Zaha Hadid Architects werden in Taiwan eine Brücke bauen. Zusammen mit dem Stuttgarter Ingenieurbüro Leonhardt, Andrä & Partner und Sinotech Engineering haben sie einen internationalen Wettbewerb für den Entwurf der der Danjiang-Brücke gewonnen. An der Mündung des Tamsui-Flusses gelegen, der durch die Hauptstadt Taipei fließt, bildet die Brücke einen wichtigen Bestandteil der Infrastrukturprogramms im nördlichen Taiwan. Sie soll die Verbindung zwischen den Stadtteilen stärken und den lokalen Durchgangsverkehr reduzieren helfen. Außerdem wird sie das Danhai Light Tail Transportation System (DHLRT) erweitern, dadurch, dass sie eine Anbindung der Stadt Bali und des Hafens an das Eisenbahnnetz von Taipei ermöglicht. Die Fertigstellung ist für 2020 vorgesehen.

Das Mündungsgebiet des Tamsui ist eine naturbelassene Umgebung , die von den städtischen Zentren von Tamsui im Osten und Bali im Westen eingefasst wird. Es erfreut sich bei den Einheimischen und Touristen wachsender Beliebtheit als Erholungsgebiet, zumal der Sonnenuntergang über der Taiwan-Straße hier besonders eindrucksvoll erscheint. Diesem natürlichen Rahmen wird die Schrägseilbrücke perfekt gerecht, aus jeder Perspektive macht sie eine gute Figur, wie die Renderings zeigen.

Sie wirkt sehr grazil, weil auf einer Länge von 920 Metern nur ein einziger Mast aus Beton zum Einsatz kommt, und dieser wird so schlank wie möglich ausgeführt, damit er nicht die Schifffahrt behindert und gleichzeitig freie Sicht auf den Sonnenuntergang erlaubt. Zudem hält sich der Eingriff in das Ökosystems des Flusses auf diese Weise in Grenzen. Bei Fertigstellung wird die Brücke die weltweit längste asymmetrische Schrägseilbrücke mit nur einem Masten sein.  

Projektdaten:

Bild oben: Danjiang-Brücke von Zaha Hadid Architects, Rendering: MIR