Additive Fertigung: Mit 3D-Druck gegen die Pandemie, Teil 2

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Additive Fertigung: Mit 3D-Druck gegen die Pandemie, Teil 2

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Weitere Anbieter von Lösungen für die additive Fertigung wie EOS, FIT Additive Manufacturing Group und Massivit 3D bringen ihre Kapazitäten gegen die COVID-19-Pandemie in Stellung.
Additive Fertigung gegen die Corona-Krise

Quelle: Massivit 3D

  • Medizinische Geräte, Schutzkleidung und Schutzmasken fehlen vielerorts — und die Pandemie ist noch nicht besiegt
  • Damit haben viele Krankenhäuser momentan zu kämpfen.
  • Auch die Bevölkerung müsste nach aktuellen Empfehlungen besser mit Schutzmasken versorgt werden.
  • Die additive Fertigung, schnell und flexibel zu etablieren, eröffnet eine Möglichkeit, den Mangel zu beheben.
  • Anbieter von 3D-Druck-Lösungen stellen ihre Kapazitäten und ihr Know-how im Kampf gegen die COVID-19-Pandemie bereit.

Weitere Anbieter von Lösungen für die additive Fertigung wie EOS, FIT Additive Manufacturing Group und Massivit 3D bringen ihre Kapazitäten und ihr Know-how gegen die COVID-19-Pandemie in Stellung.

  • EOS startet eine Online-Plattform, die Zugang zu relevanten Daten, eindrucksvollen Projekten und wichtigen Dateien zum kostenlosen Download bietet und eröffnet eine LinkedIn-Gruppe.
  • FIT Additive Manufacturing Group entwickelt einen speziellen Filterträger (FiT) für die breite Bevölkerung, der mit nahezu jedem Filtermaterial zu einer Notbehelfsmaske kombiniert werden kann.
  • Massivit 3D mobilisiert sein weltweites Netzwerk, um hochwertige, ergonomische PSA-Gesichtsschutzschilde für medizinische Teams in der Corona-Bekämpfung zu konzipieren und zu produzieren.

EOS startet Online-Plattform und LinkedIn-Gruppe

EOS, Technologieanbieter im industriellen 3D-Druck von Metallen und Kunststoffen, hat eine umfangreiche Online-Plattform und eine LinkedIn-Gruppe mit dem Ziel gestartet, den Kampf gegen Covid-19 auf allen Ebenen zu unterstützen. Die Website 3DAgainstCorona wird regelmäßig aktualisiert.

Marie Langer, CEO von EOS, erklärt: „Das Leben der Menschen mit Hilfe des 3D-Drucks zu verbessern war schon immer unser Bestreben. Die aktuelle Pandemie erfordert nun mehr denn je ein gemeinsames Vorgehen. Heute bitten wir alle Unterstützer, sich gemeinsam mit uns den vor uns liegenden Herausforderungen zu stellen. Lassen Sie uns das tun, was die Technologie uns ermöglicht: Lassen Sie uns anders denken und die Grenzen des Möglichen erweitern“. Sie sagt weiter: „Wir sind sehr stolz darauf, mit so vielen klugen Köpfen innerhalb und außerhalb von EOS zusammenzuarbeiten, die entscheidende Lösungen für diejenigen entwickeln und liefern, die es gerade am dringendsten brauchen“.

Bildquelle: EOS

Additive Fertigung: Skalierbarkeit und On-Demand jetzt essenziell

Das Hauptziel von Regierungen weltweit ist derzeit die Aufrechterhaltung einer angemessenen Patientenversorgung. Denjenigen, die an der Front gegen Covid-19 kämpfen, fehlt es oft an geeigneter Schutzausrüstung. Denn es ist schwierig, diese in ausreichend großer Zahl, zum Beispiel für Krankenhäuser weltweit, bereit zu stellen.

Dies korreliert mit der Herausforderung, dass man gleichzeitig versucht, die immense Nachfrage nach medizinischen Geräten, Schutzkleidung und Masken zu bedienen. Regierungen wenden sich sowohl an traditionelle Hersteller  als auch an 3D-Druckanbieter, und bitten sie um Unterstützung dabei, die Produktion der medizinischen Geräte hochzufahren, die in dieser Pandemie besonders benötigt werden.

