Autodesk 2016: Design-Suiten für die verarbeitende Industrie

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Autodesk 2016: Design-Suiten für die verarbeitende Industrie

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Im April hat Autodesk die neuen Design-Suiten enthüllt. Mit enthalten ist dabei wie immer auch das Angebot an die verarbeitende Industrie mit dem zentralen Produkt Autodesk Inventor. Hier schon ein erster Blick darauf, was von den Lösungen zu erwarten ist. Von Andreas Müller

Im April hat Autodesk die neuen Design-Suiten enthüllt. Mit enthalten ist dabei wie immer auch das Angebot an die verarbeitende Industrie mit dem zentralen Produkt Autodesk Inventor. Hier schon ein erster Blick darauf, was
 von den Lösungen zu erwarten ist.  Von Andreas Müller

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Die neuen Lösungen von Autodesk, die sich an Anwender in der verarbeitenden Industrie wenden, enthalten Funktionen für Multi-CAD, 3D-Druck, CAM und Simulation. Im Detail handelt es sich um die Autodesk Product Design Suite, Autodesk Factory Design Suite, Autodesk Inventor HSM und das umfassende Software-Portfolio für die Simulation.
„Produkte sind nicht mehr einfach Produkte. Die Kunden erwarten von ihnen, intelligent zu und mit Dienstleistungen verbunden zu sein und sogar mit der Zeit besser zu werden“, sagt Robert „Buzz“ Kross, Senior Vice President Design, Lifecycle und Simulation bei Autodesk. „Darum haben wir den Einsatz mit den 2016er Suiten erhöht, indem wir eine volle Produktpalette bereitstellen, die unsere Kunden in die Lage versetzen, in der im Wandel begriffenen Fertigungsindustrie konkurrenzfähig zu bleiben und voranzukommen.“
Fertigungsunternehmen haben die Auswahl zwischen drei verschiedenen Varianten der Design-Suiten: Standard (nur die Factory Design Suite), Premium und Ultimate (Factory Design Suite und Product Design Suite). Die Ultimate-Kunden haben außerdem Zugang zu Inventor Professional.

Multi-CAD-Workflow

Autodesk Inventor 2016 enthält nun eine neue Technologie namens AnyCAD, die es den Anwendern ermöglicht, mit Dutzenden nicht-nativen CAD-Daten von allen wichtigen Anbietern zu arbeiten. Dies verbessert den Multicad-Workflow, sowohl unternehmensintern als auch im Zusammenspiel mit Zulieferern. So kann zum Beispiel ein Konstrukteur ein mechanisches Bauteil aus einem anderen CAD-System in den Inventor importieren, wo es auf Passung und Leistung hin untersucht werden. Die Datei wird nicht in Inventor konvertiert. Die importierte Komponente lässt sich vielmehr im Original-CAD bearbeiten und die Änderungen werden automatisch auch in Inventor übernommen.
„Die neue AnyCAD-Technologie ist allein schon ein Grund, auf die 2016er Version zu wechseln, aber wir verbessern auch jeden Teil des Produktworkflows, angefangen vom Konzept bis zur Auslieferung des Produkts, um den Firmen die vor ihnen liegenden Herausforderungen zu bewältigen helfen“, sagt Kross.
Inventor 2016 wird außerdem neue 3D-Druck-Fähigkeiten vorweisen, die die Aufbereitung von digitalen Modellen für den Druck vereinfachen sollen. Anwender können die Modelle ausrichten und modifizieren, um diese an den Drucker anzupassen, ohne dass sie die Quelldatei dabei anfassen und bevor sie die STL-Datei direkt an den Drucker senden.
In allen Autodesk 2016-Design-Suiten sind enthalten:
•  AutoCAD 2016 mit speziell an die Fertigungsindustrie angepassten Features, die es einfacher machen, Entwürfe zu koordinieren und zu dokumentieren und As-Built-Informationen zu gewinnen.
•  Das Autodesk 2015-ReCap-Portfolio. Damit können Konstrukteure und Fertigungsspezialisten von Laserscans gewonnene Daten oder Fotos in den Design-Prozess einschleusen.
•  Alle Subskribenten der Suiten werden weiterhin Zugang zu den Autodesk 360-Cloud-Diensten erhalten. Diese sollen die Desktop-Funktionen erweitern und damit die Zusammenarbeit verbessern helfen sowie das Teilen und die Wiederverwendung von Designs einfacher machen.

