29.01.2013 – Kategorie: Management

Codelesen – Zehntel entscheiden

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In der Logistik ist das Lesen von Codes eine wichtige Funktion. Dabei findet aktuell ein dynamischer Technologiewandel hin zum bildbasierten Codelesen statt. Immer mehr Verteilerzentren rüsten von laserbasierten Scannern und Zeilenscan-Kameras auf bildbasierte Lesetechnologien um.


Diesen Wandel unterstützt Cognex nun mit einem weiteren bildbasierten Codeleser. Der DataMan 503 eignet sich für Logistik-, Post- und Einzelhandelsanwendungen. Laut dem Hersteller bietet das neue Gerät eine Leserate bis nahezu 100 Prozent. Dies ermöglicht das Fehlen beweglicher Teile und schnelle sowie sicher arbeitende Bildverarbeitungs-Algorithmen.


Carl Gerst, Business Unit Manager für ID-Produkte bei Cognex erklärt: „Unsere Barcode-Lesegeräte überwinden die Limitierung alter Technologien und liefern Leseraten, die man früher für unmöglich hielt. Die höhere Leserate  minimiert manuelle Nachbearbeitung von Frachtstücken, was für unsere Kunden die Kosten deutlich reduziert.“


Der der neue Codeleser ergänzt die bestehende DataMan-Produktlinie und vergrößert den Anwendungsbereich bildbasierter Lesegeräte. Er ist speziell geeignet für Logistik-Anwendungen mit hohen Geschwindigkeiten, breiten Fördergurten und großen Abweichungen in der Frachtstückhöhe. Die wichtigsten Anwendungen sind:


• Hochgeschwindigkeits-Sortierung


• Mehrseiten-Tunnel-Scan


• Scannen großformatiger Verpackungen


Cognex stellt auf der Logimat vom 19. bis 21. Februar 2013 in Halle 4 am Stand 470 aus.


Hohe Leserate ist entscheidend


In den hochautomatisierten Sortieranlagen der Logistikunternehmen, Dienstleister, Versandhäuser, von Postunternehmen bis hin zu den Supermärkten sind effizient arbeitende Auto-ID-Technologien unabdingbar. Gefordert ist das Codelesen in Hochgeschwindigkeit und mit absoluter Lesesicherheit durch extrem zuverlässige Bildverarbeitungsalgorithmen. Hier können schon wenige Zehntel Prozent höhere Leserate erhebliche wirtschaftliche Vorteile erzielen.


Nimmt man beispielsweise eine Großsortieranlage mit einer Geschwindigkeit von 2 Paketen pro Sekunde und 22 Betriebsstunden, dann ergibt dies eine theoretische Tagesleistung von 158.400 Sendungen. Bei einer Leserate von 99% müssten 1.584 Pakete pro Tag für die manuelle Nachbearbeitung ausgeschleust werden. Will man beispielsweise durch die Investition von 100.000 Euro in neue bildbasierte Barcode-Lesesysteme die Leserate von 99% auf 99,9% steigern, dann stellt sich die Frage der wirtschaftlichen Auswirkung.


Bei dieser Leseratensteigerung müssten 1.426 Pakete pro Tag weniger ausgeschleust werden. 350 Produktionstage ergäben insgesamt 499.100 nicht ausgeschleuste Sendungen. Legt man eine manuelle Nachbearbeitungszeit von 1,5 Minuten pro Paket und einen Stundenlohn von 12 € zugrunde, dann ergäbe dies ein rein auf Personalkosten beruhendes Einsparpotential von 428 € pro Tag und von 149.730 € pro Jahr. Nach bereits 8 Monaten hätte sich die Investition von 100.000 € amortisiert und innerhalb des ersten Jahres hätte man bereits einen Gewinn von rund etwa 50.000 € erwirtschaftet.


Dabei sind viele andere gewinnbringende Auswirkungen noch nicht in dieser Kalkulation berücksichtigt. Die Sortierprozesse verlaufen reibungsloser und teure Unterbrechungen werden seltener. Durch die höhere Anlagenauslastung ergeben sich gegenüber der ursprünglichen Kalkulation kürzere Amortisationszeiten. Durch die minimierte Ausschleusung kann auch die Anlage einfacher gestaltet werden. Das Bedienpersonal wird entlastet und kann sich anderen Aufgaben widmen. Hinzu kommt der Einsparungseffekt durch weniger Reklamationen. Das Logistik- oder Dienstleistungsunternehmen kann seinen Kunden eine wesentlich bessere Statistik fehlerfreier Versendung vorweisen, und damit sein Qualitätsimage und die Kundenzufriedenheit ausbauen.


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