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CleanTech: So unterstützt der europäische Green Deal die digitale Transformation

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CleanTech: So unterstützt der europäische Green Deal die digitale Transformation

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Mit dem Green Deal wird seit 2020 in den EU-Ländern in nachhaltige und grüne Wirtschaft investiert. Wir zeigen die wichtigsten Förderungen und Maßnahmen, die für Tech-Unternehmen in der EU relevant sind.
Green Deal

Quelle: Softeq, nach einer Grafik der Europäischen Kommission

Der Green Deal ist neben der Bekämpfung der Coronakrise und der Bewältigung der Flüchtlingskrise derzeit das Hauptthema Nummer 1 in Europa. Ein Grund für die Krisenresistenz von IT-, Telekommunikation- und Baubranche ist der massive Bedarf an sauberer Technologie, kurz Green oder CleanTech. Der EU Green Deal, mit dem die Länder der Europäischen Union eine klimaneutrale Wirtschaft bis 2050 schaffen wollen, beeinflusst alle Wirtschaftsbereiche: Energie und Stromerzeugung, Lebensmittel und Handel, Logistik und Handel, Bauwesen und natürlich die gesamte Wertschöpfungskette der Industrie. In diesem Artikel gehen wir darauf ein, welche neue Technologien den europäischen Weg zur „Zero“ ermöglichen können.

Der EU Green Deal erfordert neue Technologien

Zero ist die neue Lieblingszahl der Ökonomen: Zero Treibgas. Denn wer heute noch klimaschädlich produziert, ist – zumindest innerhalb von Europa – angezählt. Der European Green Deal (EGD), der maßgeblich unter der Kommissionspräsidentschaft von Ursula von der Leyen vorangetrieben worden ist, macht die Nachhaltigkeit zum Kernprinzip des Wirtschaftens. Bis 2050 sollen die Netto-Emissionen von Treibhausgasen auf Null sinken. Das würde Europa zum ersten klimaneutralen Kontinent machen. Die gewaltigen Anstrengungen auf dem Weg dorthin werden Milliarden an Investitionsgeldern verschlingen – haben aber zugleich ein hohes Potential, neue Arbeitsplätze zu schaffen und die dringend notwendige digitale Transformation zu beschleunigen.

Die Kommission hat eine klare Vision skizziert, wie bis zum Jahr 2050 eine sogenannte Klimaneutralität erreicht werden soll. Dabei gelten folgende Prioritäten:

Green Deal: Prioritäten der EUQuelle: Softeq, nach einer Grafik der Europäischen Kommission

 Im Zentrum des Green Deal steht die Förderung des Ausbaus digitaler Technologien: Künstliche Intelligenz, 5G, Cloud- und Edge-Computing und das Internet of Things. Insgesamt seien dazu laut EU-Kommission bis 2030 Investitionen in Höhe von 260 Milliarden Euro jährlich erforderlich. Europa könnte so zu einem neuen Eldorado von Green Start-Ups werden. Aber auch die bestehenden Konzerne, zum Beispiel im Energie- oder Mobilitätssektor werden alle Anstrengungen unternehmen, um grüne Innovationen in ihr Portfolio aufzunehmen. Wie das im Energiesektor aussehen könnte, das besprechen die Energie-Experten Mark Woolley und Benjamin Groiß von Softeq in diesem Webcast.

Es gibt klare Prioritäten, die teilweise große Auswirkungen auf die bisherigen Prozesse und Strategien von Wirtschaftsunternehmen haben dürften:

