Architektur: Fenster für die Zukunft

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Anlässlich des Oman Eco-Friendly House Competition wurde REHAU als Teil eines internationalen Expertenteams für den Bau eines Musterhauses mit dem zweiten Preis ausgezeichnet. Zusätzlich gewann das Gebäude bei dem Middle East & North Africa Interior Design & Architecture Awards 2015 in der Kategorie Bestes nachhaltiges Projekt. Das Unternehmen war bei diesem Projekt für das gesamte Fenster- und Fassadensystem sowie für die Kühldecken verantwortlich.
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Anlässlich des „Oman Eco-Friendly House Competition“ wurde REHAU als Teil eines internationalen Expertenteams für den Bau eines Musterhauses mit dem zweiten Preis ausgezeichnet. Zusätzlich gewann das Gebäude bei dem „Middle East & North Africa Interior Design & Architecture Awards 2015“ in der Kategorie „Bestes nachhaltiges Projekt“. REHAU war bei diesem Projekt für das gesamte Fenster- und Fassadensystem sowie für die Kühldecken verantwortlich.

Bei der Planung und Ausführung von Bauprojekten in klimatisch extremen Regionen mit starken Wärmespitzen müssen lokale Gegebenheiten sorgfältig miteinbezogen werden. Im Rahmen des Wettbewerbs „Oman Eco-Friendly House Competition“ des Sultanats Oman stellte sich ein Team aus Wissenschaftlern, Planern und Bauunternehmern der Herausforderung, ein Musterhaus für moderne und energieeffiziente Passivhausarchitektur zu bauen. Die Bedingungen hierfür waren: die Einbeziehung lokaler Ressourcen und der sonnenintensiven klimatischen Bedingungen bzw. die Prämisse, die nötige Energie für das Gebäude durch Solarkraft zu generieren. Das Ergebnis: Das auf dem Halban Campus der German University of Technology im Oman (GUtech) fertiggestellte Objekt wurde bei der diesjährigen Preisverleihung des Förderwettbewerbs mit dem zweiten Preis gekürt. REHAU zeichnete bei diesem Projekt für das gesamte Fenster- und Fassadensystem sowie für die Kühldecken verantwortlich und konnte durch Materialkompetenz und planerisches Know-how einen wichtigen Beitrag zu diesem internationalen Kooperationsprojekt leisten. Erst kürzlich gewann das Gebäude außerdem bei dem „Middle East & North Africa Interior Design & Architecture Awards 2015“ in der Kategorie „Bestes nachhaltiges Projekt“.

Energieeffiziente Baumaterialien für die wachstumsstarke Baubranche im Oman

Die Anforderungen an die Energiewerte des zukünftigen Gäste- und Tagungshauses der Universität waren hoch. Schließlich sollte das Haus als Musterbeispiel für energieeffiziente Architektur die öffentliche Wahrnehmungsschwelle erreichen und lokalen Bauherren als Informations- und Inspirationsquelle dienen. Mit einem Bevölkerungsanteil der unter 21-jährigen von rund 50 Prozent und dem dadurch bedingten hohen Bedarf an Wohnraum wird der aktuelle Bauboom im Sultanat vermutlich bis weit in die Zukunft anhalten. Gleichzeitig muss dem wachsenden Energiebedarf Rechnung getragen werden. Regenerative Kreisläufe, der Einsatz von Solartechnik und energieeffiziente Bauweisen können entscheidend dazu beitragen. Eine Minimierung der Aufheizung und Verlängerung der passiven Kühleigenschaften, 25-27 °C durchschnittliche Innentemperatur bei 50 bis 70 Prozent Luftfeuchtigkeit sowie ein ausgeglichenes Energieverhältnis: Das war die Messlatte, die es im Rahmen des Wettbewerbs einzuhalten galt. Bei Außentemperaturen von bis zu 50 °C und hoher Luftfeuchtigkeit musste die Gebäudehülle gut gedämmt und auch luftdicht ausgeführt werden.

Hochleistungsfähige Fenstersysteme

Um einen Luftaustausch zwischen kühler Innen- und heißer Außenluft zu vermeiden, wurden im kritischen Fensterbereich Hochleistungsdichtungen mit äußerst geringer Luftdurchlässigkeit eingesetzt. Für den rund 80 Quadratemeter großen, teilweise öffenbaren Fensterbereich wurden ausschließlich REHAU Polytech 50S Vorhangfassaden-Systeme in Verbindung mit Fenstern aus GENEO verwendet. Die eingesetzten REHAU Polytec 50S Pfosten-Riegelkonstruktionen überzeugten dabei mit ausgeprägten Isolationseigenschaften. Je nach Profilkombination können äußerst geringe Wärmedurchgangskoeffizienten erreicht werden. Die Vorhangfassade ist dabei thermisch getrennt. Auf diese Weise kann der Energieverlust zwischen Rohbau und Fensterkonstruktion minimiert und thermische Brücken vermieden werden. Mit GENEO entschieden sich die Planer für ein vollarmiertes Fensterprofilsystem aus dem Hightech-Werkstoff RAU-FIPRO. Dieser Faserverbundwerkstoff macht das Profil zum einen enorm stabil und unterschreitet dabei die Anforderungen der Energiesparverordnung (EnEV).

Messungen im Anschluss an die Fertigstellung bestätigten die Effizienz der eingesetzten Mittel: Sowohl das Gebäude insgesamt als auch die Fenstersysteme von REHAU warteten mit überdurchschnittlich niedrigen Werten auf. Bei einer normierten Fenstergröße von 123 x 148 cm wurde mit einem Wärmedurchgangskoeffizienten (Uf) von bis zu 0,85 W/m2 K der Toleranzbereich eines Passivhauses erreicht.

Effiziente Kühlung

Die REHAU-Experten unterstützen aber nicht nur die Planung und den Einbau der Fenstersysteme vor Ort, sondern konnten darüber hinaus bei der Planung und Umsetzung von energieeffizienten Kühldecken in den Innenräumen des Gebäudes ihr Know-how einfließen lassen. Insgesamt ist auf rund 120 Quadratmetern die REHAU Deckenkühlung Coolboard im Einsatz und deckt damit eine Kühlleistung von etwa 5.800 Watt energieeffizient ab. Das Ergebnis: Das ECO HAUS ist das erste Gebäude im Oman, das auf Basis von Strahlungskühlung über die Decke gekühlt wird und daher schon jetzt ein gefragtes Anschauungsobjekt für Architekten und Ingenieure aus der Golfregion ist.

 

Bild: Das preisgekrönte Musterhaus der GUtech überzeugt nicht nur optisch, sondern auch durch seine hohe Energieeffizienz (Bildrechte: Behrendt & Rausch Fotografie)

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