BIM (Building Information Modeling): Schalungsteile in Revit-Familien verwandeln

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BIM (Building Information Modeling): Schalungsteile in Revit-Familien verwandeln

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Gehört eine Schalung zum Bau, oder ist sie ein Produkt aus dem Maschinenbau? Beim Schalungsspezialisten Doka sagt man „sowohl, als auch“ und nutzt die Vorteile aus beiden Welten: Bei der Produktentwicklung ist Autodesk Inventor im Einsatz, beim Planen der Schalung im Bauprojekt Autodesk Revit. Ganz neu ist die „Verwandlung“ von Inventor-Daten in Revit-Familien.
BIM (Building Information Modeling)

BIM (Building Information Modeling) als Lösung? Doka liefert Schalungslösungen für Bauwerke aller Art: Wohnhäuser, Verwaltungsgebäude, Krankenhäuser, Fabrikanlagen, Brücken, Tunnel und Kraftwerke. Viele der höchsten Gebäude der Welt konnten erst dank Doka-Schalungen „wachsen.“ Die Schalungen bestehen aus vielen Bauteilen und unterschiedlichen Materialien: Der Blick in eine große Baugrube mag imponieren, doch wer eine entstehende Brücke über längere Zeit beobachtet, gewinnt erst recht einen Eindruck, was Schalungen in schwindelnder Höhe leisten müssen.

Eigenes Team für die Software-Themen

Die Abteilung Research & Development (R&D) entwickelt und optimiert die verschiedenen Produkte und ihre Komponenten (Rahmen, Träger, Abschlussprofile usw.). Innerhalb dieser Abteilung ist die Gruppe Engineering Software Development für diverseste Tools zuständig, die zur Produktentwicklung einerseits und zur Nutzung im Bauprojekt andererseits benötigt werden. Um optimale Ergebnisse schnell und bedarfsgerecht zu erzielen, setzt man auf agile Strukturen. Gerhard Hofer gehört als Project Manager PDM/CAD/BIM seit langem zum Team und hat den Aufbau der heutigen Software-Landschaft mit verantwortet.

Hohe Anforderungen an Software-Lieferanten

Ursprünglich ging es vor allem darum, die Bauteile der Schalungen mit Hilfe von CAD zu entwickeln. Seit Mitte der 1990er Jahre ist 3D und damit Autodesk Inventor „state of the art“. Das passende Datenmanagementsystem wurde lange evaluiert. Das Vertrauen in Meridian, das seit 2005 im Einsatz ist, hat sich ausgezahlt. Seit diesem Zeitpunkt ist auch MuM an Bord und hat sich zu einem der wichtigsten Softwarepartner entwickelt. Doka verwendet von jedem Softwarelieferanten das ganze Paket: Beratung, Schulung und Anpassung. Genau das bietet MuM kompetent und flexibel.

„Wir können unsere Leute in Österreich und Deutschland schulen lassen, d. h. sie brauchen nicht weit zu reisen“, sagt Gerhard Hofer. „Wenn es ums Programmieren geht, habe ich einen Ansprechpartner in der Schweiz, der sich im ganzen MuM-Konzern das nötige Know-how holt. Wir profitieren von der Größe und den guten Kontakten, die MuM sowohl zu Autodesk als auch zu Accruent hat.“

Individuelle Anpassungen durch BIM (Building Information Modeling)

Anfangs hat man Meridian vor allem dazu genutzt, mit Hilfe einheitlicher Bezeichnungen und Klassifizierungen Suchprozesse zu beschleunigen, so dass Konstruktionen und Wissen unternehmensweit zur Verfügung standen. Doch die Anforderungen stiegen, und damit wuchsen auch die Aufgaben des Datenmanagementsystems.

Für viele Aufgaben, die mit dem – durchaus gewaltigen – Funktionsumfang von Meridian nicht gelöst werden konnten, hat das Entwicklerteam bei MuM Anpassungen und Ergänzungen programmiert.

BIM (Building Information Modeling)
Schon eine einfache Rahmenschalung besteht aus rund 24 Einzelteilen, die in 150 einzelnen Inventor-Dateien dokumentiert sind. Dank Meridian lassen sich zusammen-gehörende Teile schnell auffinden; durch MuM werden Änderungen automatisch nachgeführt. Bild: Doka

Abläufe automatisieren

„Ein typisches Doka-Produkt ist eine Rahmenschalung“, erzählt Gerhard Hofer. Sie besteht aus etwa 24 Einzelteilen. Die digitale Dokumentation umfasst jedoch rund 150 Dateien. Meridian unterstützt die Konstrukteure dabei zu recherchieren, in welchen dieser Dateien sich eine Änderung auswirkt. Die von MuM entwickelten Taskprozessoren führen die Änderung automatisch in der gesamten Dokumentation nach – egal, ob es sich „nur“ um eine Bezeichnungsänderung handelt oder um eine geänderte Abmessung, die die gesamte Geometrie verändert. Multilingual-Funktionen übersetzen alle Texte in Zeichnungen in gewünschte Fremdsprachen; andere Tools generieren Renderings und erklärende Videos.

Immer die richtigen Informationen dank BIM

Die MuM-Taskprozessoren sind im Laufe der Jahre immer leistungsstärker geworden. Sie helfen, die „drei Welten“, in denen Neuentwicklungen und Optimierungen gebraucht werden, sicher zu bedienen: Zum ersten gilt es, Pläne für die Produktion der Einzelteile und die Montage der Baugruppen an der Maschine oder in der Werkstatt zu generieren. Darüber hinaus werden die Konstruktionen in der Bauteilbibliothek der hausinternen Planungssoftware für Schalungen, DFDS (Doka Formwork Design Software) abgelegt. Und zum Dritten – das ist die neueste Entwicklung – machen MuM-Taskprozessoren aus Inventor-Konstruktionen Revit-Familien.

Professionelle BIM-Vorbereitung

Auf diese Weise verbindet Doka mit Hilfe von MuM Maschinenbau und Bauwesen. Dabei geschieht viel mehr als lediglich eine Konvertierung vom Inventor- ins Revit-Format, denn ein Bauteil, das den Anforderungen von BIM (Building Informa­tion Modeling) genügt, muss eine Fülle zusätzlicher Informationen beinhalten.

Bei Doka ist das zum Beispiel eine Verschlagwortung in bis zu 34 Sprachen, damit die Kunden in aller Welt das Bauteil komfortabel benutzen können. Dazu kommt die „Familienintelligenz“, durch die das Bauteil unter anderem weiß, welche Teile sich in seiner unmittelbaren Nachbarschaft befinden dürfen und welche nicht. Im nächsten Schritt werden auch kaufmännische Daten angebunden; neben dem Preis ist das zum Beispiel die Information, ob man das Teil mieten kann.

BIM (Building Information Modeling): Know-how verteilen

Building Information Modeling wird auch künftig für das Team um Gerhard Hofer wichtig sein, denn die Baubranche und ihre Arbeitsweise verändern sich rasant. Doch nach wie vor schaut man in beide Richtungen – zum Bau wie zum Maschinenbau.

„Wir haben mehr als 1.200 Techniker in der ganzen Welt, und nicht alle stehen mit der neuen Technologie auf Du und Du“, sagt Gerhard Hofer. Neben den Neuentwicklungen geht es daher auch immer darum, das Wissen und die Tools systematisch zu verbreiten. Für beide Aufgaben hat Doka in MuM den richtigen Partner gefunden.

Von Roswitha Menke.

Lesen Sie auch: Drohnenvermessung im Straßenbau – BIM für Infrastruktur

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