Einer der entscheidenden Vorteile, den die additive Fertigung hier bieten kann, ist die Möglichkeit, die alleinige Abhängigkeit von traditionellen Lieferketten zu verringern. Auf der Grundlage von AM können kritische Engpässe schneller behoben werden. Darüber hinaus wird die Erweiterung der traditionellen Fertigung beschleunigt und weitere Engpässe in der Lieferkette können durch die digitale Fertigung beseitigt werden.

Gleichzeitig ermöglicht der industrielle 3D-Druck eine dezentralere Fertigung. Daten können gemeinsam genutzt oder weltweit verschickt werden, und die Produkte können dort additiv gefertigt werden, wo sie am dringendsten benötigt werden. Was während einer Pandemie noch wichtiger wird, wenn die Lieferketten durch internationale Stilllegungen und Transportbeschränkungen unterbrochen werden.

Marie Langer abschließend: „Wir wollen eine nachhaltige Unterstützung leisten. Die aktuellen Aktivitäten reichen von der Befriedigung jetzt kritischer Bedürfnisse bis hin zur Unterstützung bei der Umnutzung bestehender Anlagen oder der schnellen Bereitstellung von Werkzeugen für die traditionelle Fertigung. Mit Blick auf die Zukunft empfehlen wir, entscheidende Bauteile und Produkte zu digitalisieren, um zukünftige Probleme oder Engpässe zu vermeiden.

EOS Online-Plattform: https://3dagainstcorona.eos.info/en

LinkedIn-Gruppe beitreten: https://www.linkedin.com/groups/8919664/

FIT: Additive Fertigung für die aktuelle Maskenkrise

Der Fertigungsspezialist FIT Additive Manufacturing Group reagiert auf die Corona-Pandemie mit der Entwicklung eines speziellen Filterträgers (FiT) für die breite Bevölkerung, der mit nahezu jedem Filtermaterial zu einer Notbehelfsmaske kombiniert werden kann. Durch einfachen und schnellen Filterwechsel kann der Filterträger mehrfach verwendet werden. Ein kleineres Modell speziell für Kinder wird gerade entwickelt. Den Datensatz für ein 3D-druckbares Modell stellt das Unternehmen auf seiner Homepage kostenlos zum Download zur Verfügung.

Der Filterträgers (FiT) lässt sich mit nahezu jedem Filtermaterial zu einer Notbehelfsmaske kombinieren. Bild:
FIT AG/Lisa Kirk.

Überall auf der Welt leiden die Gesundheitssysteme und die Bevölkerung unter einem Mangel an Schutzausrüstung. Die Menschen, die in den Krankenhäusern an vorderster Front um das Überleben von infizierten Patienten kämpfen, brauchen deshalb alles an professioneller Schutzausrüstung, was hergestellt werden kann, um sich selbst vor Ansteckung zu schützen. Gleichzeitig muss sich aber auch die Bevölkerung vor einer Infektion schützen, um die Infektionsrate zu senken und somit Krankenhäuser zu entlasten. Aktuell gewinnt deshalb das Tragen von Schutzmasken einen immer größeren Stellenwert. So hat dieser Tage der Präsident der Bundesärztekammer (BÄK), Klaus Reinhardt, zum Tragen von Schutzmasken aufgerufen. Das Problem: An vielen Stellen stehen keine Schutzmasken mehr zur Verfügung, womit ein zunehmender Verteilungskampf droht.

