Automobilbau: VR-App für global verteilte Produktentwicklung

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Am renommierten Internationalen Wiener Motorensymposium hat Ricardo, Entwicklungsdienstleister im Automotive-Umfeld, eine Virtual-Reality-App vorgestellt, die simultane Design-Reviews mit vielen Beteiligten und über mehrere Standorte hinweg ermöglicht.

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Am renommierten Internationalen Wiener Motorensymposium hat Ricardo, Entwicklungsdienstleister im Automotive-Umfeld, eine Virtual-Reality-App vorgestellt, die simultane Design-Reviews mit vielen Beteiligten und über mehrere Standorte hinweg ermöglicht. Die Automobilbranche sieht sich vor die Aufgabe gestellt, ihre komplexen Entwicklungsprogramme in immer kürzerer Zeit und in immer höherer Qualität umzusetzen. Der formale Prozess der Prüfung und Bewertung von Konstruktionsmodellen trägt ganz wesentlich zum Erreichen der gewünschten Funktionalität und Leistung, zu fertigungsgerechten Entwürfen und schließlich zum Markterfolg bei. Dafür müssen Expertenteams international zusammenarbeiten, zumal Autohersteller ihre Plattformen an viele Märkte anpassen wollen und dabei darauf angewiesen sind, ihre eigenen Engineering-Ressourcen von jedem Ort aus anzapfen zu können. Als Anbieter vielschichtiger Engineering-Programme, die auch die weltweite Zusammenarbeit mit Kunden einschließen, hat Ricardo die Entwicklung immersiver VR-Lösungen vorangetrieben. Damit sollen geografisch verteilte Teams ihre Designs effektiver und effizienter optimieren können. Die Teilnehmer des Wiener Motorensymposiums konnten sich von der Lösung in Form der Ricardo VR Engineering Design Review-App ein Bild machen. Mit der App lassen sich komplexe CAD-Modelle in Lebensgröße im Rahmen einer immersiven VR-Session von mehreren Teilnehmern gleichzeitig erkunden. Interdisziplinäre Teams und Zulieferer von überall her treffen sich so in der virtuellen Umgebung. Die App basiert auf einem CAD-Modell, in dem Anwender einzelne Komponenten bearbeiten und untersuchen, aber auch Unterbaugruppen anzeigen, ausblenden oder isolieren können. Das dynamische Querschnittswerkzeug erlaubt es darüber hinaus, innenliegende Bauteile zu visualisieren, was mit physischen Prototypen so nicht möglich wäre, und dabei auch mögliche Kollisionen, die Produzierbarkeit und die Komplexität des Zusammenbaus zu ermitteln. Bei der Arbeit am Modell lassen sich Bemaßungen vornehmen, Anmerkungen hinzufügen, Screenshots anfertigen und Voice-Memos aufzeichnen. In der VR-Umgebung zusammenzuarbeiten, ergänzt sich mit den Erfahrungen von Ricardo in der Systementwicklung hybrider und anderer komplexer Antriebsstrang-Architekturen, die als integrierte modellbasierte Entwicklung (Integrated Model Based Development — IMBD) bekannt sind. Außerdem präsentiert Ricardo auf der Konferenz das Paper „A New-Generation Lean Gasoline Engine for Reduced CO2 in an Electrified World“, das einige Ergebnisse aus dem PaREGEn-Projekt (Particle Reduced, Efficient Gasoline Engines) beleuchtet. Das EU-geförderte Forschungsvorhaben soll den optimalen Trade-off zwischen Umweltfreundlichkeit und Effizienz bei Verbrennungsmotoren identifizieren helfen, indem moderne Entwicklungsverfahren und neuartige Motorenkomponenten zum Einsatz kommen. Speziell geht es darum, Kapazitäten für die Entwicklung zukünftiger Verbrennertechnologien im PKW-Mittelklasse- und Premiumsegment aufzubauen, um beispielsweise eine 15-prozentige CO2-Reduktion unter dem Euro 6d-RDE-Regime zu erreichen.
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