Design: Maschinen als Markenbotschafter

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Maschinen und Anlagen müssen auch optisch einen starken Auftritt bieten, um der internationalen Kundschaft zu gefallen. Der Themenkomplex "Maschinendesign" stand deshalb im Fokus des ersten Netzwerktreffens des INNONET Kunststoff im Jahr 2015 bei der Ammerbucher Ideenschmiede Design Tech.
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Das Auge “isst” mit. Qualität und Funktionalität alleine genügen heute nicht mehr als Verkaufsargumente. Maschinen und Anlagen müssen auch optisch einen starken Auftritt bieten, um der internationalen Kundschaft zu gefallen. Der Themenkomplex “Maschinendesign” stand deshalb im Fokus des ersten Netzwerktreffens des INNONET Kunststoff im Jahr 2015 bei der Ammerbucher Ideenschmiede Design Tech.

Tristesse ade! Das Thema Design ist in der Industrie angekommen und bringt funktionale Vielfalt in Sachen Farben und Formen in die traditionell eher nüchtern gehaltenen Produktionshallen. Obwohl Funktionalität und Technik noch immer zentrale Momente bei der Investition in Maschinen und Anlagen sind, tragen immer mehr Maschinenhersteller diesem Trend Rechnung und setzen auf ausgefeiltes Design und eine gefällige Optik zur Differenzierung ihrer Produkte auf den hart umkämpften internationalen Märkten.

Design Tech in Ammerbuch hat diesen Trend frühzeitig erkannt und sich als innovatives Unternehmen mit der Entwicklung von Designs für bekannte Maschinenbauer bereits international einen Namen gemacht. Das Unternehmen wurde 1983 von Jürgen R. Schmid gegründet und beschäftigt heute 12 Mitarbeiter und Designer. Das kreative Team um Jürgen R. Schmid verlässt gerne ausgetretene Pfade und gestaltet funktionale Augenweiden mit Hightech-Innenleben. Ein Beispiel für überaus gelungenes Anlagendesign ist der “Freeformer”, ein 3D-Drucker und jüngster Sproß der Arburg-Produktfamilie, der 2014 den begehrten red dot-award, eine Designauszeichnung, erhalten hat.

Die Bedeutung designorientierter Ansätze im Maschinenbau führte Diplom-Designer Jürgen R. Schmid, Geschäftsführer von Design Tech, den rund 30 Teilnehmern des Netzwerktreffens plakativ vor Augen: “Unsere Kunden haben erkannt, dass sie mit dem Maschinendesign und Designmerkmalen einen hohen Wiedererkennungswert schaffen und sich am Markt damit optimal positionieren können”, erklärt Schmid. “Wir entwickeln meist Designkonzepte für gesamte Produktlinien, die damit zu wichtigen Botschaftern der Marke werden.”

Jürgen Gehm, Designer bei Design Tech, stellte die Studie “Maschine2020” vor, die gemeinsam mit Unternehmern der Maschinenbranche entwickelt wurde. Das Projekt beschreibt das Maschinendesign der Zukunft im Kontext von Industrie 4.0. Das mit Experten und Strategen aus unterschiedlichsten Industriebereichen erarbeitete Konzept gibt die Antwort auf viele Fragen der Globalisierung. Nicht nur anspruchsvolle Technik soll das Kaufargument sein, sondern die wirtschaftlichste Lösung für den Kunden. Dabei stehen Themen wie die intelligente Vernetzung modularer Anlagenssysteme, eine nachhaltige Materialauswahl und kundenorientierter, IT-basierter Service im Mittelpunkt einer sich rasch verändernden Produktionswelt.

Für INNONET-Chef Axel Blochwitz war das erste Netzwerktreffen exotisch und überaus gelungen: “Normalerweise stehen bei den INNONET-Veranstaltungen technisch orientierte Themen im Vordergrund, aber unsere Mitgliedsunternehmen schätzen den Blick über den Tellerrand”. Der bunte Informationsmix kam bei den Teilnehmern des ersten von fünf geplanten Treffen dieser Art in diesem Jahr ebenfalls sehr gut an.

 

 

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