Architektur: Richtfest in Rottweil

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on xing
Share on whatsapp
Share on email
Share on print

Architektur: Richtfest in Rottweil

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on xing
Share on whatsapp
Share on email
Share on print
Nach nur knapp zehn Monaten Bauzeit laden ThyssenKrupp und die für die Bauausführung verantwortlichen Züblin am 29. Juli 2015 zum Richtfest für den einmaligen Aufzugstestturm in Rottweil ein. Die Turmröhre aus Beton hat mit 232 Metern ihre volle Höhe und damit das Niveau der Aussichtsplattform erreicht.
tke_turm_rottweil_3

Testturm von ThyssenKrupp nimmt nächsten Meilenstein: Nach nur knapp zehn Monaten Bauzeit laden ThyssenKrupp und die für die Bauausführung verantwortlichen Züblin am 29. Juli 2015 zum Richtfest für den einmaligen Aufzugstestturm in Rottweil ein. Die Turmröhre aus Beton hat mit 232 Metern ihre volle Höhe und damit das Niveau der Aussichtsplattform erreicht. In den nächsten beiden Wochen folgen die abschließenden Aufbauten. Ab Mitte August beginnt mit dem Innenausbau dann die nächste Bauphase des höchsten Gebäudes in Baden-Württemberg. Ende 2016 soll das Bauwerk fertiggestellt sein und in Betrieb gehen.

Der Baufortschritt seit dem symbolischen Spatenstich lässt sich sehen: Unter Einhaltung des Zeit- und Kostenplans wurden im Dreischichtbetrieb rund um die Uhr in gerade einmal 245 Tagen die 32 Meter tiefe Grube ausgehoben, die Bodenplatte gegossen und mit Hilfe der innovativen Gleitschalungsbauweise der mittlerweile 232 Meter hohe Turm gebaut. An Spitzentagen wuchs der Bau um bis zu vier Meter in die Höhe. „Der große Einsatz und die reibungslose Zusammenarbeit aller Beteiligten sind einzigartig – bei Großprojekten dieser Art keine Selbstverständlichkeit“, unterstreicht Alexander Keller, CEO für Zentral-, Ost- und Nordeuropa bei ThyssenKrupp Elevator und verantwortlich für den Bau des Turms.

Mit dem Bau des gläsernen letzten Stockwerks und dem Abschluss der Aufzugsschächte wird der Turm in den kommenden beiden Wochen eine Höhe von 244 Metern erreichen. Die letzten beiden Meter bis zur finalen Höhe von 246 Metern folgen schließlich mit der Fertigstellung der Fassade. Bevor es soweit ist, beginnt ab Mitte August zunächst der Innausbau. „Im ersten Schritt werden die einzelnen Stockwerksdecken eingezogen, denn mit Hilfe der Gleitschalungstechnik, bei der die Arbeitsplattform kontinuierlich mit dem Turm nach oben wuchs, ist zunächst eine Betonröhre mitsamt Aufzugsschächten und Wänden entstanden“, so Ulrich Weinmann, Vorstand der Ed. Züblin AG. Im nächsten Schritt folgt ab Herbst dann der Einbau der Gebäude- und Aufzugstechnik. Im März 2016 beginnen die Arbeiten an der Außenmembran.

„Für ThyssenKrupp Elevator wird der Testturm in Rottweil künftig eine Schlüsselfunktion bei der Umsetzung der globalen Innovationsstrategie spielen, die eine maßgebliche Bedeutung für den Erfolg des Unternehmens hat“, so Andreas Schierenbeck, CEO von ThyssenKrupp Elevator. Gemeinsam mit dem Aufzugswerk in Neuhausen auf den Fildern und als Teil des Forschungs- und Entwicklungsstandorts in Pliezhausen bildet der Testturm das Innovationszentrum für Aufzugstechnologien in Deutschland. Hier werden künftig innovative Mobilitätslösungen der Zukunft erforscht, entwickelt und geprüft. Die zahlreichen Universitäten in der Region – darunter in Stuttgart, Konstanz, St. Gallen, Zürich und Winterthur – sind mit ihren rund zehntausend Maschinenbaustudenten ein weiterer wichtiger Standortfaktor.

