16.11.2016 – Kategorie: Fertigung & Prototyping, Hardware & IT

Autodesk erweitert Komplettlösung für additive Fertigung

Nach dem großen Release von Netfabb 2017 im September legt Autodesk nun nach, was die Idee von Netfabb als einer echten End-to-End-Lösung für die additive Fertigung angeht. Technologie von Delcam, Pan Computing und Project Escher fließt in die 3D-Druck-Software von Autodesk ein. So hat der CAD-Anbieter die Software mit erweiterten Simulationsfähigkeiten, hybrider Fertigungsfunktionalität und kollaborativen 3D-Druck mit multiplen Druckeinheiten versehen.

Nach dem großen Release von Netfabb 2017 im September legt Autodesk nun nach, was die Idee von Netfabb als einer echten End-to-End-Lösung für die additive Fertigung angeht. Technologie von Delcam, Pan Computing und Project Escher fließt in die 3D-Druck-Software von Autodesk ein. So hat der CAD-Anbieter die Software mit erweiterten Simulationsfähigkeiten, hybrider Fertigungsfunktionalität und kollaborativen 3D-Druck mit multiplen Druckeinheiten versehen.

Die Ergänzungen im neuen Update von Netfabb sollen es den Kunden erlauben, kommerzielle Produkte zu testen, zu optimieren, aufzubereiten und schließlich in 3D zu drucken. So soll Netfabb helfen, vom CAD-Entwurf effiziente zum fertigen Bauteil zu gelangen.Im aktuellen Release erhalten Anwender neue Werkzeuge, die sie innovativer und wettbewerbsfähiger in der additiven Fertigung machen sollen. Zu den wichtigsten Funktionen gehören:

  • Cloud-Based Simulation. Die Einführung metallbasierter additiver Fertigungsverfahren geschieht langsam, weil sich die Prozesse in der Fertigung schwer vorhersagen lassen und durch Wiederholungsschleifen hohe Kosten entstehen. Die Simulation in Netfabb baut auf der Technologie des zugekauften Unternehmens Pan Computing auf. Sie soll den Kunden helfen, Verformungen vorherzusagen und anzupassen, den Konstrukteuren und Fertigungsspezialisten ermöglichen, ihre Entwürfe zu optimieren und die Anzahl der Iterationen für verlässliche Ergebnisse reduzieren.
    Das Modul mit einem lokalen Solver wurde mit dem September-Release ausgeliefert. Ab 30. November bis zum 15. Januar des kommenden Jahres haben aktive Netfabb-Subskribenten Zugang zu einer Vorschau auf einen neuen Cloud-Solver. Die entsprechenden Anwender können das Angebot zunächst kostenfrei nutzen.
     
  • Hybride subtraktive und additive Workflows. Subtraktive Fertigungsprozesse braucht es oft für eine bessere Oberflächenveredelung und die Genauigkeit von Bauteilmerkmalen an additiv entstandenen Bauteilen. Dazu muss Extramaterial in das originale Design einberechnet werden, um die abtragenden Bearbeitungsprozesse auszugleichen, indem man eine größere Geometrie bekannt als Near-Net-Shape erstellt. Netfabb enthält nun diese Volumenmodellierungsverfahren, die auf der PowerShape-Technologie von Delcam fußen.
    Die neuen hybriden Fertigungsfunktionen erlaubt es den Anwendern, aus den für CAM-Workflows angepasstenVolumenmodellierungswerkzeugen Nutzen zu ziehen. Die Fertiger haben das Original-Modell im Blick und können die Near-Net-Shape, wie sie gebaut wird, einfach verfolgen, damit sie den Vorgaben der subtraktiven Fertigung entspricht. Damit eröffnet Netfabb einen zusammenhängenden Workflow zwischen der Fertigungsvorbereitung und der Nachbearbeitung.
     
  • Ansteuerung mehrerer Druckköpfe.Teil des Updates ist weiterhin eine Technologie aus dem Projekt Escher, eine Ansteuerung, die Maschinen mit multiplen Druckköpfen antreibt, so dass diese simultan an einem Bauteil zusammen arbeiten. Dieser kollaborative 3D-Druckprozess soll das Drucken im industriellen Maßstab schneller und genauer machen. Autodesk macht die Hardware-Spezifikation und die Software für derartige Maschinen als Open Source verfügbar. So werden die Hardware-Anbieter in der Lage sein, Maschinen mit mehreren Druckköpfen zu entwickeln, die weit schneller als herkömmliche Systeme drucken können sollen.

Preise und Verfügbarkeit

Die Updates für Netfabb werden am 30.November verfügbar sein, wobei die bestehenden Subskribenten die neue Version automatisch erhalten.

Bild: Aus dem Project Escher stammt die Möglichkeit der simultanen Fertigung mit multiplen Druckköpfen. Bild: Autodesk

 


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