Bauwesen: Mit Carbon gegen marode Brücken

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c3_carbonbruecke

„Die Medien waren in den vergangenen Monaten voll mit Berichten über marode Brücken. Wir gehen jetzt die Lösung an, sie nachhaltig zu sanieren!“ – Professor Manfred Curbach strahlt seinen Optimismus nicht von ungefähr aus: Er wurde gerade zum Vorsitzenden des neuen Vereins „C3 – Carbon Concrete Composite“ gewählt.

Exakt 40 namhafte Firmen und Vertreter deutscher Universitäten haben sich in dem Verein zusammengefunden, um einer kleinen Revolution beim Bauen den Weg zu ebnen. Ex-Bilfinger Vorstand Klaus Raps, stellvertretender Vorsitzender des neuen Vereins C3, ist begeistert, dass „hier etwas völlig Neues entsteht: das Bauen steht vor einer revolutionären Weiterentwicklung. Mit dem Ersatz des leicht rostenden Stahls durch Carbon läuten wir hinsichtlich Haltbarkeit, Nachhaltigkeit und Schönheit eine neue Ära ein.“

Der Bund unterstützt das engagierte Anliegen, in den nächsten zehn Jahren wenigstens 20 Prozent der Stahlbewehrung durch Carbonbewehrung zu ersetzen, mit 45 Millionen Euro. Das Konsortium Carbon Concrete Composite ist eins von zehn Projekten, das im Rahmen des Programms Zwanzig20 des Bundesministeriums für Bildung und Forschung gefördert wird.

„Das Zeitalter des Stahlbetons ist vorbei – Carbon Concrete Composite läutet den Paradigmenwechsel ein!“, sagt Prof. Curbach, der an der TU Dresden Direktor des Instituts für Massivbau ist. Er sieht die Zukunft des Bauens in der hochtechnologischen Verbindung von Carbon und Beton. Das dauerhafte, leichtere und  festere Material Carbon eröffnet zudem noch etliche Möglichkeiten, neue Technologien in Bauten zu integrieren. So gesehen waren sich die Anwesenden einig: Die Vereinsgründung war ein Kick-off in eine aufregende Zukunft.

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