Zu den Zukunftstechnologien, die in Rottweil zukünftig getestet werden, zählt insbesondere auch das neue MULTI-System, das Ende 2014 erstmals vorgestellt wurde und momentan in der Prototypenphase ist. Als Antrieb der neuesten Aufzugsgeneration kommt die Magnetschwebetechnologie aus dem Transrapid zum Einsatz. Diese hat gleich mehrere Vorteile: Durch die seillose Konstruktion können mehrere Aufzugskabinen in einem Aufzugsschacht betrieben werden. Das erhöht die Beförderungskapazität in einem Schacht um bis zu 50 Prozent und reduziert gleichzeitig den Platzbedarf des Aufzugs im Gebäude um die Hälfte. Dazu können sich die Aufzüge sowohl seitwärts als auch ohne Limitierung der Fahrstrecke in die Höhe bewegen, was völlig neue Anwendungen erlaubt. Im neuen Testturm sind alleine drei der zwölf Turmschächte für das neue MULTI-System vorgesehen.

Von außen ist davon nichts zu sehen. Und trotzdem hat sich der Turm bereits während der Bauphase zu einem Publikumsmagneten entwickelt. An schönen Tagen ist die Besucherterrasse samt Informationsbox neben der Baustelle hochfrequentiert. Dieser Trend wird sich sicher noch verstärken sobald der Turm sein endgültiges Erscheinungsbild hat. Dafür haben die Architekten Helmut Jahn und Werner Sobek, beide international renommierte Vertreter ihres Fachs, einen Entwurf geschaffen, der eine schlüssige Verbindung zwischen der historischen Turm- und Kirchturmlandschaft von Rottweil und dem zukunftsweisenden Industriedesign des Turms herstellt.

 

Bild: Richtfest in Rottweil: Testturm von ThyssenKrupp nimmt nächsten Meilenstein.
 

Share on facebook
Facebook
Share on twitter
Twitter
Share on linkedin
LinkedIn
Share on xing
XING
Share on whatsapp
WhatsApp
Share on email
E-Mail
Share on print
Drucken

Ihre Meinung zum Artikel

Abonnieren
Benachrichtige mich bei
guest
0 Comments
Inline Feedbacks
View all comments

Andere Leser haben sich auch für die folgenden Artikel interessiert

Ab 2020 sollen in Deutschland alle neuen Bauprojekte des Bundesverkehrsministeriums von digitalen Methoden unterstützt werden, um sich besser planen und effizienter realisieren zu lassen. Die Arbeitsgemeinschaft Infra-BIM unter Leitung der Ruhr-Universität Bochum (RUB) hat die erste Phase des Stufenplans zur Einführung des digitalen Planens und Bauens begleitet und Handlungsempfehlungen für das weitere Vorgehen veröffentlicht. 

Bauwerke werden immer komplexer. Die Anforderungen an sie steigen. Eine digitale Planung wie das Building Information Modeling (BIM) hilft, alles im Griff zu behalten. Möglich wird dies durch ein koordiniertes, interdisziplinäres Teamwork aller Beteiligten an einem digitalen Modell ("Zwilling") des jeweiligen Gebäudes.

Redaktionsbrief

Tragen Sie sich zu unserem Redaktionsbrief ein, um auf dem Laufenden zu bleiben.

Wir wollen immer besser werden!

Deshalb fragen wir SIE, was Sie wollen!

Nehmen Sie an unserer Umfrage teil, und helfen Sie uns noch besser zu werden!

zur Umfrage

Aktuelle Ausgabe

Topthema: Wie ERP, CAD und PDM zusammenspielen

PLM sorgt für durchgängige Prozessqualität

Mehr erfahren

Tragen Sie sich jetzt kostenlos und unverbindlich ein, um keinen Artikel mehr zu verpassen!

    * Jederzeit kündbar

    Entdecken Sie weitere Magazine

    Schön, dass Sie sich auch für weitere Fachmagazine unseres Verlages interessieren.

    Unsere Fachtitel beleuchten viele Aspekte der Digitalen Transformation entlang der Wertschöpfungskette und sprechen damit unterschiedliche Leserzielgruppen an.