Wissenschaftler von BAE Systems und der City, University of London haben gezeigt, wie die Forschung zum Flug der Falken neue Technologien für die Luftfahrt inspiriert. Diese können Sicherheit, Aerodynamik und Treibstoffeffizienz verbessern helfen. Mit ihrer Anwendung rechnen die Fachleute in den kommenden 20 Jahren.

Die Wissenschaftler haben mehrere Konzepte entwickelt. Sie beruhen auf Untersuchungen, wie es dem Wanderfalken, einem der schnellsten Vögel, möglich ist, von der Luft getragen bei Geschwindigkeiten bis zu 360 km/h die Kontrolle zu behalten, und das auch bei starkem Wind.

Zu den entwickelten Technologien gehören „sensorische Federn“, 3D-gedruckt Haarfilamente aus Polymeren, die wie Sensoren auf dem Flugzeugrumpf agieren und frühzeitig vor dem Abreißen der Strömung warnen können. Ähnlich könnten dichter gepackte passive Polymerfilamente den Luftstrom nahe der Oberfläche des Flugzeugs verändern und damit den Luftwiderstand an der Außenhaut der Flügel reduzieren.

Eine weiteres Verfahren leitet sich aus der Fähigkeit der Falken her, sich nach einem Sturzflug oder einer Landung durch Sträuben des Gefieder zu stabilisieren. Mit kleinen flexiblen oder gelenkig angebrachten Landeklappen ließe sich der Flügel schneller steuern und eine Landung bei niedrigeren Geschwindigkeiten wäre sicherer möglich. Die mit diesem Ansatz gewonnene zusätzliche Sicherheitsreserve könnte bedeuten, dass zukünftige Flugzeuge kompakter gebaut sind oder mehr Treibstoff aufnehmen können. Darüber hinaus haben die Untersuchungen schon gezeigt, dass derartige Flaps auch den Fluglärm vermindern könnten.