03.08.2021 – Kategorie: Komponenten & Systeme

Automatisiertes Parken: So wird es sicher, komfortabel und erschwinglich

Quelle: Continental AG
Kopernikus Automotive und Continental entwickeln gemeinsam eine Lösung für automatisiertes Parken. Auf der IAA Mobility 2021 in München kann man vom 6. bis 12. September diese Zusammenarbeit erstmalig in Aktion…
  • Das Technologieunternehmen Continental beteiligt sich an Kopernikus Automotive, einem KI-Spezialisten für automatisiertes Parken.
  • Dabei steht das Parken in Parkhäusern und Rangieren in Fahrzeugfabriken und in Logistikzentren im Fokus
  • Die Zusammenarbeit zwischen Continental und Kopernikus wird erstmalig an der IAA Mobility München 2021 in Aktion zu sehen sein.

Das Technologieunternehmen Continental investiert in das Leipziger Startup-Unternehmen Kopernikus Automotive und übernimmt eine Minderheitsbeteiligung. Über die Investitionssumme haben beide Unternehmen Stillschweigen vereinbart. Als Spezialist für autonome Fahrtechnologien entwickelt Kopernikus unter anderem Lösungen für Infrastruktur-basiertes Rangieren und Manövrieren von Fahrzeugen. Die Technologie basiert auf fest in der Infrastruktur installierter Sensorik und auf künstlicher Intelligenz basierten Algorithmen, die zentral die Fahrzeuge steuern. Die ersten beiden Anwendungsfälle dieser Technologie sind automatisiertes Parken in Parkhäusern, auch bekannt als Automated Valet Parking (AVP), sowie autonomes Manövrieren von zum Beispiel neu produzierten Fahrzeugen bei Fahrzeugherstellern oder auf Logistikflächen.

Bereits heute lassen sich Fahrzeuge fahrerlos und Infrastruktur-basiert durch Fahrzeugfabriken lenken – diese Technologie könnte in naher Zukunft auch das Parken maßgeblich verändern. Für das Automated Valet Parking steigt der Fahrer aus – zum Beispiel am Terminal eines Flughafens – übergibt über eine App das Fahrzeug an die Infrastruktur und das Auto wird autonom geparkt. Dabei wird das Fahrzeug durch die Infrastruktur geführt, die im Parkhaus installiert ist. Als Sensoren dienen hierbei Kameras. Herzstück des Systems sind KI-basierte Algorithmen, die eine sichere und optimale Orchestrierung sowie Führung aller Fahrzeuge gewährleisten. Kopernikus Automotive stellt eine solche Lösung bereit, mit der sich jedes Parkhaus, jedes Hotel und jeder Flughafen kostengünstig ausrüsten lässt – und damit bereit ist für automatisiertes Parken.

Automatisiertes Parken mit Fahrzeugsensordaten und intelligenter Infrastruktur

Voraussetzung für den Einsatz der Lösung ist eine zusätzliche Fahrzeugfunktion (Central Motion Control), welche die von der intelligenten Infrastruktur vorgegebene Bahnkurve (Trajektorie) in die Ansteuerung der entsprechenden Aktuatorik umsetzt. Die hierfür benötigten Fahrzeugkomponenten sind ein Automatikgetriebe, eine elektrische Feststellbremse, eine elektrische Lenkunterstützung sowie eine intelligente Kommunikationseinheit. Diese sind bereits standardmäßig in vielen Fahrzeugen verbaut.

„In Zukunft werden Autos in Fabriken und auch in Parkhäusern autonom bewegt. Eine sichere, komfortable und erschwingliche Lösung entwickeln Kopernikus und Continental zusammen. Bei Continental arbeiten wir an beiden Lösungen, sowohl an einem autonomen Parkvorgang, welcher auf Fahrzeugsensordaten basiert, als auch an einer Lösung auf Basis intelligenter Infrastruktur – ähnlich wie bei intelligenten Kreuzungen. Die Beteiligung an Kopernikus ist für uns der logische, nächste Schritt, um beide Themen weiter voranzutreiben und zeitnah eine marktfähige Lösung anzubieten“, sagt Ralph Lauxmann, Leiter Strategy and Future Solutions für das Geschäftsfeld Autonomous Mobility and Safety bei Continental.

Fahrdemonstration im IAA-Messeparkhaus

Auf der IAA Mobility 2021 in München kann man vom 6. bis 12. September die Zusammenarbeit zwischen Continental und Kopernikus erstmalig in Aktion erleben: Gemeinsam mit Ford, BMW, Mercedes-Benz und Jaguar-Land Rover sowie der Volkswagen-Automotive-Software-Tochter CARIAD zeigen Continental und Kopernikus in München eine gemeinsame Fahrdemonstration im IAA-Messeparkhaus. Im Rahmen des VDA-Projekts Automated Valet Parking (AVP) wird vor allem die Interoperabilität der Infrastruktur-basierten Lösung mit mehreren Fahrzeugherstellern und weiteren Infrastrukturanbietern demonstriert. „Hier kann man live miterleben, wie wir mit verschiedenen Fahrzeugherstellern und Marken zusammenspielen, um autonomes Parken für alle zu realisieren“, sagt Stefan Jenzowsky, Geschäftsführer von Kopernikus Automotive.

Bild: In Zukunft lassen sich Autos in Parkhäusern autonom bewegen. Kopernikus und Continental entwickeln dafür zusammen eine sichere, komfortable und erschwingliche Lösung. Bildquelle: Continental AG

Weitere Informationen: https://www.continental.com/ und https://www.kopernikusauto.com/

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