Bremssysteme für die Schifffahrt: Sicher auch bei hohem Tempo

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on xing
Share on whatsapp
Share on email
Share on print

Bremssysteme für die Schifffahrt: Sicher auch bei hohem Tempo

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on xing
Share on whatsapp
Share on email
Share on print
Moderne Schiffe sind vielen Zusatzanlagen wie Winden und Ladekranen ausgestattet, bei denen Bremssysteme einen zuverlässigen Betrieb gewährleisten müssen.
Bremssysteme für die Schifffahrt

Quelle: Quelle: iStock - tkachuk

  • Schnelleres Be- und Entladen von Schiffen spart Zeit und Geld.
  • Bremssysteme von Schiffen müssen den höheren Anforderungen standhalten.
  • Ein neuartiges technisches Konzept soll dabei helfen.

Um die gestiegenen Anforderungen der Schifffahrtsunternehmen optimal zu erfüllen, haben die Ingenieure von Stromag von Grund auf neue Bremssysteme entwickelt.

Moderne Schiffe sind mit Dutzenden von Zusatzanlagen wie Winden und Ladekranen ausgestattet, bei denen Bremssysteme einen zuverlässigen und gut koordinierten Betrieb gewährleisten müssen.

Stromag, Teil der Altra Industrial Motion Corporation, entwickelt und produziert seit Jahrzehnten Bremssysteme für die Schifffahrt, und die Produkte des Unternehmens sind auf allen Weltmeeren im Einsatz. Hierdurch verfügt Stromag über viel Know-how, was die Erfordernisse der Ausrüstung auf See und die aktuellen Bedürfnisse der Schiffseigner angeht.

Höhere Produktivität in der Schifffahrt

„In der Schifffahrt ist Zeit gleich Geld“, erklärt Michael Frank, Produktspezialist für Kupplungen und Bremsen bei Stromag. „Je schneller die Schiffe be- und entladen werden können, desto eher sind sie wieder unterwegs, um ihre Unterhaltskosten und Marge einzufahren.“ Die notwendigen Produktivitätssteigerungen haben zu größeren Dimensionen und Geschwindigkeiten bei den Zusatzsystemen geführt.

Das wiederum hat Konsequenzen für die Bremssysteme: „Je höher das Tempo und das Lastgewicht, mit dem die Krane und Hebezeuge betrieben werden, desto mehr kinetische Energie muss das Bremssystem sicher handhaben können, um die Ausrüstung unter Kontrolle zu halten.“

So hat Stromag im Laufe der Zeit das Bremsensortiment für die Schifffahrt sukzessive an die höheren Belastungen angepasst und optimiert, bis die Grenzen des technisch Machbaren in Sicht kamen. Dann war es an der Zeit für ein neues technisches Konzept.

Bremssysteme erfüllen aktuelle und zukünftige Anforderungen

Stromag bildete ein Engineering-Team und beauftragte es mit der Entwicklung einer grundlegend neuen Bremsenserie, die alle derzeitigen und in Zukunft absehbaren Anforderungen der Schiffsausrüstung erfüllen sollte. „Unsere Ziele für die neue Baureihe waren schnell formuliert“, sagt Michael Frank. „Unsere Kunden verlangten nach einer Lösung mit der hohen Zuverlässigkeit, die sie von Stromag gewohnt sind, aber mit deutlich höherer Belastbarkeit. Dabei mussten wir natürlich auch die Kosten im Auge behalten.“

Die Erreichung dieser Ziele war dann jedoch ein anderes Thema und eine echte Herausforderung, denn Bremssysteme für die Schiffsausrüstung unterliegen einer Reihe besonders hoher Anforderungen: Sie müssen auf kleinstem Raum untergebracht werden, alle mechanischen und elektrischen Standardschnittstellen für Wellen und Steuerungen aufweisen und den Einwirkungen von Wasser und korrosiver Atmosphäre im maritimen Umfeld standhalten.

„Der Schlüssel zu höherer Bremsleistung sind verbesserte thermische Eigenschaften“, erläutert Michael Frank. „Von der Fähigkeit des Bremssystems, Wärme abzuleiten, hängt die erreichbare Leistung ab.“ Die Beeinflussung des thermischen Verhaltens eines Bremssystems ist ein komplexer Engineeringprozess, bei dem zahlreiche Faktoren zusammenspielen. Um die Leistungsvorgabe zu erreichen, brachte Stromag daher sein geballtes Know-how in der Auslegung moderner Reibsysteme ein, machte umfassenden Gebrauch von Werkzeugen für die computergestützte Simulation und Optimierung und prüfte diverse Prototypen auf dem Prüfstand und im Realeinsatz.

