Automobilbau: Additive Fertigung von ESD-konformen Teilen

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Automobilbau: Additive Fertigung von ESD-konformen Teilen

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3D-Drucker und spezialisiertes Material ermöglichen beim Automobilzulieferer Continental die kosteneffektive, schnelle und flexible Fertigung ESD-konformer Teile für den Automobilbau.
Automobilbau: Continental setzt auf 3D-Druck

Quelle: Continental AG

  • Continental stellt die Produktion von Teilen für den Automobilbau mit additiver FDM-Technologie von Stratasys und spezialisierten Materialien um.
  • Die Installation des Fortus 450mc 3D-Druckers führt zu einer kosteneffektiven Produktion und schnellen Durchlaufzeit von hochwertigen kundenspezifischen Bauteilen mit ESD-Standard (elektrostatische Entladungen).
  • Ein Beispiel dafür ist eine 3D-gedruckte ESD-konforme Klebevorrichtung.

Das Technologieunternehmen Continental AG bietet ein breites Lösungsportfolio, darunter im Automobilbau die Produktion von Automobilteilen, Konnektivität, automatisiertes Fahren und Mobilitätsdienstleistungen über den Geschäftsbereich Continental Engineering Services (CES). Kosteneffektivität und Schnelligkeit sind der Schlüssel zum Produktionserfolg, und das hat das Unternehmen auf den Einsatz der additiven Fertigung gebracht.

Continental verfügt über ein eigenes Additive Design and Manufacturing (ADaM) Competence Center. Sowohl interne als auch externe Kunden erhalten hier verschiedene additiv gefertigte Muster, mechanische Bauteile und Lösungen für Serienfertigungen mit Baugruppen aus Metall oder Plastik. Das ADaM Competence Center von Continental beherbergt einen industrietauglichen, FDM-basierten Stratasys Fortus 450mc 3D-Drucker. Dieser stellt Endbauteile, Prototypen und – vor allem – Werkzeuge und Vorrichtungen für firmeneigene Produktionsmaschinen her.

Der Röntgenleiter – 3D-gedruckt aus Stratasys Ultem 9085 Resin –gewährleistet, dass Autosensoren bei der Produktion an ihrem Platz bleiben und dass das Produkt reproduzierbar ist. Bildquelle: Stratasys

Individuelle Bauteile aus modernen Materialien herstellen

Entscheidend für die Produktionskapazitäten des Unternehmens sind verschiedene spezialisierte additive Fertigungsmaterialien, mit denen das Team individuelle Lösungen für die Fertigungslinie herstellen kann – beispielsweise Ultem 9085 Resin und ESD-konforme ABS-ESD7 von Stratasys.

„In unserem Competence Center wählen wir sorgfältig hochleistungsfähige, additive Fertigungstechnologien aus, damit wir möglichst viele Anwendungsmöglichkeiten haben”, erläutert Stefan Kammann, Head of Samples and Mechanical Solutions, Continental Engineering Services. „Die Fortus 450mc ist eine großartige Ergänzung zu unserem Portfolio, weil wir dadurch Zugang zu hochspezialisierten Materialien erhalten, mit denen wir die Anforderungen anspruchsvoller Produktionsanwendungen in unserem Werk erfüllen können. Er ist sogar unser einziger 3D-Drucker, der in kürzester Zeit ESD-konforme Produktionsteile herstellen kann.”

ESD-konforme Klebevorrichtung im Automobilbau
Stefan Kammann vor dem Fortus 450mc 3D-Drucker im ADaM Competence Center mit einer 3D-gedruckten, ESD-konformen Klebevorrichtung. Bildquelle: Continental AG

Automobilbau mit elektronischen Komponenten: Antistatische Eigenschaften besonders wichtig

Bei der Herstellung von Automobilteilen und -lösungen für Kunden arbeitet Continental Engineering Services mit einer Vielzahl von elektronischen Bauteilen und Komponenten in der Fertigung. Antistatische Eigenschaften sind daher für alle Maschinenteile, die mit elektronischen Komponenten in Kontakt kommen, von größter Bedeutung. Es verhindert statische Entladungen, die Produkte beschädigen, ihre Leistung beeinträchtigen oder sogar zu einer Explosion oder einem Brand führen können. Für die vielen Werkzeuge und Vorrichtungen, die bei Continental im eigenen Haus hergestellt werden, erfüllt das Material ABS-ESD7 die notwendigen Normen für elektrostatische Entladung beim Umgang mit empfindlichen elektronischen Bauteilen – und bietet gleichzeitig Haltbarkeit und Stabilität.