Autodesk Product Design Suite

Die Product Design Suite 2016 beherbergt einen umfassenden Satz von Design-, Simulations-, Collaboration- und Visualisierungswerkzeugen. Zu den wichtigen Leistungsmerkmalen gehören:
•  Großzügige neue Freiformwerkzeuge, die einen schnellen und einfachen Zugang in die Modellierung bahnen. Komplexe, organische Formen sind somit leichter zu erstellen, zu wiederholen, zu optimieren und zu analysieren.
•  Inventor-Anwender können nun AutoCAD-DWG-Files in einer Inventor-Part-Datei als DWG-Unterlage nutzen und damit von einem verbundenen, assoziativen Workflow von AutoCAD nach Inventor profitieren.
•  Für die Kunden mit Subskription ist Autodesk Fusion 360 enthalten, eine Lösung, die CAD, CAM und CAE in der Cloud zusammenbringt.

Autodesk Factory Design Suite

Die Fabrikplaner erhalten mit dieser neuen Suite Zugang zu interoperablen, Layout-spezifischen Workflows, cloud-basierten Fabrikressourcen und leistungsstarken Visualisierungs- und Analysetools, mit denen sich Genauigkeit, Effizienz und Kommunikation verbessern lassen sollen. Die neuen Funktionen sind unter anderem:
•  die Möglichkeit für Anwender, große Fabrikanlagen in AutoCAD zu entwerfen und dann rasch in 3D-Navisworks-Modelle zu konvertieren.
•  Batch-Konvertierung von alten CAD-Inhalten in den Fabrikbestand.
•  Punktewolken zeigen nun die Location-Map des Laserscans an und werden über AutoCAD, Inventor und NavisWorks hinweg synchronisiert.
•  Punktewolken lassen sich nun verwenden, um Objekte in der Factory Design Suite zu erstellen

Autodesk Inventor HSM 2016

Die CAM-Lösung von Autodesk stellt einen transparenten Workflow in der 2- bis 5-Achs-Bearbeitung bereit und arbeitet mit vielen verschiedenen CAD-Systemen zusammen. Zu den neuen Funktionen erfahren Sie mehr auf den Seiten 46-47.
Autodesk Simulation 2016-Produkte
Die Familie der Simulationslösungen von Autodesk umfasst nun neue Versionen von Autodesk Simulation Mechanical, Autodesk Nastran In-CAD, Autodesk CFD, Autodesk Moldflow, Autodesk Helius PFA und Autodesk Helius Composite. Simulation Mechanical, Moldflow und CFD 2016 werden mit den Autodesk SimStudio-Tools ausgeliefert, eine Software, mit der sich Geometrien aufbereiten, bereinigen und vereinfachen lassen und die in vielen verschiedenen CAD-Dateiformaten einsetzbar ist. Damit können Anwender nicht nur die Geometrien für die Simulation vorbereiten, sondern auch verschiedene Designvarianten schneller im nativen CAD ausprobieren.
Zu den weiteren Features sind zu zählen:
•  vollständig integrierte Strömungssimulation für Kühlungsanalyse mit Moldflow;
•  Verbesserungen des Modells externer Strahlung und neue Turbulenz-Modelle
•  Fortgeschrittene Autodesk-Nastran-Fähigkeiten in Simulation Mechanical. (anm)

 

Zusatzinformation:

Autodesk Spark 3D in Windows 10

Autodesk kündigt an, dass die Spark 3D-Druck-Plattform in Windows 10 eingebettet werden soll und möchte digitale 3D-Modelle mit der Mixed-Reality-Umgebung HoloLens von Microsoft kompatibel machen.
Autodesk wird die Spark-APIs der Microsoft-Entwickler-Gemeinde kostenlos bereitstellen. Der CAD-Anbieter wird sich außerdem Microsoft als Gründungsmitglied des 3D Manufacturing Format- (3MF-) Konsortiums anschließen, um ein einheitliches und standardisiertes 3D-Druck-Datenformat zu entwickeln und zu fördern.
Die zweite Initiative zielt darauf, 3D-Modelle aus der Autodesk-Software in die VR-Umgebung von Microsoft HoloLens zu übertragen. Digitale Modelle aus Software wie Autodesk Maya oder Fusion 360 könnte dann in der Mixed-Reality-Umgebung von HoloLens sichtbar sein. Für Konstrukteure und Ingenieure ist es damit möglich, eine Modell in voller Größe während des Up-Front-Designs zu betrachten und damit Zeit und Kosten für die physischen Prototypen vor der Fertigung einzusparen.

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