Control 2019: Künstliche Intelligenz in der Qualitätssicherung

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on xing
Share on whatsapp
Share on email
Share on print

Control 2019: Künstliche Intelligenz in der Qualitätssicherung

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on xing
Share on whatsapp
Share on email
Share on print
1555333684265_fischei-sortiererfraunhoferipa

Dieses Jahr steht das vom Fraunhofer IPA organisierte Eventforum auf der Control unter dem Motto »Maschinelles Lernen und Sehen – eine technologische Revolution dank Künstlicher Intelligenz und moderner Bildverarbeitung«. Von 7. bis 10. Mai zeigen die Forscher, wie maschinelles Lernen in der Qualitätssicherung zum Einsatz kommt.

Das Eventforum auf der Control steht in diesem Jahr unter dem Motto »Maschinelles Lernen und Sehen – eine technologische Revolution dank Künstlicher Intelligenz und moderner Bildverarbeitung«. Die entsprechenden Demonstratoren und Vorführungen geben Messebesuchern einen Eindruck davon, wie selbstlernende Algorithmen sowie neuartige Bild- und Signalanalyse im industriellen Umfeld zur Anwendung kommen. Der Fokus liegt dabei auf den Fähigkeiten und den Einsatzmöglichkeiten von maschinellen Lernverfahren und moderner Bildverarbeitung in der Qualitätssicherung.

Selbstlernende Oberflächenprüfung

So zeigen die Forscher vom Fraunhofer IPA auf dem Eventforum ein vollständiges System für die Oberflächenprüfung. Dabei werden die Bauteile auf einem rotierenden Teller platziert. Bei der Drehung des Bauteils wird die Oberfläche vollständig von einer Kamera erfasst. Die nachfolgende adaptive Bildauswertung orientiert sich an der Fähigkeit des Menschen Unregelmäßigkeiten auch in unbekannten Oberflächen zu erkennen.

Unter der Voraussetzung, dass die Defekte nur einen kleinen Teil der gesamten Oberfläche einnehmen, nimmt die Prüfsoftware mit ihren selbstlernenden Algorithmen diese als auffällige Abweichungen vom Hintergrund wahr. »Es ist also nicht nötig die Software vorab mit Unmengen Daten zu füttern«, betont Julia Denecke, die am Fraunhofer IPA die Gruppe Szenenanalyse leitet.

Künstliche Intelligenz sortiert Fischeier

Außerdem zeigen die Forscher von der Abteilung Bild- und Signalverarbeitung auf der Control eine Anlage, die mithilfe eines Kamerasystems und Machine-Learning- Algorithmen erkennt, ob die Eier von Zebrafischen befruchtet sind oder nicht und diese dann entsprechend sortiert. In der Gen- und Wirkstoffforschung sind Zebrafische ein beliebter Modellorganismus, weil ihr Genom zu 70 Prozent dem des Menschen entspricht und sie bis ins frühe Larvenstadium hinein transparent sind. Ihre Zellen und Organe lassen sich so unter einem Lichtmikroskop beobachten, ohne die Embryonen dabei zu verletzen.

Ein geschlechtsreifes Weibchen legt wöchentlich mehrere hundert Eier. Doch nur die befruchteten eignen sich für die krebstoxikologische Forschung oder die Untersuchung von Herzkrankheiten. Geübte Laborfachkräfte brauchen etwa zwölf Minuten, um die Eier auf ihren Befruchtungszustand hin zu überprüfen und sie in eine Mikrotiterplatte mit 96 Gefäßen zu füllen. Die Arbeit ist monoton, die Fehlerquote entsprechend hoch. Diesen Arbeitsgang wollen die Forscher erheblich beschleunigen: Die automatisierte Lösung soll künftig drei Eier pro Sekunde klassifizieren und die befruchteten Eier in nicht ganz zwei Minuten in die Mikrotiterplatte einsortieren.

Erste Tests sind vielversprechend verlaufen: Nur in 0,2 Prozent der Fälle wurden unbefruchtete Eier als befruchtet klassifiziert. Die Wissenschaftler gehen davon aus, in Zukunft mehrere tausend Eier pro Stunde einsortieren zu können. Das Verfahren lässt sich an ganz verschiedene Anwendungsbereiche anpassen und könnte deshalb auch in der Industrie zum Einsatz kommen.

Sechs weitere Unternehmen auf dem Eventforum

Die Wissenschaftler vom Fraunhofer IPA, die das Eventforum in diesem Jahr zum zwölften Mal organisieren, haben das Ausstellungskonzept überarbeitet: keine Stuhlreihen und fest geplante Vorträge mehr. Stattdessen Live-Demonstrationen direkt an den Ständen und Exponaten. Ergänzend sind weitere Informationen über ein Onlineportal abrufbar. Die Exponate sind deshalb alle mit Tablets ausgestattet.

Neben dem Fraunhofer IPA sind noch sechs weitere Unternehmen aus Deutschland und Österreich mit eigenen Exponaten auf dem rund 200 Quadratmeter großen Eventforum vertreten. Sie finden es in Halle 8, Stand 8105.

Share on facebook
Facebook
Share on twitter
Twitter
Share on linkedin
LinkedIn
Share on xing
XING
Share on whatsapp
WhatsApp
Share on email
E-Mail
Share on print
Drucken

Ihre Meinung zum Artikel

Abonnieren
Benachrichtige mich bei
guest
0 Comments
Inline Feedbacks
View all comments

Andere Leser haben sich auch für die folgenden Artikel interessiert

Die SPS/IPC/Drives in Nürnberg bietet dieses Jahr wieder eine gute Gelegenheit, sich über den aktuellen Stand der Technik, die neuesten Trends und die unterschiedlichen kontaktlosen Funktionsprinzipien bei linearen und rotativen Positionssensoren zu informieren. Auf dem Messestand des Sensorikspezialisten Novotechnik beispielsweise ist auch dieses Jahr wieder eine große Produkt-Vielfalt zu sehen.

Redaktionsbrief

Tragen Sie sich zu unserem Redaktionsbrief ein, um auf dem Laufenden zu bleiben.

Wir wollen immer besser werden!

Deshalb fragen wir SIE, was Sie wollen!

Nehmen Sie an unserer Umfrage teil, und helfen Sie uns noch besser zu werden!

zur Umfrage

Aktuelle Ausgabe

Topthema: Antriebskomponenten optimal berechnen und simulieren

Berechnungsprogramm KISSsoft 2020

Mehr erfahren

Tragen Sie sich jetzt kostenlos und unverbindlich ein, um keinen Artikel mehr zu verpassen!

* Jederzeit kündbar

Entdecken Sie weitere Magazine

Schön, dass Sie sich auch für weitere Fachmagazine unseres Verlages interessieren.

Unsere Fachtitel beleuchten viele Aspekte der Digitalen Transformation entlang der Wertschöpfungskette und sprechen damit unterschiedliche Leserzielgruppen an.