BIM aus Expertensicht, Teil 5: Wolfgang Müller, Director of Product Management RIB Software AG, im Gespräch

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on xing
Share on whatsapp
Share on email
Share on print

BIM aus Expertensicht, Teil 5: Wolfgang Müller, Director of Product Management RIB Software AG, im Gespräch

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on xing
Share on whatsapp
Share on email
Share on print

Vor sieben Jahren haben wir zum ersten Mal Experten zum Thema Building Information Modeling für ein Gespräch in den Verlag gebeten. Diesmal hier keine Diskussionen, dafür aber unterschiedliche Ansichten über den Nutzen von BIM und die damit verbundenen Trends in der Architektur. Wer wäre dazu eher berufen, als die Architekten und die Vertreter von Softwareanbietern, die sich BIM auf die Fahnen geschrieben haben? Wir haben ihnen einige Fragen gestellt. Hier äußert sich Wolfgang Müller, Director of Product Management, RIB Software AG. Von Andreas Müller

 Die Fragen

  1. Welche Gesichtspunkte zeichnen für Sie eine BIM-Lösung aus?

  2. Welche Vorteile ergeben sich für die Baubeteiligten durch das Building Information Modeling?

  3. Welche Gesichtspunkte sollte ein Architekturbüro bei der BIM-Planung beachten?

  4. Können Sie uns ein Beispiel für den erfolgreichen Einsatz von BIM-Lösungen nennen?

  5. Einige Großprojekte wie die Elbphilharmonie in Hamburg stehen derzeit in der Kritik, weil sie spektakulär den Kostenrahmen sprengen oder schon längst hätten fertig sein müssen, trotz der Möglichkeiten des BIM. Welche Gründe hat das Ihrer Meinung nach?

  6. Wie wird sich die Arbeit der Architekten in den kommenden Jahren durch BIM ändern?

 

Wolfgang Müller, Director of Product Management RIB Software AG:  „Die virtuelle Planung eines Bauablaufs unter Berücksichtigung vereinbarter Projektziele sollte so früh wie möglich vom Auftraggeber beauftragt und finanziert werden. Häufig werden modellbasierte Methoden erst eingesetzt, wenn das „Kind bereits in den Brunnen gefallen“ ist.“

 

 

AUTOCAD Magazin: Welche Vorteile ergeben sich für die Baubeteiligten durch das Building Information Modeling?

Wolfgang Müller: Was heute unter dem Begriff Building Information Modeling (BIM) mit dem Fokus 3D-Konstruktion verstanden wird, ist nur ein kleiner Teil künftiger Arbeitsweisen. Analog zu anderen Branchen wie Anlagen- und Schiffsbau werden in Zukunft integrierte Daten- und Prozessmodelle die Zusammenarbeit der Bau-Beteiligten bestimmen. BIM, also das virtuelle Bauwerksmodell, kann dabei integriert in ein durchgängiges Projekt- und Unternehmenssystem erhebliche Verbesserungen in Qualität, Budget- und Terminsicherheit bringen. So konnten bei Projekten unserer Kunden durch virtuelle Vorbereitung der physikalischen Umsetzung erforderliche Nachträge um bis zu 90 Prozent reduziert werden. Ferner führen optimierte Beschaffungsprozesse auf Basis der BIM-Daten zu nachweisbaren Kosteneinsparungen auf der Baustelle.

AUTOCAD Magazin: Welche Gesichtspunkte sollte ein Architekturbüro bei der BIM-Planung beachten?

Wolfgang Müller: Neben der besseren Visualisierung der Nutzenaspekte eines Bauwerks ist für die Planer vor allem die Vorbereitung der Beschaffungs- und Ausführungsprozesse wichtig. Hierzu bedarf es einer strukturierten Vorgehensweise bei der Beschreibung der Bauwerke im „Building Information Model“. Im besten Fall wird diese Struktur, gegliedert nach Planungsphasen, in Abstimmung mit Auftraggebern und (potenziellen) Auftragnehmern festgelegt. Dadurch können Konflikte in Qualität, Terminierung und Budget im Vorfeld erkannt und ausgeräumt werden. Mit RIB iTWO 5D Software lässt sich die gesamte Soll-/Ist-Planung über alle Phasen hinweg für alle Beteiligten transparent machen.

AUTOCAD Magazin: Einige Großprojekte wie die Elbphilharmonie in Hamburg stehen derzeit in der Kritik, weil sie spektakulär den Kostenrahmen sprengen oder schon längst hätten fertig sein müssen, trotz der Möglichkeiten des BIM. Welche Gründe hat das Ihrer Meinung nach?

Wolfgang Müller: Häufig fehlt es aus verschiedenen Gründen an geeigneten Methoden und Planungsfestlegungen im Vorfeld des Ausführungsbeginns. Die virtuelle Planung eines Bauablaufs unter Berücksichtigung vereinbarter Projektziele sollte so früh wie möglich vom Auftraggeber beauftragt und finanziert werden. Häufig werden modellbasierte Methoden erst eingesetzt, wenn das „Kind bereits in den Brunnen gefallen ist.“ Voraussetzung für „erfolgreiche“ Projekte ist natürlich, dass man den realistischen Kosten- und Terminrahmen auch frühzeitig wissen möchte.

Share on facebook
Facebook
Share on twitter
Twitter
Share on linkedin
LinkedIn
Share on xing
XING
Share on whatsapp
WhatsApp
Share on email
E-Mail
Share on print
Drucken

Ihre Meinung zum Artikel

Andere Leser haben sich auch für die folgenden Artikel interessiert

Hexagon Manufacturing Intelligence stellt die DPA Industrial mit der neuen C1-Kamera in Kombination mit dem DPA-Photogrammetrie-Messsystem vor. Die DPA Industrial wurde entwickelt, um photogrammetrische Messungen einfach und robust zu gestalten. Das gewährleistet einen sachgemäßen Messablauf selbst unter rauen Werksbedingungen.

Redaktionsbrief

Tragen Sie sich zu unserem Redaktionsbrief ein, um auf dem Laufenden zu bleiben.

Wir wollen immer besser werden!

Deshalb fragen wir SIE, was Sie wollen!

Nehmen Sie an unserer Umfrage teil, und helfen Sie uns noch besser zu werden!

zur Umfrage

Aktuelle Ausgabe

Topthema: Hohe Leistung mit Direktantrieb

Integrierter Torque-Motor

Mehr erfahren

Tragen Sie sich jetzt kostenlos und unverbindlich ein, um keinen Artikel mehr zu verpassen!

    * Jederzeit kündbar

    Entdecken Sie weitere Magazine

    Schön, dass Sie sich auch für weitere Fachmagazine unseres Verlages interessieren.

    Unsere Fachtitel beleuchten viele Aspekte der Digitalen Transformation entlang der Wertschöpfungskette und sprechen damit unterschiedliche Leserzielgruppen an.