Detailgenauer 3D-Farbdruck mit UV-härtenden Tinten

Modelle zum Anfassen

Der 3D-Druck erobert sich immer neue Anwendungen in allen Phasen der Produktentwickung und Fertigung. Was aber bisher gefehlt hat: wirklich detailgenaue und farbtreue Modelle. Mit einem neuartigen 3D-Drucker lassen sich Modelle aus stabilem, ABS-artigem Kunststoff und mit über zehn Millionen reproduzierbaren Farben herstellen.

03 2018

AUTOCAD & Inventor Magazin 03/2018

Mehr Designfreiheit durch 3D-Druck

Liebe Leser,

viele Experten sehen den industriellen 3D-Druck als Schlüsselelement der Fabrik der Zukunft. Beispielsweise prognostiziert das amerikanische Marktforschungsunternehmen IDC für den Markt der additiven Fertigung einen Umsatzanstieg von 7,3 Milliarden US-Dollar im Jahr 2016 auf 35,4 Milliarden US-Dollar bis 2020. Die Analysten für technologische Trends und Potenziale stützen ihre Vorhersage nicht zuletzt auf die schnelle Entwicklung des Reifegrads additiver Technologien.

Additive Technologien ermöglichen viele Vorteile wie Designfreiheit, Funktionsintegration und schneller Produktionsstart und sie sind wichtiger Treiber für neue Produkte, Geschäftsmodelle und Supply-Chain-Konzepte.

Die Hersteller von 3D-Druckern und Maschinen für Additive Manufacturing wollen jedenfalls an dem lukrativen Markt partizipieren und führen kontinuierlich neue Modelle in den Markt ein. Beispielsweise stellte der japanische Hersteller Mimaki kürzlich seinen digitalen 3D-Farbdrucker 3DUJ-553 vor. Das Gerät gibt nacheinander Tintenschichten aus, die sofort unter UV-Licht ausgehärtet werden, bis das 3D-Objekt fertig modelliert ist. Mehr über diese Technologie und über den 3D-Farbdrucker lesen Sie auf den Seiten 8 und 9. Weitere Fachbeiträge zum Thema 3D-Druck finden Sie auf den Seiten 51, 46-47 sowie 56 bis 59.

Additive Fertigungsverfahren sind auch prädes­tiniert für die Herstellung leichterer Bauteile. Deshalb passen 3D-Druck und Leichtbau auch so gut zusammen. Aber Leichtbau ist nicht gleich Leichtbau. Zu oft steht nur der Austausch eines Materials gegen einen anderen – leichteren – Werkstoff im Mittelpunkt. Aber beim intelligenten Leichtbau geht es um viel mehr, beispielsweise um das Design, um Softwarelösungen für die Topologie-Optimierung oder um neue Produktionsverfahren. Das komplette Leichtbaupotenzial lässt sich nämlich nur dann ausschöpfen, wenn man eine effiziente Leichtbaustruktur entwickelt und mit dem jeweils dafür optimalen Fertigungsverfahren herstellt. Dafür bedarf es aber neben dem Engineering- und Prozess-Know-how auch spezieller Software-Werkzeuge für die Entwicklung und Simulation. Mehr dazu lesen Sie auf den Seiten 23 und 54 bis 55.

Viel Spaß mit der neuen Ausgabe!

Rainer Trummer, Chefredakteur

Themenhighlights

PRAXIS
Tipps & Tricks für AutoCAD- und Inventor-Anwender
Geringere Kosten: Potenziale mit Leichtbau ausschöpfen

MASCHINENBAU
Flexible Anpassung: Automations-systeme einfach konfigurieren
Vollständige Integration von Konstruktionsdaten in das ERP

SOFTWARE
Elektroprojektierung und mechanische Konstruktion Hand in Hand
Anlagenbau: Mit Baseline-Prinzip intelligenter digitalisieren  

Entdecken Sie die Printmagazine des WIN-Verlags