Alois Maibaum: Erodier-Programmierung umgestellt

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Die Anzahl der Hersteller von Programmiersoftware zum Drahterodieren lässt sich an einer Hand abzählen. Und doch gibt es Unterschiede, vor allem was den Systemgedanken, den Funktionsumfang, den Bedienkomfort und die Preisgestaltung betrifft. Alois Maibaum Metallbearbeitung hat auf Visi Peps-Wire umgestellt.

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Die Anzahl der Hersteller von Programmiersoftware zum Drahterodieren lässt sich an einer Hand abzählen. Und doch gibt es Unterschiede, vor allem was den Systemgedanken, den Funktionsumfang, den Bedienkomfort und die Preisgestaltung betrifft. Alois Maibaum Metallbearbeitung hat auf Visi Peps-Wire umgestellt.

„Als ich 1987 mit der Firma angefangen habe, wurden die Schneidgeometrien noch ausschließlich an der Maschine nach Zeichnung programmiert”, erinnert sich Manfred Menke, CAD/CAM-Techniker Erodieren bei Maibaum. „Das hat sich im Laufe der Jahre immer mehr verändert. Heute leiten wir die NC-Programme zum Drahterodieren fast ausschließlich von den 3D-CAD-Modellen ab, die unsere Kunden anliefern.“

Dies war auch einer der Hauptgründe, warum man sich in Kirchlengern vor rund drei Jahren entschieden hat, auf das Drahterodiermodul Visi Peps-Wire in Verbindung mit dem 3D-CAD-Modul Visi Modelling zu wechseln. Im Vordergrund standen dabei die Funktionen von Visi, gekoppelt mit dem hohen Nutzwert. Besonders gut hat den Spezialisten gefallen, dass Visi als modulares Komplettsystem vom CAD über das Fräsen bis hin zum Drahterodieren über die gleiche Bedienphilosophie verfügt. Und auch, dass durchgängig vom CAD bis zur NC-Programmierung mit demselben 3D-Datenmodell – auf Basis von Parasolid – gearbeitet wird.

Pluspunkte

Pluspunkte sammelte Visi zudem für die hohe Schnittstellenanzahl, angefangen bei STEP, IGES, VDA-FS über DWG, DXF, STL bis hin zu Solidworks, Solid Edge und Inventor können viele CAD-Formate importiert werden, ohne dass zusätzliche Schnittstellen angeschafft werden müssen. Visi kann aber auch sehr gut mit Fremddaten umgehen, die Qualität der importierten Modelle ist meist so gut, dass mit Visi Modelling nur noch sehr selten repariert werden muss. Dies wirkt sich wiederum positiv auf die Zeit aus, die für die Arbeitsvorbereitung benötigt wird.

Zur Zeitersparnis beim Programmieren trägt natürlich auch die extra für das Drahterodieren entwickelte Featureerkennung bei. Denn Visi Peps-Wire erkennt selbstständig Regelgeometrien wie Bohrungen, Taschen oder verschiedene Arten von Koniken mit fixem oder variablem Bund und generiert hierfür automatisch den NC-Code. Die Software weiß zum Beispiel auch, ob es sich um eine Geometrie handelt, die 4-achsig bearbeitet werden kann. Und wer will oder muss, kann Features bei Bedarf sehr einfach manuell aufbereiten, modifizieren oder definieren, was zudem den Umgang mit 2D-Geometrien erleichtert.

Bearbeitungstrategien

Bei der Festlegung der Bearbeitungsstrategie sind die vorgegebenen Bearbeitungsmethoden hilfreich, die in Visi Peps-Wire hinterlegt sind – beispielsweise die festgelegte Reihenfolge für Schrupp-, Schlicht- und Trennschritte oder die speziellen Funktionen für die Stempel- und Plattenbearbeitung. Und es geht beispielsweise auch darum, ob vielleicht zuerst nur geschruppt, geschruppt und im Spalt geschlichtet oder vielleicht nur tagsüber mit anschließendem Stopp geschruppt werden soll.

Manche Aufträge können nur auf bestimmten Maschinen bearbeitet werden, weshalb in Kirchlengern unterschiedli-che Maschinentypen diverser Hersteller im Einsatz sind. Neben Mitsubishi heißen die Hersteller Accutex, AgieCharmil-les sowie Sodick. An diesem Punkt kommt ein äußerst wichtiger Aspekt ins Spiel, der ebenfalls eindeutig für Visi spricht: Man muss sich nicht mehr schon bei Beginn der Programmierung auf die jeweilige Maschine festlegen. So können im Vorfeld einfach die Programme erstellt und später dann entschieden werden, auf welcher Anlage gearbei-tet wird. Das stellt einen Riesenvorteil dar, wenn zum Beispiel eine Maschine wegen eines Eilauftrags anderweitig belegt worden ist. Früher dagegen musste man für so einen Wechselvorgang immer wieder aus dem Programm raus-gehen, denn das aktuelle Projekt war ‚nicht mal so eben auf eine andere Maschine zu packen‘. Bei Visi bedeutet das lediglich ‚rechte Maustaste, Maschine wechseln, fertig‘ – das sind nur zwei Sekunden.

Postprozessoren für sieben verschiedene Erodiermaschinen

Jede der sieben verschiedenen Drahterodiermaschinen benötigt natürlich einen speziell hierfür geschriebenen Post-prozessor. Während bei Menke’s früherem System jeder Postprozessor richtig Geld kostete, werden bei Visi Peps-Wire die Postprozessoren für fast alle gängigen Drahterodiermaschinen gleich ohne Aufpreis mitgeliefert. „Das war für uns ebenfalls ein ganz starkes Argument. Von der Entscheidung, beim Drahterodieren auf Visi Peps-Wire zu wechseln, sind wir heute mehr denn je überzeugt“, zieht Manfred Menke ein positives Fazit. „Ich habe bei der Maschinenauswahl die volle Flexibilität, gute Importfunktionen und ich kann schnell mal im 2D-Modus arbeiten, wenn die Feature-erkennung nicht anwendbar ist. Und das alles noch zu einem fast unverschämt günstigen Preis.“

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