Bremssysteme für Schiffsausrüstungen
Die Modelle der HPB-Serie sind als 2- oder 4-Flächenbremse erhältlich und decken den Bremsmomentbereich von 80 bis 5000 Nm ab. Bild_ Stromag

Optimierte Leistung

Das Resultat dieses Aufwands ist, so Michael Frank, das am höchsten optimierte Bremspaket, das das Unternehmen bis dato für elektromagnetische Bremsen für Trockenlauf entwickelt hat. Für die Kunden bedeutet das eine neue Leistungsdimension, die sich am besten an den Drehzahldaten der neuen Serie HPB (High Performance Brake) ablesen lässt.

Eine Bremse vom Typ HPB für 100 Nm, eines der kleineren Modelle der Baureihe, ist für den Betrieb bei 6’500 min-1 ausgelegt, während das Vorgängermodell eine Nenndrehzahl von lediglich 3’000 min-1 hatte. Noch ausgeprägter ist der Leistungszuwachs bei den größeren Modellen: Die 4’000-Nm-Variante der HPB ist für 3250 min-1 ausgelegt, während der Vorgänger nur 1’000 min-1 erreichte.

Doch wie steht es mit den Kosten? Michael Frank erklärt, dass die neue Bauweise auch unter diesem Aspekt erhebliche Vorteile mitbringt: „Aufgrund der höheren Leistung können Kunden für viele Anwendungen jetzt eine um ein bis zwei Baugrößen kleinere Bremse wählen und auf diese Weise Kosten einsparen.“ Darüber hinaus sind alle Komponenten des neuen Bremssystems möglichst einfach, robust und montagefreundlich konzipiert.

Rationalisierte Konstruktion der Bremssysteme

Die Gesamtteilezahl wurde reduziert, beispielsweise durch Integration zuvor separater Abdeckungen in die Bremse. Die gesamte HPB-Serie ist modular aufgebaut, mit einer Reihe von Komponenten, die bei allen Modellen identisch sind. Dies vereinfacht die Lieferkette und die Fertigung.

Diese Maßnahmen senken nicht nur die Produktionskosten, sondern tragen auch zu einer Optimierung des Wartungs- und Supportaufwands bei. Alle Komponenten der Serie zeichnen sich zudem durch eine sehr hohe Korrosionsbeständigkeit und Widerstandsfähigkeit gegen eine salzhaltige Atmosphäre oder andere aggressive Medien aus.

Die Modelle der HPB-Serie sind als 2- oder 4-Flächenbremse erhältlich und decken den Bremsmomentbereich von 80 bis 5’000 Nm ab. Zwar ist die neue Bremsenserie aufgrund der Anforderungen in der Schifffahrt entstanden, doch auch in industriellen Umgebungen, in denen es auf dauerhafte Zuverlässigkeit und Widerstandsfähigkeit in rauen Umgebungen ankommt, könnte die Neuentwicklung von Stromag eine gute Wahl sein.

Bild oben: Moderne Schiffe sind mit Dutzenden von Zusatzanlagen wie Winden und Ladekranen ausgestattet, bei denen Bremssysteme einen zuverlässigen und gut koordinierten Betrieb gewährleisten müssen. Quelle: iStock – tkachuk

Weitere Informationen: www.stromag.com

Erfahren Sie hier mehr über hochpräzise Bremsen für Förderanlagen im Bergbau.

Lesen Sie auch: „Fahrsimulator: So beschleunigt Pirelli die Reifenentwicklung“.

       

Share on facebook
Facebook
Share on twitter
Twitter
Share on linkedin
LinkedIn
Share on xing
XING
Share on whatsapp
WhatsApp
Share on email
E-Mail
Share on print
Drucken

Ihre Meinung zum Artikel

Abonnieren
Benachrichtige mich bei
guest
0 Comments
Inline Feedbacks
View all comments

Andere Leser haben sich auch für die folgenden Artikel interessiert

Redaktionsbrief

Tragen Sie sich zu unserem Redaktionsbrief ein, um auf dem Laufenden zu bleiben.

Wir wollen immer besser werden!

Deshalb fragen wir SIE, was Sie wollen!

Nehmen Sie an unserer Umfrage teil, und helfen Sie uns noch besser zu werden!

zur Umfrage

Aktuelle Ausgabe

Topthema: Antriebskomponenten optimal berechnen und simulieren

Berechnungsprogramm KISSsoft 2020

Mehr erfahren

Tragen Sie sich jetzt kostenlos und unverbindlich ein, um keinen Artikel mehr zu verpassen!

* Jederzeit kündbar

Entdecken Sie weitere Magazine

Schön, dass Sie sich auch für weitere Fachmagazine unseres Verlages interessieren.

Unsere Fachtitel beleuchten viele Aspekte der Digitalen Transformation entlang der Wertschöpfungskette und sprechen damit unterschiedliche Leserzielgruppen an.