BIM: Leuchtturmprojekt in Ilmenau

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Die Bundesregierung will digitales Planen, Bauen und Betreiben ihrer Infrastrukturen zum Standard machen. Ein entsprechendes Leuchtturmprojekt startet nun in Ilmenau, die Partner dabei sind das Informationstechnikzentrum Bund (ITZBund) und CONTACT Software.

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Die Bundesregierung will digitales Planen, Bauen und Betreiben ihrer Infrastrukturen zum Standard machen. Ein entsprechendes Leuchtturmprojekt startet nun in Ilmenau, die Partner dabei sind das Informationstechnikzentrum Bund (ITZBund) und CONTACT Software. Das ITZBund betreibt am Standort Ilmenau seit 15 Jahren für die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV) eine zentrale bautechnische IT-Anwendung. Die mit CONTACT Software realisierte DVtU-Lösung für die Digitale Verwaltung technischer Unterlagen wird jetzt zur Plattform für das Building Information Modeling (BIM) ausgebaut. „Die DVtU erfüllt bereits viele kommende BIM-Anforderungen der DIN SPEC 91391-1“, sagt IT-Projektleiter Uwe Seyffarth vom ITZBund Ilmenau. Das digitale Langzeitarchiv der WSV umfasst Hunderttausende von Baubestandsdokumenten, auf die deutschlandweit über 2’500 Anwenderinnen und Anwender zugreifen. Die Projektmanagement-Komponente der DVtU beschleunigt schon heute die Instandhaltungs- und Baumaßnahmen der Wasserstraßen-Infrastruktur durch Ämter-übergreifende Genehmigungs-, Bearbeitungs- und Freigabeverfahren. Zukünftig werden die für den Lebenszyklus eines WSV-Bauwerks benötigten Daten auch auf Basis digitaler Bauwerksmodelle erfasst, ausgetauscht und weiterbearbeitet – von der Planung über den Bau bis in den Betrieb. Dazu binden ITZBund und CONTACT sogenannte IFC-Dateien in die Prozesse ein und ergänzen die DVtU um eine Schnittstelle zum offenen Standard BCF (BIM Collaboration Format). Nach der Implementierung können die Dienststellen der WSV intern und mit externen Auftragnehmern direkt am Bauwerksmodell oder Ausschnitten daraus kommunizieren, was zu bearbeiten oder zu prüfen ist. Das Projektmanagement der DVtU wird ebenfalls erweitert, um die Zusammenarbeit an den Gewerken für alle Beteiligten einfacher und jederzeit nachvollziehbar zu machen. Die WSV ist für den sicheren und reibungslosen Verkehr auf Deutschlands Wasserstraßen zuständig. Zu ihren Aufgaben gehören der Unterhalt, Betrieb sowie der Aus- und Neubau der Bundeswasserstraßen einschließlich der Infrastruktur wie Schleusen, Wehre, Brücken und Schiffshebewerke. Insgesamt ist die WSV für 23’000 km² Seewasser- und rund 7’300 km Binnenwasserstraßen mit über 50’000 dazugehörigen Bauobjekten verantwortlich.                                                                                                                        
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