Antriebstechnik: Elektrischer Linearantrieb von ROEMHELD im Rennsporteinsatz

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ROEMHELD sponsert das Greenteam der Universität Stuttgart bei der „Formula Student Electric“, dem weltweit größten studentischen Rennsport-Wettbewerb für Elektroautos. Zusammen mit Förderern wie Porsche, Bosch, Daimler und dem Forschungsinstitut für Kraftfahrwesen und Fahrzeugmotoren FKFS unterstützt der Spezialist für Fertigungs-, Montage-, Spann- und Antriebstechnik das Team durch materielle, technische und finanzielle Hilfe. So stellt ROEMHELD elektrische Linearantriebe für die Steuerung der aktiven Hinterachse zur Verfügung. Diese tragen zu einer verbesserten Fahrzeugdynamik bei, die höhere Kurvengeschwindigkeiten ermöglicht. Für den Renneinsatz wurde die Katalogausführung des elektrischen Aktuators „RA 60“ verwendet, die lediglich in einigen Punkten dem technischen Reglement der Rennsportserie angepasst wurde.

Schneller dank Linearantrieben

Der Einsatz der elektrischen Linearantriebe von ROEMHELD zählt 2013 zu den Verbesserungen am Rennboliden, der jedes Jahr von einem neuen studentischen Konstruktionsteam entwickelt wird. Die Aktuatoren dienen zur Spur- und Sturzverstellung der Räder an der Hinterachse des Fahrzeugs, das so erstmals über eine Vierradlenkung verfügt. Das eingebaute Wegmesssystem gibt der übergeordneten CAN-Bus-Fahrzeugsteuerung Rückmeldung über den Einsatz der Aktuatoren, die einen Lenkwinkel von maximal vier Grad ermöglichen. Die Software hierfür wurde speziell für das Greenteam entwickelt und programmiert.

In der „Formular Student Electric“ ist das erfolgreiche Greenteam die einzige Mannschaft, welche diese Technik zur Verbesserung des Fahrwerks und der Lenkung und damit des dynamischen Fahrverhaltens einsetzt. Hierzu stehen die künftigen Ingenieure rund um den verantwortlichen Projektleiter Prof. Dr.-Ing. Jochen Wiedemann vom Lehrstuhl Kraftfahrwesen in engem Kontakt zu den Entwicklungsingenieuren von ROEMHELD.

Gewinn für beide Seiten

„Von enormer Bedeutung ist für uns der Wissenstransfer rund um das technische Anwendungsgebiet unseres Produkts“, so Ismail Kocar vom Produktbereich Montage- und Antriebstechnik bei ROEMHELD, „die Aufzeichnungen der Telemetrie-Daten aus dem Rennfahrzeug sind wichtig für unsere künftige Forschung und Entwicklung.“

Die Standardausführung des „RA 60“ ist wartungsfrei und bietet eine maximale Druckkraft 300 N bis 600 N bei einem Hub von 100 bis 200 mm. Verwendet werden kann der Linearantrieb bei Temperaturen zwischen -20°C und +70°C und – dank Schutzklasse IP69K – selbst unter widrigen Bedingungen. Bei den „Formula Student“-Rennen unter harten, wechselnden Beanspruchungen und rauen, teils regnerischen Wetterlagen zeigt die zuverlässige Funktion der elektrischen Linearantriebe, wie robust sie sind.

International erfolgreich bei „Formula Student“-Rennen

Die „Formula Student“-Wettbewerbe sind internationale Auto-Rennmeisterschaften, an denen ausschließlich studentische Konstruktionsteams teilnehmen dürfen. Die sechs Rennen pro Saison finden in Europa, Asien und den USA statt. Auf dem Hockenheim-Ring hatten die Linearantriebe im August Premiere, bereits einen Monat später beim Rennen im italienischen Varano siegte der Wagen des Greenteams. In Spielberg, Österreich erreichte die Mannschaft mit ihrem Elektroauto Platz drei. Und zum Saisonschluss Mitte Oktober siegten die Stuttgarter beim „Formula Student“-Wettbewerb im chinesischen Xiangyang.

Bild: Die elektrischen Linearantriebe dienen zur Spur- und Sturzverstellung der Räder an der Hinterachse des Fahrzeugs, das so erstmals über eine Vierradlenkung verfügt (Foto: ROEMHELD).

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