Architektur: In Bayern steht erstes Haus aus dem 3D-Drucker

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3m_3d_haus

Im Schichtbauverfahren entstanden die beiden Haushälften in insgesamt 60 Stunden aus Sand und einem Bindemittel:  Dreidimensionales Drucken – das ist ein Trend, der inzwischen zahlreiche Lebensbereiche erobert hat. Schmuck, Maschinenteile, Designobjekte: Vieles wird bereits in sogenannten additiven Produktionsverfahren hergestellt. Aber ein Haus aus dem Drucker? Wohnraum aus dem Plotter ist eine Vision, die Wirklichkeit geworden ist. Das FutureLAB of Architecture, eine durch das Multi-Technologieunternehmen 3M gesponserte interdisziplinäre Forschungseinrichtung, hat das Rennen um das erste Haus direkt aus dem 3D-Drucker bereits Ende des letzten Jahres für sich entschieden und forscht jetzt an einer Weiterentwicklung dieser Technologie.

Vollständig durchdachte Wohneinheit

Obgleich man kein Haus in gewohnten Dimensionen erwarten darf, sondern eher einen auf das Nötigste reduzierten Wohnraum mit wenigen Quadratmeter Fläche und einer Höhe von rund drei Metern, stellt das Objekt eine konzeptionell vollständig durchdachte Einheit dar: Küche, Toilette, Bett, Regal – alles wird in einem einzigen Druckvorgang Schicht für Schicht aufgebaut. Haustechnik gleich mitgedruckt Das futureLAB of Architecture beschäftigte sich nicht nur mit der Frage, wie ein Haus gedruckt werden kann, sondern auch mit der Bedeutung dieser neuen Technologie für die gesamte Bauindustrie. So wurde beispielsweise der Einsatz innovativer Vakuumisolierungen untersucht und die Integration der Haustechnik in Wände, Böden und Decken umgesetzt. Selbst Wasser- und Elektroleitungen wurden mitgedruckt.

Produktion im Schichtbauverfahren Im Schichtbauverfahren entstanden die beiden Haushälften in insgesamt 60 Stunden aus Sand und einem Bindemittel. Die Objekte wiegen jeweils etwa zwei Tonnen. Die Druckkosten für das Mikro-Appartement liegen bei rund 60’000 Euro.

Einstieg in mögliche Zukunftsmärkte

„Für 3M New Ventures geht es darum, mögliche Zukunftsmärkte frühzeitig zu erkennen, um die globale Innovationsführerschaft von 3M weiter auszubauen“, begründet Thomas Andrae, Direktor von 3M New Ventures, das Engagement seines Unternehmens im FutureLAB of Architecture. „Mit unserem Engagement unterstützen wir eine zukunftsorientierte Forschungsplattform, die uns hilft, Trends in Themen wie Städtebau, Architektur, Design, Technologie und Materialien zu identifizieren. Darüber hinaus hilft uns das Projekt, nachhaltige Beziehungen zu innovativen Partnern wie Voxeljet aufzubauen.“

3M New Ventures

Der Corporate Venture von 3M, mit Hauptsitz in München, wurde 2008 ins Leben gerufen, um sich an innovativen Start-Up-Unternehmen mit strategischer Relevanz für den Konzern zu beteiligen. Das Team von Stefan Gabriel identifiziert weltweit Zukunftstechnologien und neue Geschäftsmodelle um in diese zu investieren. Fokusbereiche sind dabei unter anderem Energie, Wasser, neue Materialien und Gesundheit. Zum aktuellen Portfolio von 3M New Ventures gehören derzeit mehr als 20 Unternehmen weltweit.

FutureLAB of Architecture

Das FutureLAB of Architecture ist eine gemeinnützige interdisziplinäre Forschungseinrichtung an der UCLA (University of California, Los Angeles) und an der HUD (Universität of Huddersfield in Großbritannien). Sie agiert als Alternative zu einem traditionellen Studienangebot an der Schnittstelle von Architektur, Ingenieurwissenschaften, Städtebau und Materialforschung. 2009 wurde das erste FutureLAB of Architecture by UCLA (University of California, Los Angeles) von Sir George Buckley, dem damaligen CEO und Stefan Gabriel President New Ventures von 3M sowie Prof. Peter Ebner in einer Kooperation mit der UCLA gegründet. 2013 entstand das FutureLAB of Architecture by HUD. Prof. Peter Ebner ist seit 1998 international in der Lehre tätig.

Bei dem Projekt 3D waren Studenten aus den Disziplinen Architektur, Maschinenbau, Luftfahrttechnik und Robotik von den Universitäten UCLA, HUD, TU München, Hochschule München, Tokyo University, Chiba University beteiligt.

 

Bild: Im Schichtbauverfahren entstanden die beiden Haushälften in insgesamt 60 Stunden aus Sand und einem Bindemittel, Quelle: 3M

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