Alternative zu herkömmlichen Masken

Aus diesem Grund hat die FIT Additive Manufacturing Group mit dem Filterträger FiT eine Alternative zu herkömmlichen Masken entwickelt, damit jeder auch ohne Maske das Risiko reduzieren kann, andere anzustecken. Der einfach zu montierende Bausatz ist mehrfach verwendbar, desinfizierbar, spülmaschinenfest und besteht aus zwei identischen Kunststoffkörbchen, zwischen die ein beliebiges Filtermaterial, vom einem Papiertaschentuch, über Baumwolltücher oder antimikrobielle Bezüge bis hin zu professionellem Vliesmaterial eingelegt werden kann. Ein Austausch des Filtermaterials ist jederzeit schnell und einfach möglich, da jedes Material durch zunehmende Feuchtigkeit an Wirkung verliert. Je nachdem, welcher Filter eingelegt wird, verändert sich auch die Effektivität, kleinste Partikel aus der Luft zu filtern, wie eine Studie der Universität Cambridge ergeben hat, wobei der Staubsaugerbeutel im Vergleich zur OP-Maske in dieser Studie aus dem Jahr 2013 am besten abgeschnitten hat.

Additive Fertigung gegen die Maskenkrise
Aktuell gewinnt deshalb das Tragen von Schutzmasken einen immer größeren Stellenwert. Bild:
FIT AG/Lisa Kirk.

„Wir sehen, wie dringend in der Bevölkerung und in den Unternehmen Atemschutzmasken benötigt werden, und wollen unseren Beitrag im Kampf gegen die Ausbreitung des Virus mit unserem FiT Filterträger leisten. Uns ist dabei vollkommen klar, dass unser Filterträger gesunde Menschen nicht vor einer Infektion schützen kann. Wir wollen damit lediglich den Fremdschutz verbessern, d.h. das Risiko reduzieren, dass infizierte Menschen durch Tröpfcheninfektion andere anstecken. Damit wollen wir zu einer Verlangsamung der Ansteckungsrate beitragen. Und nur darum geht es im Moment“, erklärt Carl Fruth, CEO bei der FIT AG. In den vergangenen Tagen wurde bei dem Oberpfälzer Experten für Additive Fertigung eine erste Version des Filterträgers FiT mittels 3D-Druck hergestellt. Jetzt steht eine weiterentwickelte Version zur Verfügung, die im Spritzguss schnell und günstig zig tausendfach hergestellt werden kann. Als nächstes plant das Unternehmen ein kleineres Modell speziell für Kinder.

Indem sie Distanz hält, rückt die Welt angesichts der weltumspannenden Bedrohung näher zusammen. Es steht zu hoffen, dass dieser noch nie dagewesene Ausnahmezustand Anstoß für ein Umdenken in vielen Bereichen ist, gesellschaftlich, politisch und sozial. „Jetzt ist die Zeit, um zu handeln und Solidarität zu leben“, bekräftigt Carl Fruth.

Der Filterträger FiT der FIT Additive Manufacturing Group kann ab sofort zum Selbstkostenpreis auf der Homepage des Unternehmens bestellt werden. Der Datensatz für eine 3D-druckbare Variante steht kostenlos auf der Homepage des Unternehmens zum Download zur Verfügung.

Weitere Informationen, Bestellmöglichkeit und STL-Download: https://fit.technology/nichtohnemaske.php

Massivit 3D: Hochwertige 3D-gedruckte persönliche Schutzausrüstung

Massivit 3D Printing Technologies, Anbieter von 3D-Großformatdrucklösungen, hat seinen weltweiten Beitrag zur Bekämpfung der COVID-19-Pandemie angekündigt. Durch den Einsatz seiner Ressourcen und die Mobilisierung seines Netzwerks von über 100 Kunden und Händlern weltweit wurden hochwertige, ergonomische PSA-Gesichtsschutzschilde konzipiert und produziert, um den dringenden Bedarf der medizinischen Teams zu decken, die sich um die Opfer der Pandemie kümmern. Die Hochgeschwindigkeits-Technologie für die additive Fertigung von Massivit 3D ermöglicht die Lieferung von Hunderten von Gesichtsschutzschilden von jeder Maschine, jeden Tag.

