Architektur: Kunststoff für WM-Stadien in Brasilien

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Bayer-Kunststoff für außergewöhnliche Architektur zur Fußball-WM / Spezielles Material für Stadien in Brasilien: In Brasilia ist das Wetter sehr unterschiedlich. Mal sengende Hitze, dann wieder heftiger Regen. Vor beidem müssen die 70’000 Zuschauer im neuen Estadio Nacional geschützt sein, einem der Austragungsorte der diesjährigen Fußballweltmeisterschaft. Erreicht wird das durch eine außergewöhnliche Dachkonstruktion, ebenso formschön wie zweckmäßig: Platten aus einem durchsichtigen Hochleistungskunststoff von Bayer MaterialScience halten Nässe und Sonnenstrahlen ab.

Rund 7’500 Quadratmeter des Dachinnenrings bedecken diese Elemente, von denen jedes zehn Meter lang ist. Sie sind mit einer Beschichtung versehen, die ultraviolette Strahlen fernhält – und gleichzeitig genug Licht durchlässt, damit der Rasen auf dem Spielfeld gedeiht. Das kreisförmige Hängedach ist aber nicht nur besonders funktionell, es setzt auch architektonisch einen weiteren Akzent in der brasilianischen Hauptstadt, die mit ihren vielen herausragenden Bauten zum Weltkulturerbe zählt.

Ein bauliches Highlight ist auch die “Arena das Dunas”, das “Dünenstadion” in der Küstenstadt Natal. Hier kommen in Zwischenräumen der Dachkonstruktion 20 hohe, schlanke Elemente aus dem transparenten Bayer-Kunststoff Polycarbonat zum Einsatz, von denen keines dem anderen gleicht.

Ausgefallene Ideen

Die beiden Stadien in Brasilien sind nur zwei von vielen Sportstätten rund um den Globus, in denen mit Hilfe von Polycarbonat ausgefallene Konzepte und einzigartige Strukturen verwirklicht wurden. Ob die honigfarben schimmernde “Bernsteinarena” in Danzig, die zur Europameisterschaft 2012 erbaut wurde, oder das Olympiastadion “Spyridon Louis” in Athen, Hauptort der Sommerspiele 2004 – überall kommen die Vorteile des Kunststoffs zum Tragen: Er ist besonders stabil und leicht, außerdem in jede Form zu bringen und in vielen Farben erhältlich.

Ähnlich gute Eigenschaften weist auch ein anderes Bayer-Material auf, das bei der WM in Brasilien zum Einsatz kommt – allerdings nicht auf dem Dach, sondern als Markierung am Boden: Hier helfen Kunststoffplatten mit winzigen Noppen blinden und sehbehinderten Menschen, im Gedränge der Fußballstadien zurechtzukommen.

Das Orientierungs-System wird in dem südamerikanischen Land aber auch schon anderswo eingesetzt. In Bankfilialien, Einkaufszentren und selbst in U-Bahn-Stationen – damit auch Menschen mit gesundem Augenlicht leichter die richtige Verbindung finden können.

 

Bild: Tomás Faquini, Brazilian Ministry of Sports



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