Eine dieser Anwendungen sind Autoanzeigen. „Die Klebevorrichtung für die Autoanzeige können wir per 3D-Druck aus dem Material ABS-ESD7 von Stratasys fertigen. So verfügen wir über eine schnelle, sichere und ESD-konforme, betriebsinterne Lösung, die individuell angepasst werden kann”, sagt Kammann. „Dies gewährleistet nicht nur eine kontinuierlich schnelle Produktion, sondern zeigt auch, wie wir nach der besten Technologie suchen, um die Fertigungsprobleme zu lösen, mit denen wir konfrontiert werden.”

Die ESD-konforme Klebevorrichtung – 3D-gedruckt aus Stratasys ABS-ESD7 –für eine Anzeigebaugruppe ermöglicht bei Continental eine sichere Handhabung von Elektronikteilen. Bildquelle: Continental

Für Continental ist die Produktionsgeschwindigkeit der Fortus 450mc ein wertvoller Zugewinn, um den Prozess zu beschleunigen und eine kontinuierliche Automobilproduktion zu gewährleisten. Werkzeuge und Bauteile können bei Bedarf innerhalb weniger Stunden produziert werden – das Team kann Druckaufträge so einstellen, dass sie über Nacht ausgeführt werden und man am nächsten Morgen fertige Bauteile in der Hand hat. Auf diese Weise kann Continental insgesamt sehr viel flexibler produzieren, vor allem bei Ersatzteilen.

„Mit der Fortus 450mc sind wir in der Lage, schnell Ersatzproduktionswerkzeuge und -bauteile aus Hochleistungsthermoplasten herzustellen, welche die gleiche Leistung erbringen, die wir von einem traditionell hergestellten Äquivalent erwarten würden”, sagt Kammann. „Wichtig ist, dass dadurch langwierige Fertigungszeiten im Zusammenhang mit traditionell hergestellten Werkzeugen vermieden und kostspielige Maschinenausfallzeiten, die mit dem Warten auf Ersatzteile verbunden sind, umgangen werden. Stattdessen können wir eine kontinuierliche Produktion sicherstellen und haben geringe oder gar keine Maschinenausfallzeiten.”

Additive Fertigung stellt Leistungsfähigkeit der Produktentwicklung sicher

Yann Rageul, Head of Manufacturing Business Unit, EMEA und Asien bei Stratasys meint hierzu: „Die aktuelle globale Konjunkturlage ist weiterhin problematisch. Additive Fertigung spielt eine Schlüsselrolle bei der dringend erforderlichen Leistungsfähigkeit des Produktentwicklungsprozesses von Unternehmen. Inzwischen sind immer mehr Materialien verfügbar. Hersteller können hierdurch die hohen Anforderungen anspruchsvoller herkömmlicher Produktionsanwendungen erfüllen und den Prozess um weitere Anpassungsvorteile ergänzen. Es ist schön, zu sehen, dass Unternehmen wie Continental additive Fertigung in ihrem Betrieb nutzen, um Produktionsprobleme zu überwinden und dabei sicherstellen, dass für Kunden die Servicequalität bestehen bleibt. Aus strategischer Sicht ist dies für unsere Kunden und die meisten Unternehmen im Moment unerlässlich.”

Bild oben: Continental zählt zu den Technologieführern im Automobilbau und bietet eine breite Produktpalette für Pkw, Nutzfahrzeuge und Zweiräder an. Bild: Continental AG

Weitere Informationen: https://www.stratasys.com/de/3d-printers/fortus-380mc-450mc

Erfahren Sie hier mehr darüber, was Automobilzulieferern bei der Produktentwicklung hilft.

Lesen Sie auch: „Nachbearbeitung im 3D-Druck: Wie Stützstrukturen schneller weichen“

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