Architektur: Daniel Libeskind & sein erstes Wohnhaus in Deutschland

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Daniel Libeskind baut erstes Wohnhaus in Berlin / Fertigstellung für 2016 geplant / Keramikhülle des Gebäudes wandelt CO² in Sauerstoff um / Zum Vertriebsstart nach New York: Daniel Libeskind baut in der Chausseestraße sein erstes Wohnhaus in Deutschland ‒ nur wenige Meter vom ehemaligen Mauerverlauf entfernt.

„Sapphire“ zeigt die für Libeskinds Architektur typischen Ecken und Kanten, so dass der Baukörper an einen geschliffenen Edelstein, an einen Saphir erinnert. Die Fertigstellung des 73 Wohnungen umfassenden Bauvorhabens ist für Ende 2016 geplant.

Mit seiner Namensgebung zielt Libeskind nicht nur auf die kristalline Struktur seines Gebäudes ab. Er gibt zugleich eine liebevolle Zustandsbeschreibung Berlins. „Es zählt seine Ganzheitlichkeit: Das Licht des Saphirs und seine Weichheit zugleich. Aber ein Saphir ist auch rau, er ist hart, er ist beständig, er ist schroff, er ist auch in seiner Materialität widerstandsfähig. All das sind auch die Charakteristika der Berliner und von Berlin selbst“, sagte der Architekt bei einer Projektvorstellung.

Die Realisierung des Baus liegt in den Händen zweier Berliner Unternehmer, Rainer Bahr und Holger Rausch. „Wir freuen uns, Libeskind als Architekten für unser Vorhaben gewonnen zu haben“, sagt Holger Rausch. „Ein Eckgrundstück vis-à-vis des Bundesnachrichtendienstes birgt viele Herausforderungen. An diesem prominenten Ort in Berlin-Mitte wollten wir jedoch keine Kompromisse eingehen, sondern ein kompromisslos schönes Gebäude schaffen.“ Und Rainer Bahr ergänzt: „Physisch schließen wir eine Baulücke. Historisch betrachtet überbrückt Sapphire eine Strecke von 60 Jahren, in denen in Berlin keine Wohnarchitektur von internationaler Ausstrahlung geschaffen worden ist.“

Der Verkauf der Wohnungen startet am 11. November im New Yorker Soho-Haus, rund 6’500 Kilometer vom Bauplatz entfernt. „Damit schlagen wir eine Brücke zwischen dem Hauptarbeitsort und Lebensmittelpunkt des Architekten und dem Ort seines aktuellen Lieblingsprojektes“, sagt Nikolaus Ziegert, dessen Unternehmen mit der Vermarktung beauftragt ist. Zugleich werden im Kaufhaus des Westens drei Modelle des Libeskind-Projektes präsentiert. Nikolaus Ziegert geht dabei von einem größeren internationalen Interesse an den Sapphire-Wohnungen aus. „Ich kann mir aber auch gut vorstellen, dass viele Berliner die Gelegenheit wahrnehmen und eine Wohnung von Daniel Libeskind kaufen wollen,“ erklärt Nikolaus Ziegert.

Jede der zwei- bis vier- Zimmer-Wohnungen in Sapphire ist ein Unikat. Zwischen 36 und 169 Quadratmeter messen die 73 Apartments, in denen mindestens eine Wand Libeskinds skulpturale Bauweise erkennen lässt. Innen werden hochwertige Standards wie Massivholzparkett, Fußbodenheizung, gespachtelte Wände mit weißem Anstrich sowie Decken aus Sichtbeton durch exklusive Details ergänzt. Wer es wünscht, erhält eine Küchenzeile, welche die unverkennbare Handschrift von Daniel Libeskind trägt. Mindestens eine Terrasse, Loggia oder ein Balkon pro Wohnungen schaffen viele Möglichkeiten für den ganz persönlichen Berlingenuss. Und neben atemberaubenden Wohnungen und Penthäusern gibt es auch Gemeinschaftsflächen auf den Dächern, einen Hof, der eine Freifläche bietet und eine Anlage für Sport und weitere Aktivitäten.

Besonderen Wert legt Libeskind auf die ökologische Nachhaltigkeit seines Vorhabens. Dabei soll vor allem die markant schimmernde Keramik-Fassade die CO²-Bilanz des Gebäudes verbessern. „Diese Art Kachel ist noch nie zuvor hergestellt worden und ist vollkommen umweltfreundlich. Sie trägt zum Ausgleich des CO²-Fußabdrucks des Gebäudes bei. Nicht nur der Selbstreinigungseffekt des neuen Materials macht sie besonders, sondern auch die Tatsache, dass sie Sauerstoff produziert, indem sie Kohlendioxid umwandelt,“ Kacheln bedeuten zudem eine lange Lebensdauer. Für den von Libeskind verwandten Keramik-Titanium-Werkstoff konnten bislang keine Verwitterungs- und Erosionserscheinungen nachgewiesen werden.

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