Architektur: Mehr Kapazität & Komfort für Metrostationen

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Das Bevölkerungswachstum und die Urbanisierung lassen mehr Menschen als jemals zuvor in die Städte strömen: Metrostationen und deren Betreiber stehen somit vor großen Herausforderungen hinsichtlich Mobilität und Effizienz. Die seillose Aufzugstechnologie des von thyssenkrupp Elevator entwickelten MULTI-Systems soll diese Herausforderungen meistern helfen.
thyssenkrupp_multi

Meinungsführer von Transport of London (TfL), London First, Arup, WSP, thyssenkrupp Elevator und Weston Williamson diskutieren in London über die neueste Technologie zur Neugestaltung von Metrostationen. Ziel ist, die Bahnhöfe fit für die Anforderungen des 21. Jahrhunderts zu machen. Das Bevölkerungswachstum und die Urbanisierung lassen mehr Menschen als jemals zuvor in die Städte strömen: Metrostationen und deren Betreiber stehen somit vor großen Herausforderungen hinsichtlich Mobilität und Effizienz. Allein in London wächst die Bevölkerung jedes Jahr um 1,5 Prozent, derzeit leben hier fast 8,6 Millionen Einwohner. Der Einsatz neuer Technologien an den wichtigsten Verkehrsknotenpunkten der Stadt ist unerlässlich, um Menschen so effektiv wie möglich von A nach B zu bringen.

Die Podiumsdiskussion findet zu einem wichtigen Zeitpunkt statt, da der Druck auf die Londoner U-Bahn, das weltweit älteste unterirdische Verkehrsnetz, weiter wächst. Die Passagierzahlen sind in den letzten zehn Jahren um 33 Prozent gestiegen, wobei die Londoner U-Bahn jedes Jahr von rund 1,34 Milliarden Fahrgästen genutzt wird. Da sich der Lebensstil der Menschen weiterentwickelt und Pendler eine bessere Work-Life-Balance anstreben, werden diese Verkehrsknotenpunkte mehr und mehr ausgebaut, um auch Einkaufsmeilen und Restaurants in das Verkehrsnetz einzubinden. Stationen wie Waterloo und King’s Cross zeigen bereits heute sehr deutlich: U-Bahnhöfe werden mehr und mehr zu kleinen, städtischen Sub-Zentren. Einkaufen, Freizeitaktivitäten und das Pendeln geschehen unter einem Dach und in angenehmer Atmosphäre.

95 Millionen Passagiere jährlich in der Waterloo-Station

Der effektive Transport stößt aber an seine Grenzen. Metrostationen sind komplexe Infrastrukturen, die mehrere Bahnstrecken in einem sehr begrenzten Raum übergreifend miteinander verbinden. Die am stärksten frequentierte U-Bahn-Station der Hauptstadt, London Waterloo, fertigt 95 Millionen Passagiere pro Jahr ab, und der tiefste Bahnsteig innerhalb dieses Verkehrsnetzes befindet sich 58 Meter unter der Erde in Hampstead. Fahrzeit und Reisekomfort müssen bei allen Überlegungen hinsichtlich der Neugestaltung dieser U-Bahn-Stationen und Bahnhöfe stets im Vordergrund stehen, um die Anforderungen des Transports zu gewährleisten.