Arzt aus dem Tel Aviv Sourasky Medical Center mit 3D-gedruckten PPE-Gesichtsschutzschilden. Bild: Massivit 3D

Zusätzlich zum Einsatz aller Produktionsressourcen für Herstellung und Lieferung von Tausenden von Gesichtsschutzschilden an die medizinischen Teams vor Ort mit einer Lieferzeit von weniger als einem Tag, hat das Unternehmen auch die optimierten 3D-Druckdateien der neu entwickelten Gesichtsschutzschilde für alle verfügbar gemacht. Das globale Massivit 3D-Netzwerk von Kunden und Händlern stellt für diese Bemühungen auch ihre eigenen Massivit 3D-Drucker zur Verfügung und liefert Gesichtsschutzschilde an die Mitarbeiter im Gesundheitswesen in ihren Ländern. Kunden, die sich an dieser Initiative beteiligen, wurde eine Spende von Druckgel durch Massivit 3D garantiert.

Die 3D-Druckdateien (basierend auf einem Originaldesign von Art Nzo’s Twan Kerckhofs ) und Anweisungen stehen auf der Massivit 3D-Website unter https://massivit3d.com/markets/massivit-3d-personal-protective-equipment/ zum Download bereit und können lokal auf jedem Massivit 3D-Drucker ausgedruckt werden.

200 Gesichtsschutzschilde pro 8-Stunden-Schicht

„Wir wurden uns des schrecklichen Mangels an persönlicher Schutzausrüstung weltweit und der dringenden Notwendigkeit bewusst, den medizinischen Teams zu helfen, sich selbst zu schützen“, sagte der CEO von Massivit 3D, Erez Zimerman. „Unser Team ist stolz darauf, in dieser schwierigen Zeit bedeutende Hilfe anbieten zu können. Alle unsere Bemühungen sind nun auf diese Sache ausgerichtet. Wir mobilisieren alle unsere Ressourcen für die neuen PSA-Gesichtsschutzschilde, damit unser Kundennetzwerk als vereinte globale Kraft im Kampf gegen die COVID-19-Pandemie helfen kann. Wir ermutigen und unterstützen die Entwicklung jeder Initiative, die dazu beitragen kann, diese Geißel durch den Einsatz der einzigartigen additiven Fertigungstechnologie Massivit 3D auszurotten“.

Additive Fertigung
Additive Fertigung: Gesichtsschutz aus dem Drucker. Bild: Massivit 3D

In Italien, einem der Länder, das bisher am meisten unter dem Ausbruch des Coronavirus gelitten hat, war der Massivit-3D-Kunde Sismaitalia dankbar für die Gelegenheit, Maßnahmen zu ergreifen. Der Geschäftsführer, Federica Tisato, sagte: „Dank unserer fruchtbaren Zusammenarbeit mit Massivit 3D sind wir nun in der Lage, mit unserem Massivit 1800 3D-gedruckte Gesichtsschutzschilde zu produzieren und einen wichtigen Beitrag zum Schutz der Gesundheit unserer engagierten Mitarbeiter im Gesundheitswesen und zum Kampf gegen das Coronavirus zu leisten.

Dr. Dan Hadas vom Assaf Harofeh Medical Center — eines der Krankenhäuser, das bereits mehrere Chargen der Gesichtsschutzschilde erhalten hat — äußerte sich: „Ältere Ärzte, Assistenzärzte, Krankenschwestern und Intensivpflegepersonal wissen nicht, wie sie Ihnen angemessen danken sollen.“

Viele der Kunden von Massivit 3D haben schnell auf die Initiative des Unternehmens reagiert und haben bereits mit der Produktion der Gesichtsschutzschilde für ihre lokalen Gesundheitsarbeiter in Italien, Irland, Spanien, Portugal, den USA, Kanada, Belgien, Thailand und Australien begonnen.

3D-Druckdateien (basierend auf einem Originaldesign von Art Nzo’s Twan Kerckhofs ) und Anweisungen auf der Massivit 3D-Website: https://massivit3d.com/markets/massivit-3d-personal-protective-equipment/

Hier geht es zu „Additive Fertigung: Mit 3D-Druck gegen die Pandemie, Teil 1“

Lesen Sie auch: „Desinfektionsroboter: In nur einer Woche von der Idee zum Prototyp“.

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