Berufsbegleitendes Masterstudium Materialien und Prozesse von Saar-Uni und Steinbeis-Hochschule

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Die Universität des Saarlandes bietet jetzt gemeinsam mit der Steinbeis-Hochschule Berlin den neuen Master-Studiengang „Materialien und Prozesse“ an, der berufsbegleitend studiert werden kann. Er bereitet Teilnehmer aus der Industrie auf anspruchsvolle Entwicklungstätigkeiten vor.
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Die Universität des Saarlandes bietet jetzt gemeinsam mit der Steinbeis-Hochschule Berlin den neuen Master-Studiengang „Materialien und Prozesse“ an, der berufsbegleitend studiert werden kann. Er bereitet Teilnehmer aus der Industrie auf anspruchsvolle Entwicklungstätigkeiten vor. Die beteiligten Firmen profitieren gleich doppelt vom Wissens- und Technologietransfer: Ihre Mitarbeiter werden auf hohem Niveau weitergebildet und sie lösen während des Masterstudiums ein werkstofftechnisches Problem aus ihrem Unternehmen. Dabei werden sie von Materialwissenschaftlern an der Saar-Uni unterstützt, die für die Steinbeis-Hochschule Berlin deutschlandweit die forschungsnahe Weiterbildung anbietet.

„Eine Studie der Akademie der Technikwissenschaften hat gezeigt, dass deutsche Exportgüter zu etwa 70 Prozent am Weltmarkt erfolgreich sind, weil sie innovative Werkstoffe nutzen“, sagt Frank Mücklich, Professor für Funktionswerkstoffe der Saar-Uni und Leiter des neuen Studiengangs. Diesen Wettbewerbsvorteil könnten die Unternehmen jedoch nur ausspielen, wenn ihre Mitarbeiter auf dem neuesten Stand der Technik sind und sich dafür ständig weiterbilden. „In dem neuen Master-Studiengang ‘Materialien und Prozesse’ wollen wir Fachleuten aus der Industrie in vier Semestern den aktuellen Forschungsstand in der Materialwissenschaft und Werkstofftechnik und auf dem Gebiet der Prozesstechnik vermitteln. Sie profitieren dabei von der großen Bandbreite an Lehr- und Forschungsthemen und der vielfältigen Labortechnik auf dem Saarbrücker Universitätscampus“, ergänzt Frank Mücklich, der dort auch das Steinbeis-Forschungszentrum für Werkstofftechnik (MECS) und das Steinbeis-Transfer-Institut caMPlusQ leitet.

Gemeinsam mit Materialforschern der Saar-Uni und weiterer Forschungsinstitute auf dem Campus wird während der Präsenzphasen in Blöcken von zwei Tagen (jeweils freitags und samstags) ein breites Kursprogramm angeboten, das in der übrigen Zeit durch E-Learning-Materialien ergänzt wird. Voraussetzung ist ein Bachelor oder Diplom in einem ingenieurs- oder naturwissenschaftlichen Fach sowie die Tätigkeit in einem Industrieunternehmen oder einer Organisation. „Der neue Studiengang  orientiert sich an dem Modell des Projekt-Kompetenz-Studiums, das an der Steinbeis-Hochschule Berlin entwickelt wurde. Dieses sieht vor, dass jeder Teilnehmer ein Forschungsprojekt aus seinem Unternehmen mitbringt und in Kooperation mit den Forschergruppen während des Masterstudiums eigenständig bearbeitet“, erklärt Professor Johann Löhn, Präsident der Steinbeis-Hochschule in Berlin. Die Unternehmen profitierten davon doppelt: „Ihre Mitarbeiter werden auf hohem Niveau weitergebildet und lösen gleich noch eine werkstofftechnische Fragestellung“, unterstreicht Löhn.

Für das gesamte Studium und die Forschungskooperation werden Studiengebühren von 35.000 Euro erhoben. Das Masterstudium geht an den Start, sobald zehn Teilnehmer zugelassen wurden. „In Deutschland gibt es viele mittelständische Unternehmen, die maßgeschneiderte Werkstoffe für die Industrie entwickeln. Sie haben jedoch häufig keine eigenen Entwicklungsabteilungen und hochspezialisierten Laborgeräte“, erläutert Professor Mücklich. Durch eine engere Zusammenarbeit könnten Forschungsergebnisse schneller in Produkte einfließen und den beteiligten Firmen neben qualifiziertem Personal zusätzliche Wettbewerbsvorteile verschaffen.

 

Im neuen Masterstudiengang können die Teilnehmer die vielfältige Labortechnik auf dem Saarbrücker Universitätscampus nutzen, hier zum Beispiel die Atomsondentomographie. Foto: Oliver Diezte

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