  • Grüne Energie soll Standard werden: 75% der EU-Treibhausgasemissionen sind energieinduziert. Wasser statt Kohle, Sonne statt Erdgas, Biogas statt Erdgas – die Liste ist lang. Ein Hypethema dieser Tage, z.B. in der Automobilbranche ist Wasserstoff. Heiß diskutiert werden dürfte die Frage, wie die billige, aber potentiell gefährliche Atomkraft ersetzt werden soll.
  • Kreislauforientierte Wirtschaft: Von einer echten Kreislaufwirtschaft sind wir derzeit noch weit entfernt. Das Ziel ist: die maximale Reduzierung von Ressourceneinsatz, bessere Reparierbarkeit von Produkten und mehr Recycling. Betroffen sind vor allem Branchen, die derzeit viel Abfall produzieren: Produktion von Textil, Kunststoffe, Elektronik, Lebensmittel, Transport- und Baubranche.
  • Smartes Bauen: 40 Prozent des Energieverbrauchs entsteht in Gebäuden. Außerdem über ein Drittel des C02-Ausstoßes. Dabei ist smartes Bauen nicht sehr schwierig, wie dieser Softeq-Artikel zeigt. Ein Problem ist auch der hohe Altbaubestand: 35 % der Gebäude in der EU über 50 Jahre alt. Schlimmer noch: fast 75 % des Gebäudebestands sind nicht energie-effizient. Beim Bauen sind in den nächsten Jahren viele Modernisierungsprojekte zu erwarten, die vom Werkstoff bis zur verbauten Heizung auf energiearme Prozesse und Materialien achten.
  • Zero waste und Schadstoffe: Zur Vermeidung neuer und bestehender Umweltverschmutzung wird die Kommission 2021 einen Null-Schadstoff-Aktionsplan für Luft, Wasser und Boden vorbereiten.
  • Biodiversität: Wissenschaftler wissen es schon lange, nun hat auch die Politik reagiert: Ökosysteme sind geeignet, die Luftqualität zu verbessern und die Anpassung der Natur an den Klimawandel zu fördern. Außerdem ist mehr als die Hälfte des weltweiten BIP – rund 40 Billionen Euro – abhängig von natürlichen Ressourcen. Aus diesem Grund ist die verstärkte Wiederherstellung geschädigter Ökosysteme auf See und an Land erforderlich, um die biologische Vielfalt zu bewahren und zu erhöhen.
  • Grüne Landwirtschaft: Beim Thema Ernährung bleibt die industrielle Landwirtschaft ein Klimasünder. Bis 2030 soll die Verwendung chemischer Pestizide halbiert werden. Außerdem soll auf einem Viertel der landwirtschaftlichen Fläche Ökolandbau betrieben werden und der Nährstoffeintrag zum Beispiel durch Düngemittel als Faktor der Umweltverschmutzung reduziert werden.
  • Intelligente Mobilität: Auch die Mobilität soll nachhaltiger werden, dazu muss sie zunächst aber vor allem effizienter und automatisierter werden. Intelligente Verkehrsmanagementsysteme sollen die Emissionen von Treibhausgasen in den EU-Ländern verringern, von denen ein Viertel nur durch den Transportsektor verursacht werden. Bis 2025 sollen etwa eine Million öffentliche Ladestationen und Tankstellen für bis zu 13 Millionen emissionsfreie und emissionsarme Fahrzeuge zur Verfügung stehen.

Hohe Fördersummen für CleanTech: So wird der Green Deal finanziert

Wer die oben genannten Ziele mittragen und umsetzen möchte, kann sich auf eine breite finanzielle Unterstützung verlassen. Die EU-Kommission will von 2021 bis 2030 privat und öffentlich finanzierte Fördersummen von mindestens einer Billion Euro mobilisieren, unter anderem durch:

  • EU-Budgets: 503 Mrd. Euro
  • Investitionsförderungsprogramm InvestEU: 279 Mrd. Euro
  • nationale Kofinanzierungen in EU-Mitgliedstaaten: 114 Mrd. Euro
  • Mechanismus für einen gerechten Übergang (The Just Transition Mechanism): 100 Mrd. Euro
  • Förderung für Innovation und Modernisierung des EU-Emissionshandelssystems („Emissions Trading System“, kurz ETS): 25 Mrd. Euro

Der Fonds für einen gerechten Übergang (“Just Transition Fund”) wurde dabei speziell zur Finanzierung des Strukturwandels in Regionen entwickelt, die bisher von der Produktion fossiler Brennstoffe wie Kohle oder Ölschiefer abhängig sind.

Innovative Ergebnisse aus ersten Förderungen

Der Europäische Innovationsrat hat dieses Jahr bereits Förderungen über 307 Millionen Euro an 64 innovative Startups und KMUs vergeben. Die ausgewählten Projekte reichen von innovativen Lösungen für den Automotive-, Luft- und Raumfahrt- sowie den maritimen Sektor bis hin zu fortschrittlichen Werkstoffen und Technologien für das Internet of Things. Die Unternehmen haben jetzt Anspruch auf Zuschüsse von bis zu 2,5 Millionen Euro und auf Kapitalbeteiligungen von bis zu 15 Millionen Euro.

