Architektur: Zelt- und Dachkonstruktionen für Notunterkünfte

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Eine Notunterkunft muss schnell verfügbar, kostengünstig, leicht zu transportieren und unkompliziert im Aufbau sein. In der Katastrophenhilfe ist daher das Zelt die erste Wahl. Doch oft wird aus dem Provisorium ein Dauerzustand, der sich über Jahre erstrecken kann. Ziel des Projektes Architekturstudierender am KIT: ein Ansatz, der die Lebensbedingungen in solchen Zeltlagern verbessert. Mit der sechseckigen Konstruktion „x-tent.me“ entwickelten sie eine Übergangsform zwischen temporärer Unterkunft und dauerhafter Behausung.


Die Studierenden der Fachgebiete „Building Lifecycle Management“ und „Tragkonstruktionen“ der Fakultät für Architektur am KIT analysierten in einem einwöchigen Workshop die Vor- und Nachteile, Ersatz-, Anpassungs- und Erweiterungsmöglichkeiten verschiedener Zeltkonstruktionen. Beispielhafte Szenarien für Extremsituationen waren ein Winterbruch in Japan oder Starkregen in Pakistan. Dabei waren auch die Rahmenbedingungen und Standards der internationalen humanitären Hilfsorganisationen zu berücksichtigen: Aspekte wie Logistik, Kosten, Individualisierung, Weiter- und Umnutzung, Recycling und Entsorgung flossen mit in die Konzeptentwicklung ein.


 


Das Ergebnis: ein Zelt mit hexagonalem Grundriss. Im Gegensatz zu quadratischen oder rechteckigen Modulen erfordert die sechseckige Konstruktion nur wenige planerische Eingriffe, um ein gut funktionierendes Gefüge von Innen- und Außenräumen zu schaffen. Dabei entstehen auch individuell nutzbare Spielräume, die übersteigerter Effizienz und Monotonie entgegenwirken und zudem eine Anpassung an kulturelle Besonderheiten im jeweiligen Einsatzgebiet zulassen.


Ergänzend entwickelten die Studierenden eine innovative, multifunktionale Transportkiste, deren Größe an genormte Transportpaletten (Europoolpaletten) angepasst ist. Die Kisten dienen als modulare Einheiten, die neben den Basis-Zeltbauteilen spezielle, an verschiedene Klimabedingungen angepasste Utensilien enthalten. Jede Kiste lässt sich außerdem zu einer Schlafstätte umfunktionieren. Der Hohlraum zwischen Boden und Liegefläche kann dann entweder als abschließbarer Stauraum dienen oder – mit Dämmmaterial wie Blättern oder Stroh gefüllt – als zusätzlicher Schutz vor Nässe und Kälte.


 


Die beteiligten Institute hatten 2009 bereits mit der Wohntonne „Roll-it“ einen erfolgreichen Beitrag zum studentischen Wettbewerb „Guerilla-Housing – das spontane Bewohnen von urbanen Räumen“ geleistet.


 


Eine Video-Hintergrunddokumentation zu „x-tent.me“ ist im KIT-Youtube-Kanal verfügbar: www.kit.edu/youtube.


Weitere Informationen bietet auch die aktuelle Ausgabe des KIT-Studierendenmagazins ClicKIT unter http://www.kit.edu/clickit sowie die Projektwebseite www.x-tent.me.


 


Bild: Die Studierenden experimentierten mit verschiedenen Zelt- und Dachkonstruktionen, um die optimale Notbehausung zu entwickeln. (Foto: Institut für Tragkonstruktionen, KIT) 

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