenig menschlichen Eingriffen. „Kleine Fluggeräte zu erschaffen dürfte sehr anspruchsvoll sein, doch ich baue darauf, dass schöpferisches Denken und konvergente digitale Technologien schließlich das digitale Programmieren komplexer chemischer und werkstoffspezifischer Systeme ermöglicht.“

Das Video zur Technologie zeigt, dass deren Verwirklichung noch um einiges bevor steht. Aber das Potential ist vorhanden, zum Beispiel am Einsatzort die erforderliche Anzahl von Drohnen zu fertigen, die ja überdies auch für zivile Zwecke genutzt werden könnten.

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