Einige Beispiele:

  • RanMarine Technology (Niederlande): Wasserreinigungs-Drohne. Mit „WasteShark“ wurde die weltweit erste autonome Drohne entwickelt, die selbstständig Müll und Verschmutzungen im Wasser erkennen und gleichzeitig entfernen kann. Über verschiedene Sensoren können Verschmutzungen erkannt werden, eine Drohne kann dabei pro Flug mehrere hundert Kilogramm Abfall einsammeln. Durch einen elektrischen Antrieb ist die Drohne selbst natürlich völlig Emissionsfrei!
  • Sensoneo (Slowakei): Smartes Abfallmanagement. In der Slowakei wurde ein System entwickelt, dass mit Ultraschall-Sensoren die Menge an Abfall in Transportbehältern und Containern überwachen kann. Die gesammelten Daten werden über IoT-Technologien (Sigfox, NB-IoT, LoRaWAN, GPRS) an eine cloudbasierte Plattform übermittelt, die alle relevanten Abläufe wie Sammelrouten und Entleerungen in Echtzeit optimieren kann.
  • Electrochaea (Deutschland): Biokatalysator. Überschüssige Elektrizität wird oft verschwendet, da effiziente Speichermethoden fehlen. Mit einer neu entwickelten Technologie kann diese Elektrizität gemeinsam mit CO2 direkt in hochwertiges Gas umgewandelt werden, dass direkt im Erdgasnetz genutzt werden kann.
  • Vatorex (Schweiz): Umweltfreundlicher Bienenschutz. Eine Folge des Klimawandels ist der dramatische Rückgang der Bienenpopulationen. Neben Pestiziden sind die Varroa-Milben als Fressfeind der Honigbienen dafür verantwortlich. Ein Schweizer Startup hat eine Lösung entwickelt, die die Milben völlig ohne Chemikalien vernichten kann – durch einen smarten Heizdraht, mit dem automatisiert einzelne Brutwaben auf exakt 41 Grad Celsius erhitzt werden können. Diese Temperatur ist für Bienen völlig ungefährlich, tötet aber 95% der Varroa-Milben.
  • VoltAero (Frankreich): Hybrid-Flugzeug. Im neu entwickelten Flugzeug Cassio werden erstmals Elektro- und Verbrennungsmotoren miteinander kombiniert. Bis zu neun Passagiere können so mit  360 Stundenkilometern und einer Reichweite von bis zu 1’300 Kilometern unterwegs sein.
  • NGRT (Spanien): Smarte Schienenwartung. In Spanien wurde ein System entwickelt, dass alle potentiellen Auffälligkeiten im Gleisbett von Bahnschienen erkennen kann: Risse, Brüche oder andere Anomalien. Dadurch können automatisch Wartungsteams gewarnt werden, die direkt mit allen wichtigen Informationen über die Art der Schäden informiert sind
  • Greenvolt (Island): Innovative Batterien. Durch den Einsatz von Nanotechnologie hat ein isländisches Unternehmen Batterien entwickelt, die nicht erhitzt werden und umweltschonender und sicherer als herkömmliche Lithium-Ionen-Akkus sind. In Verbindung mit erneuerbarer Energieerzeugung können diese Batterien besonders effizient in kleinen Netzwerken zum Einsatz kommen.
  • N2 Applied (Norwegen): Effizientes Düngemittel. Mit dieser Lösung lässt sich über eine Reaktion von Ammoniak und Stickstoff aus der Luft Stickstoffdünger herstellen. Damit können Bauernhöfe aus Dung oder Biogasrückständen direkt vor Ort ihren eigenen Dünger herstellen, der sowohl emissionsarm als auch kosten- und ressourceneffizient.

Saubere Technologien müssen besonders effizient und nachhaltig entwickelt werden und profitieren daher besonders vom digitalen Fortschritt – und von Anbietern, die bei komplexen Lösungen mitdenken. Von elektrischen Autos bis smarten HLK-Systemen ist Softeq ihr Full-Stack-Anbieter für den CleanTech-Bereich.

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