BIM aus Expertensicht, Teil 3: Alan Lamont, Vice President Bentley Systems, im Gespräch

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on xing
Share on whatsapp
Share on email
Share on print

BIM aus Expertensicht, Teil 3: Alan Lamont, Vice President Bentley Systems, im Gespräch

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on xing
Share on whatsapp
Share on email
Share on print

Vor sieben Jahren haben wir zum ersten Mal Experten zum Thema Building Information Modeling für ein Gespräch in den Verlag gebeten. Diesmal hier keine Diskussionen, dafür aber unterschiedliche Ansichten über den Nutzen von BIM und die damit verbundenen Trends in der Architektur. Wer wäre dazu eher berufen, als die Architekten und die Vertreter von Softwareanbietern, die sich BIM auf die Fahnen geschrieben haben? Wir haben ihnen einige Fragen gestellt. Hier äußert sich Alan Lamont, Vice President Bentley Systems. Von Andreas Müller

Die Fragen
  1. Welche Gesichtspunkte zeichnen für Sie eine BIM-Lösung aus?

  2. Welche Vorteile ergeben sich für die Baubeteiligten durch das Building Information Modeling?

  3. Welche Gesichtspunkte sollte ein Architekturbüro bei der BIM-Planung beachten?

  4. Können Sie uns ein Beispiel für den erfolgreichen Einsatz von BIM-Lösungen nennen?

  5. Einige Großprojekte wie die Elbphilharmonie in Hamburg stehen derzeit in der Kritik, weil sie spektakulär den Kostenrahmen sprengen oder schon längst hätten fertig sein müssen, trotz der Möglichkeiten des BIM. Welche Gründe hat das Ihrer Meinung nach?

  6. Wie wird sich die Arbeit der Architekten in den kommenden Jahren durch BIM ändern?

 

Alan Lamont, Vice President Bentley Systems: „Bei BIM geht es nicht nur um „ein“ 3D-Modell, es geht um vieles mehr: Projektgespräche, Protokolle, Zugriff auf die jeweils aktuellen Versionen von Zeichnungen und Modellen und vor allem um einen dokumentierten Genehmigungsprozess, wie es ihn zum Beispiel in Großbritannien mittlerweile gibt.“ 

 

 

AUTOCAD Magazin: Welche Vorteile ergeben sich für die Baubeteiligten durch das Building Information Modeling?

Alan Lamont: Durch Building Information Modeling erfahren Architekten und andere Baubeteiligte entscheidende Vorteile. Insbesondere können dadurch eine Verbesserung der Projektqualität erzielt, Risiken minimiert und Kosten bei der Planung und Dokumentation von Gebäuden eingespart werden. Multidisziplinäre BIM-Software ermöglicht den Baubeteiligten Modellierung, die Integration der Gewerke und optimiert die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Projektgruppen.

AUTOCAD Magazin: Welche Gesichtspunkte sollte ein Architekturbüro bei der BIM-Planung beachten?

Alan Lamont: Bei Building Information Modeling geht es um zwei Aspekte: Erstens eine 3D-Modellierung des Projekts und zweitens um sämtliche Daten, die zu einem Projekt gehören (Protokolle, Listen, Bilder, Notizen usw). Bei einem 3D-Modell sollten, um eine reibungslose Kommunikation zu gewährleisten, unbedingt die Datenformate zum Verteilen der Informationen vereinbart werden. Dabei gilt es zu beachten, dass es ausreichend neutrale Formate wie IFC, Cobie oder iModels gibt, um die Kommunikation reibungslos zu gestalten. Ein Austausch über native Formate ist weder notwendig noch wünschenswert!

AUTOCAD Magazin: Einige Großprojekte wie die Elbphilharmonie in Hamburg stehen derzeit in der Kritik, weil sie spektakulär den Kostenrahmen sprengen oder schon längst hätten fertig sein müssen, trotz der Möglichkeiten des BIM. Welche Gründe hat das Ihrer Meinung nach?

Alan Lamont:  Große Gebäude, bei denen viele technische Aspekte zu berücksichtigen sind, können von einer verbesserten Kommunikation immens profitieren. Allerdings nur dann, wenn sich alle Parteien auf einen Prozess zur Fehlersuche und Beseitigung möglicher Konflikte einigen. Denn bei BIM geht es nicht nur um „ein“ 3D-Modell, es geht um vieles mehr: Projektgespräche, Protokolle, Zugriff auf die jeweils aktuellen Versionen von Zeichnungen und Modellen und vor allem um einen dokumentierten Genehmigungsprozess, wie es ihn zum Beispiel in Großbritannien mittlerweile gibt: den BS1192-Standard zur Abgabe, Genehmigung und Freigabe von Projektdaten. Man muss damit rechnen, dass Daten in verschiedenen 3D-Formaten abgegeben werden und sogar, dass 2D-Zeichnungen ein Teil dieses Prozesses sind. Plattformen wie ProjectWise sind darauf spezialisiert, möglichst viel Flexibilität bei der Datenerstellung zuzulassen, und darüber hinaus jederzeit allen Projektbeteiligten kontrollierten Zugriff auf sämtliche Daten zu ermöglichen, auch auf Mobilgeräte. Dies funktioniert mit ProjectWise-Anwendern derzeit bei Tausenden von Projekten weltweit unabhängig von der Projektgröße.

In Teil 4 unserer Serie: Jan Hübner, Leiter Projektmanagement, OneTools GmbH & Co. KG.

Share on facebook
Facebook
Share on twitter
Twitter
Share on linkedin
LinkedIn
Share on xing
XING
Share on whatsapp
WhatsApp
Share on email
E-Mail
Share on print
Drucken

Ihre Meinung zum Artikel

Andere Leser haben sich auch für die folgenden Artikel interessiert

Ultimaker, Anbieter von Desktop-3D-Druckern, präsentiert auf der TCT Asia die Ultimaker Cloud. Dabei handelt es sich um eine Plattform, die den professionellen 3D-Druck-Workflow unterstützt. Zu den Cloud-Services gehören Remote-3D-Druck, Zugang zum Marketplace, den Marketplace Ratings sowie die Sicherung der Benutzereinstellungen über Fernzugriff. Ultimaker Cloud und Ultimaker Cura 4.0 mit einer aktualisierten Benutzeroberfläche sind ab dem 19. März 2019 verfügbar.

Redaktionsbrief

Tragen Sie sich zu unserem Redaktionsbrief ein, um auf dem Laufenden zu bleiben.

Wir wollen immer besser werden!

Deshalb fragen wir SIE, was Sie wollen!

Nehmen Sie an unserer Umfrage teil, und helfen Sie uns noch besser zu werden!

zur Umfrage

Aktuelle Ausgabe

Topthema: Antriebskomponenten optimal berechnen und simulieren

Berechnungsprogramm KISSsoft 2020

Mehr erfahren

Tragen Sie sich jetzt kostenlos und unverbindlich ein, um keinen Artikel mehr zu verpassen!

* Jederzeit kündbar

Entdecken Sie weitere Magazine

Schön, dass Sie sich auch für weitere Fachmagazine unseres Verlages interessieren.

Unsere Fachtitel beleuchten viele Aspekte der Digitalen Transformation entlang der Wertschöpfungskette und sprechen damit unterschiedliche Leserzielgruppen an.