BYOD im Unternehmenseinsatz: Ohne Strategie geht‘s nicht!

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Bei Bring YourOwn Device (BYOD) geht es keineswegs lediglich um die Frage des unternehmenskonformen Einkaufs. Zu diesem Schluss kommt das IT-Research- und Beratungsunternehmen Gartner in seinem aktuellen Sonderreport zum Thema BYOD. Vielmehr handele es sich um eine Erscheinung, die von den Unternehmen einen wesentlich breiter aufgestellten Katalog an Maßnahmen und langfristige Entscheidungen abverlangt. Aus langjähriger Praxissicht kann ich diese Erkenntnisse nur bestätigen: BYOD führt nur über eine konkrete Anwendungsstrategie zum erfolgreichen Unternehmenseinsatz. Von besonderer Bedeutung sind die Architektur der Anwendungen und das Design der Lösungen. Denn: Ohne Strategie geht’s nicht!

Von  Markus Martwich

Laut Gartner wollen die meisten Unternehmen zwar mobil werden, wissen aber nicht recht, wie sie den besten Einstieg in die aktuellen Technologien wählen sollen. Zu den bekannten Vorteilen von BYOD gehört unter anderem die Fähigkeit, schnell auf verschiedene Benutzeranforderungen reagieren zu können. Damit verbunden ist die Produktivitäts- und Motivationssteigerung der Mitarbeiter ebenso wie die Standardisierung und Homogenisierung der eigenen Software-Landschaft durch die treiber- und hardwareunabhängige Software-Bereitstellung. Und nicht zu vergessen: Mit BYOD lassen sich immense Betriebskosten einsparen.

Dennoch hat diese Art der Konsumerisierung der internen IT direkte Auswirkungen auf Unternehmensressourcen. Denken Sie nur an das Thema Sicherheit. Hier sind einige Stolpersteine zu finden, über die sich ein Unternehmen im Vorfeld Gedanken machen muss. Liegt der Einführung von BYOD keine gut überlegte Strategie zugrunde, werden geschäftliche und private Daten leicht vermischt. Zusätzlich müssen sich die Verantwortlichen im Unternehmen die Frage stellen, wer auf das Netzwerk zugreifen darf und wie eine sichere Zugriffskontrolle gewährleitstet werden kann. Auch rechtlich ist BYOD noch eine Grauzone, wir alle kennen Begriffe wie „Compliance“ und Audit-Anforderungen. Besonders wichtig ist es hier, gesetzliche Vorgaben vorschriftsgemäß zu erfüllen.

Entschließt sich ein Unternehmen, die privaten Endgeräte seiner Mitarbeiter in die Firmen-IT einzubinden, sollten die Verantwortlichen im Vorfeld klare Ziele abstecken. Daraus erschließt sich dann eine maßgeschneiderte BYOD-Strategie für das jeweilige Unternehmen. Sind durch BYOD nur wenige Mitarbeiter betroffen? Dann sind Themen wie Datenschutz und Lizenzrechte beispielsweise schon einfacher abzuschätzen. Bei einer länderübergreifenden Einführung dagegen erhöht sich der Komplexitätsgrad. So müssen dann natürlich auch die jeweiligen Gesetze in den betroffenen Niederlassungen beachtet werden. Aller Fragen und möglicher Stolpersteine zum Trotz: Hat man die von Gartner geforderte, flexible und zukunftsträchtige Architektur erst einmal geschaffen, kann BYOD zur Chance für Unternehmen werden, sich im Wettbewerb einen Vorsprung zu verschaffen.

Autor: Markus Martwich, Teamleiter IT-Consulting Region Nord bei Comparex.

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