Auf der heutigen Podiumsdiskussion sagte Chris Williamson, Mitgründer und Partner des Architekturbüros Weston Williamson + Partners: „Die ursprüngliche Idee, Bahnlinien unterirdisch zu verlegen, war absolut revolutionär für die damalige Zeit. Da das Passagieraufkommen aber weiter wächst, stehen die Entwickler und Planer vor gewaltigen Herausforderungen: Die unterirdische Lage dieser Linien mach es unglaublich schwer das U-Bahn-Netz mit modernen Kapazitäten und Zugangsvoraussetzungen in Einklang zu bringen. Für die meisten Pendler ist es ebenso wichtig, schnell und bequem den tiefsten Bahnsteig zu erreichen, wie rasch von Station A nach Station B zu kommen. Die seillose Aufzugstechnologie, wie sie in dem von thyssenkrupp Elevator entwickelten MULTI-System zu finden ist, hat das Potential, die vorhandene Infrastruktur neu zu definieren und neue Zugangsebenen sowohl zwischen den einzelnen Bahnsteigen, als auch von den Bahnsteigen zur oberirdischen Welt zu schaffen. Diese Art der Innovation ist der Schlüssel für das zukünftige Stadtkonzept und könnte eine richtungsweisende Möglichkeit zur Lösung der Mobilitätsprobleme darstellen, mit denen sich jetzt so viele U-Bahn-Netze konfrontiert sehen. Was aber noch wichtiger ist: MULTI kann auch ein weiteres Wachstum der unterirdischen Bahnhöfe ermöglichen, also den Bau neuer U-Bahn-Linien unterhalb der Bestehenden, um die vorhandene Kapazität weiter zu erhöhen.“

Neuartige Aufzüge verbessern Passagiertransport

MULTI ist eine der wichtigsten Lösungen, die auf der Podiumsdiskussion erörtert werden; der weltweit erste horizontale/vertikale „Willy-Wonka-Aufzug“, der buchstäblich neue Fahrtrichtungen in unterirdischen Verkehrsknotenpunkten ermöglichen kann. MULTI bricht mit der 160-jährigen Tradition konventioneller Aufzüge und wurde entwickelt, um die Mobilität und Effizienz des Passagiertransports um 50 Prozent zu steigern. Das System erreicht dies, indem es dafür sorgt, dass mehrere Kabinen in einer kontinuierlichen Schleife in einem Schacht sicher aufwärts und in einem anderen abwärts fahren, ähnlich einem kreisförmigen Pendelverkehr. Der einzige für die Fahrgäste sichtbare Unterschied ist, dass alle 15 bis 30 Sekunden eine neue Kabine für den Transport bereitsteht.

Andreas Schierenbeck, CEO von thyssenkrupp Elevator ergänzt: „MULTI wurde ursprünglich für hohe Gebäude entwickelt, um die Kapazität des Aufzugsschachts zu verdoppeln, den Platzbedarf eines Aufzugs zu verringern und sowohl vertikale als auch horizontale Bewegungen zu ermöglichen. Architekten können somit höhere, kreativere und benutzerfreundlichere Gebäude entwerfen. Das innovative MULTI-System ist zugleich auch eine erstklassige Lösung für die Herausforderungen der Metrostationen. Wenn es zum Einsatz käme, könnte es die Struktur des Londoner Verkehrsnetzes verändern und die britische Position an der Spitze globaler Innovationen verstärken. MULTI stellt eine praktische Lösung dar, die in Dutzenden von U-Bahn-Netzen auf der ganzen Welt für Entlastung sorgen könnte. Die Anwendungsmöglichkeiten von MULTI zeigen schon heute das Potenzial dieses Systems, das eine der revolutionärsten Entwicklungen unserer Zeit darstellt.“

Die Teilnehmer an der Podiumsdiskussion sind:

  • Lauren Sager Weinstein, Leiterin Analytik und Kundenerlebnis bei TfL
  • Baroness Jo Valentine, CEO von London First
  • Richard De Cani, Geschäftsführer bei Arup
  • Rachel Skinner, Expertin für intelligente Städte und Leiterin der Entwicklungsabteilung bei WSP
  • Andreas Schierenbeck, CEO von thyssenkrupp Elevator
  • Chris Williamson, Partner bei Weston Williamson + Partner

MULTI ist derzeit in der Entwicklungsphase und wird dann im Testturm von thyssenkrupp in Rottweil zur Marktreife gebracht. Die erste funktionierende Installation ist für 2017 vorgesehen. Ein Video über dessen Einsatz in Metrostationen kann hier angesehen werden:http://www.thyssenkrupp-elevator.com/.

 

Bild: MULTI Movie (c) thyssenkrupp

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