22.11.2011 – Kategorie: Hardware & IT

Bosch Rexroth entwickelt extravagante Bühnentechnik mit Autodesk-Software

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Bosch-Rexroth Tschechien entwickelt mit Autodesk-Software raffinierte Bühnentechnologie für Theater- und Opernhäuser in Zentral- und Osteuropa. Erst kürzlich realisierte der Bereich Systems & Engineering, der bei Bosch-Rexroth für die Entwicklung komplexer Bühnensysteme verantwortlich ist, drei Vorzeigeprojekte für Theater in der Slowakei und in Polen sowie ein aufwändiges Bühnensystem für den Staatszirkus in Minsk – alle drei Projekte wurden mit Hilfe von Autodesk Inventor und Autodesk Vault umgesetzt.


Als Teil des Projekts in Minsk haben die Bosch-Rexroth-Ingenieure ein System ausgearbeitet, bei dem sich die Arena innerhalb weniger Minuten automatisch verändern lässt. Das System ist wie ein „Jukebox“-Container konstruiert: Die einzelnen Böden sind übereinander positioniert und schieben sich mithilfe eines hydraulischen Motors rein und raus. Der Container, der 70.000 Einzelteile enthält, wird über ein zentrales Kontrollpanel mit nur einem Knopfdruck bedient. Es verwandelt die Manege auf Wunsch von einer Arena für Tiere zu einem künstlichen Eisboden oder zu einem Tanzboden mit eingelassenen Lichtern.

„Autodesk Inventor ist eine hervorragende Lösung für die 3D-Konstruktion“, sagt Petr Suchomel, Konstrukteur für Bühnentechnologie bei Systems & Engineering, Bosch Rexroth in der Tschechischen Republik. „Die Visualisierungen und Animationen, die wir mit Inventor erstellt haben, und die auf dem realen Zirkusgebäude basierten, haben uns entscheidend dabei geholfen, den Kunden von unserer Lösung als die beste Wahl zu überzeugen. Dank des realistischen digitalen Prototyps mussten wir während des Bauprozesses kaum Änderungen am Modell vornehmen. Das sparte Kosten durch das Vermeiden von Nacharbeiten.“


Eine der Herausforderungen für die Bosch-Rexroth-Konstrukteure beim Minsk-Projekt war, dass die Bühne dem Gewicht mehrerer großer Tiere – beispielsweise von Elefanten, Nilpferden usw. – standhalten musste, der Raum unter der Arena aber sehr beschränkt ist. Hinzu kam, dass die Böden mit einer Genauigkeit von einem Millimeter auf der Bühne positioniert werden mussten. Das komplette System wurde mit Autodesk Inventor konstruiert. Die Autodesk-Lösung berechnete und analysierte die Anordnung des Systems und simulierte wie sich die Böden aufgrund der unterschiedlichen Lasten verbiegen. Die Ein- und Ausfahrbewegungen der Böden aus der „Jukebox“ wurden ebenfalls simuliert: Um einen Boden in den Container zu schieben, bedarf es 27 einzelner Bewegungen von sowohl hydraulischen als auch elektrischen Antrieben; jede davon muss mit exaktem Timing ausgeführt werden.

„Eine der Stärken von Autodesk Inventor ist, dass man mit großen Baugruppen arbeiten kann“, erklärt Martin Peňáz, Manager für den Bereich Maschinenbau bei Autodesk Tschechien. „Inventor arbeitet auch bei sehr großen Zusammenbauten mit der notwendigen Präzision, die man für eine Kollisionsprüfung benötigt. Ferner helfen die Visualisierungs- und Animationsmöglichkeiten bei der Kommunikation mit den Kunden. Externe Ingenieure wurden mit Autodesk Vault in den Konstruktionsprozess und den Datenaustausch einbezogen. Das ermöglichte dem Chef-Konstrukteur sich sowohl vor Ort ein Bild zu machen als auch den Baufortschritt direkt mit dem 3D-Modell auf seinem Laptop zu vergleichen. Es stellte sicher, dass er zu jeder Zeit die aktuellen Pläne vor sich hatte und dass er Änderungen direkt vor Ort am 3D-Modell vornehmen konnte.

„Das war das erste Projekt, bei dem wir Autodesk Vault so intensiv genutzt haben und die Lösung hat sich als sehr hilfreich bewiesen. Der Unterschied in der Teamzusammenarbeit bei Projekten mit und ohne Vault ist immens. Die Stärken haben sich gerade im finalen Stadium der Projektphase gezeigt“, reüssiert Suchomel.

Aufgrund der Minsk-Referenz schaut Bosch Rexroth nun nach Russland mit seiner langen Zirkustradition. Mit dem Know-how, das in den Projekten in Tschechien und Polen gewonnen wurde, möchte Bosch Rexroth weitere Märkte für seine Bühnentechnologie erreichen. Es wurde dazu eine Studie über ein neues Theater mit der aktuellsten Bühnentechnologie in Pilsen, Tschechische Republik, erstellt.

Autodesk Inventor und Autodesk Vault wurden bei Bosch Rexroth durch den Autodesk Partner CAD Studio implementiert.


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