CONNECT! 2011: Moldflow im Zentrum der Simulationsentwicklung

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Zum ersten europäischen User Meeting kamen 132 Teilnehmer aus 12 Ländern nach Frankfurt.


Das erste europäische Autodesk Moldflow User Meeting CONNECT! 2011 überzeugte mit einer überraschend hohen Teilnehmerzahl und brachte Ende Mai 132 Simulationsexperten aus 12 Ländern nach Frankfurt. Der Veranstalter, die MF SOFTWARE GmbH, Darmstadt, präsentierte einen Mix aus Vorträgen zu den zahlreichen Innovationen im neuen Release 2012 — einschließlich Trainings — und Berichte über Entwicklungen im Zusammenhang mit Moldflow Simulation aus der anwendenden Industrie. Simultanübersetzungen stellten korrektes Verständnis für alle Teilnehmer sicher. Veranstaltungsleiter Thomas Wittmann: „Wir wollten nicht nur darstellen, was die neuen Softwareprogramme jetzt bieten, sondern auch zeigen, welche Tools die Industrie im Zusammenhang mit Moldflow selbst entwickelt, um den gesamten Entwicklungsprozess genauer, schneller oder gezielter zu gestalten.“ Es gebe europaweit eng vernetzte Strukturen bei den Kunden mit dem Wunsch nach gebündelten Serviceverträgen, und CONNECT! solle hier ein Fundament bilden, um die Menschen zu dem Thema Moldflow einander näher zu bringen und miteinander zu verbinden.



Release 2012 mit einer Fülle von Neuheiten


Langglasfaser Anwendungen sind weiter im Vormarsch. Verständlich, dass eine patentierte Neuheit von Autodesk großes Interesse fand, die speziell für lange Fasern entwickelt wurde und die besonderen Eigenschaften dieses Verfahrens berücksichtigt. Die Vorhersagen sind gegenüber der bisherigen Methode, LGF-Materialen wie Kurzglasfaser-Werkstoffe zu behandeln, wesentlich präziser, und jetzt können LGF-Bauteile mit größerer Sicherheit optimiert werden. Auf ähnlich große Resonanz stieß die Präsentation über das Beulverhalten bei einer echten 3D-Analyse. War bisher eine Vorhersage nur auf der Basis von Mittelflächenmodellen möglich, so können mit diesem neuen Modul wesentlich bessere Aussagen hinsichtlich Bauteildeformation und Verzugsthematiken getroffen werden. Ebenfalls neu in 3D ist der Cool-Solver, mit dem jeder Zeitpunkt innerhalb des Zyklus bezüglich des Kühlverhaltens dargestellt werden kann. Einen besonderen Beitrag liefert Autodesk für sehr schnelle Korrekturen von Konstruktionen mit dem Freeware CAD Tool INVENTOR Fusion. Das Programm arbeitet bidirektional mit Moldflow, damit der Konstrukteur systemunabhängig sein Modell sehr schnell prüfen und abändern kann.


Mit Moldflow Prozesse optimieren


Bei den Entwicklungen rund um Moldflow konnte das User Meeting mit interessanten Beispielen auch aus den Nachbarländern aufwarten. So war das Thema von Günter Gsellman von Borealis, Österreich, ebenso alt wie aktuell: Sogenannte Tigerstreifen auf Spritzgießprodukten, die bei den heutigen Qualitätsanforderungen nicht akzeptabel sind. Dem Team um Gsellmann ist es gelungen dieses Phänomen in Moldflow darzustellen, um im Vorfeld von Konstruktion und Prozessauslegung Maßnahmen ergreifen zu können, die diesen optischen Mangel vermeiden. Neu für viele Teilnehmer waren die Erkenntnisse von Mogens Papsoe, Novo Nordisk, Dänemark, der über den Einfluss des Spritzdrucks auf die Viskosität referierte und nachwies, dass die Kristallisationsvohersage für die Qualität von teilkristallinen Werkstoffen von entscheidender Bedeutung ist. Auch Thibault Villette, e-Xstream, Luxemburg, konnte mit seinem Vortrag überzeugen, dass mit dem Programm Digimat eine Lücke zwischen Moldflow und Strukturmechanik-Programmen geschlossen wird.


Um Themenübergreifendes ging es auch Andreas Wüst von der BASF, Ludwigshafen. Er stellte dar, wie man Strukturmechanik und Rheologie ideal miteinander verknüpft, nämlich in einer Topologieoptimierung, die automatisch abläuft. Um zu verhindern, dass Konstrukteure und Simulationsanwender nicht aufeinander abgestimmte Wege gehen muss es grundsätzlich eine Optimierung geben, wenn z.B. aus der Sicht der Mechanik Material eingespart werden kann, aber der Füllvorgang dadurch behindert wird. Bisher optimierte man in einzelnen Schritten von einer Disziplin in die andere, doch Wüst ist es gelungen ein Programm zu entwickeln, das verschiedene Anforderungen aus Rheologie und Mechanik mit einander in einem automatisierten Batch Prozess verknüpft und dabei innerhalb der vorgegebenen Rahmenbedingungen die beste Lösung für das Produkt ermittelt.


Vorhersagen werden immer genauer


Weitere Vorträge gab es zu den Themen Nano-Spritzguss von Dr. Andreas Schoth, Freiburg; Verzugsvorhersage und Wirklichkeit von Dr. Xiaonan Du, VW; Betrachtungen von Moldflow-Ergebnissen in Strukturanalysen von Tillman Kaiser, Mahle Filtersysteme, Stuttgart; Exakte Prognose von Bauteilversagen mit Moldflow und Digimat von Tobias Beck, Rhodia, Freiburg.


Den letzten Vortrag nutzte Moldflow-Entwicklungsleiter Dr. Franco Costa zu einem Blick in die Zukunft. Neben aktuellen Entwicklungen gab es auch neue Themen wie z.B. das Kristallisationsmodell, das die Spritzgießsimulation um einen wichtigen Ansatz bereichern und die Vorhersagegenauigkeit einen entscheidenden Schritt auf dem Weg zum virtuellen Prototypen voran bringen wird.


Weitere Informationen finden Sie unter http://www.connect.moldflow.eu/

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